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Staatliche Investitionen in alternative Kraftstoffe

Im Bereich der alternativen Kraftstoffe soll investiert werden. Hier soll besonderer Wert auf den Ausbau der Infrastruktur gelegt werden. Die Rede ist von einem Investitionsrahmen von ca. einer Milliarde Euro, was vom Bundeskabinett beschlossen worden ist.

 

Ohne einen vernünftigen Ausbau der Lade- und Tankinfrastruktur kann die Verbreitung der alternativen Antriebe ins Stocken geraten, die Entwicklung der Fahrzeuge, die mit Strom- Erdgas- oder Wasserstofffantrieben fahren, würde erschwert werden. Daher soll in erster Linie in den verstärkten Ausbau der Ladeinfrastruktur für Strom, Wasserstoff und Erdgas Geld fließen.

Der Nationalen Strategierahmen (NSR)

Der so genannte Nationale Strategierahmen (NSR) wurde am 9. November vom Kabinett beschlossen. Hierin sind die genauen Maßnahmen und Ziele, den Ausbau der Infrastruktur betreffend, definiert. Verkehrsminister Alexander Dobrindt sagt: „Wir unterstützen den Hochlauf der alternativen Antriebe. Der Schlüssel dafür ist der Aufbau einer flächendeckenden Lade- und Tankinfrastruktur – für alle Verkehrsträger und wesentlichen Technologien: Elektromobilität, Brennstoffzelle und Erdgas. Wir haben deshalb mit dem Nationalen Strategierahmen eine Infrastrukturoffensive für die Antriebswende gestartet – und setzen uns mit rund einer Milliarde Euro an Investitionen europaweit an die Spitze."

Woher kommt das Geld und was genau soll damit geschaffen werden?

Die Investitionen betragen insgesamt rund eine Milliarde Euro. Sie setzen sich folgendermaßen zusammen:
• 300 Millionen vom Förderprogramm Ladeinfrastruktur Elektromobilität
• 140 Millionen Euro vom Förderprogramm „Elektromobilität vor Ort"
• 247 Millionen Euro vom Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP)
• 268 Millionen Euro aus der Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie
Dabei sollen die Gelder gezielt in einzelne Maßnahmen fließen, wozu folgende gehören:
• Ausstattung aller bewirtschafteten Autobahnrastanlagen mit Schnellladesäulen
• 300-Millionen-Euro-Förderprogramm für ein flächendeckendes Netz mit 5.000 Schnell- und 10.000 Normalladesäulen
• Förderprogramm „Elektromobilität vor Ort" mit rund 35 Millionen Euro pro Jahr für die Unterstützung von Kommunen unter anderem bei der Beschaffung von Elektrofahrzeugen und den dafür erforderlichen Aufbau von Ladeinfrastruktur
• Schaffung eines initialen Netzes durch das 50-Tankstellenprogramm (gefördert durch das NIP)
• Weitere Fördermittel in Höhe von 247 Millionen Euro im Zeitraum 2016-2019 für die Weiterentwicklung und Marktetablierung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (erfolgt im Rahmen von NIP)
• Unterstützung der branchenübergreifenden Plattform H2 Mobility Deutschland beim Aufbau des bundesweiten Wasserstoff-Tankstellennetzes
• Förderung erster Demonstrationsprojekte, z. B. Anschaffung von LNG-Lkw-Flotten, LNG Power Packs zur Landstromversorgung von Containerschiffen während der Liegezeit
• Erarbeitung eines BMVI-Förderprogramms, um die Um- und Ausrüstung von Schiffen mit LNG-Antrieben zu unterstützen