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Mit neuartigem Energiespeicherkonzept aus der Forschung in die Wirtschaft

Gründerteam vom Eneergieforschungszentrum NEXT ENERGY stellt vom 14. bis 16. März 2017 eine Demonstrationsanlage auf Messe "Energy Storage Europe" in Düsseldorf vor.

Um Sonnenstrom vom eigenen Dach rund um die Uhr effizient nutzen zu können, werden in Privathaushalten immer häufiger Heimenergiespeicher eingesetzt. Speziell für den gewerblichen Bereich sowie für landwirtschaftliche Betriebe hat ein Wissenschaftlerteam am Energieforschungszentrum NEXT ENERGY ein besonders kostengünstiges Speicherkonzept entwickelt, das auf der Vanadium-Redox-Flow-Technologie basiert und sich durch besonders hohe Sicherheit und Langlebigkeit auszeichnen soll. Aus dem EXIST-Forschungstransfer „ResiFlow“ heraus wird mit Unterstützung von Investoren die Serienfertigung angestrebt. Einen Prototyp, der das generelle Konzept demonstriert, präsentiert das Team vom 14. bis zum 16. März 2017 in Düsseldorf auf der Messe Energy Storage Europe an Stand 8bE24.

Während die aktuell erhältlichen Lithium-Ionen-Hausspeicher auf standardisierte Ertrags- und Verbrauchswerte ausgelegt sind, erlaubt das Redox-Flow-Speichersystem eine frei dimensionierbare Speicherkapazität zwischen 20 und 100 kWh. Zudem ermöglicht eine zum Patent angemeldete Fertigungstechnologie deutliche Kosteneinsparungen bei der Produktion der Kernkomponente dieses Batterietyps. „Das verschafft uns den Vorteil, Redox-Flow-Systeme auch automatisiert produzieren zu können, was in Zukunft den entscheidenden Kostenvorteil bringen wird. Durch ein modulares Bausystem kann dem Kunden trotzdem ein individuell angepasster, ökonomisch attraktiver Speicher angeboten werden“, sagt Projektleiter Dr. Jan grosse Austing.

Aktuell entwickelt das Team den kostengünstigen, recyclebaren und brandsicheren Speicher basierend auf dem neuen Fertigungskonzept. Ab dem Jahr 2018 startet die Pilotphase, anschließend soll mit der Serienfertigung der Speicher begonnen werden. Zudem ist das Gründerteam derzeit auf der Suche nach Investoren, um das Speichersystem zu kommerzialisieren. „Im Gegensatz zu klassischen Stackkonzepten eignet sich unser Ansatz für eine automatisierte Produktion. Den dadurch entstehenden Kostenvorteil werden wir an den Kunden weitergeben und somit ein konkurrenzfähiges Speichersystem anbieten können“, betont grosse Austing. „Damit sind wir optimal für den Speichermarkt der Zukunft aufgestellt“.