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Daimler: Stromspeicher und E-Autos aus chinesischer Produktion

Die in der jüngsten Vergangenheit gestiegenen Absatzzahlen in China haben Daimler dazu veranlasst, die Entscheidung zu treffen, zukünftig Elektrofahrzeuge und Stromspeicher direkt in China produzieren zu lassen.

 

Der Absatz in China konnte sich 2016 für Daimler wirklich sehen lassen. Von Januar bis November stiegen die Absatzzahlen nämlich auf 429 325 Fahrzeuge, was immerhin ein Plus von 27,9 Prozent ausmacht. Das führte nun zu der Entscheidung, künftig direkt vor Ort Fahrzeuge aus dem Elektromobilbereich und auch Stromspeicher zu produzieren. Die Tatsache, dass es in China eine Quote für elektrische Modelle gibt, die alle Hersteller erfüllen müssen, spielt zusätzlich als Argument eine Rolle. Der unmittelbare nächste Schritt von Daimler sieht nun so aus, dass bis zum Jahr 2025 zehn elektrische Modelle der Mercedes-Marke EQ geplant sind.

Bei China handelt es sich um den weltgrößten Markt für Elektrofahrzeuge. Mit der Entwicklung der neuen Marke EQ soll das Wachstum in China weiter steigen. Hubertus Troska, Daimlers China-Vorstand zeigt sich zukunftsorientiert, kann aber noch nicht sagen, ab wann und vor allem mit welchem chinesischen Partner die Produktion beginnen wird.

Nichtsdestotrotz ist Troska zuversichtlich und verspricht sich auch in 2017 ordentliche Umsatzzahlen. Es werden derzeit bereits  in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Partner BAIC verschiedene Modelle in China produziert. Die Verkaufszahlen für die C-Klasse und den GLC sind ganz besonders gut. Für das Jahr 2019 sieht die derzeitige Planung das erste Modell der EQ-Marke vor, bis 2025 schließlich soll die Palette auf zehn Modelle wachsen. Auch das Angebot an Plug-In-Hybriden wird weiter aufrechterhalten werden.

Übrigens ist die chinesische Regierung sehr am Wachstum der Elektromobilitätsbranche interessiert und treibt diese massiv voran. Zu diesem Zweck gibt es Anreize, von denen viele aber nur gelten, wenn die Fahrzeuge tatsächlich in China vom Band rollen. Bislang haben vor Ort die chinesischen Hersteller die Nase vorn. Die Rede ist auch von einer geplanten Quote für die Autohersteller, die eine Anzahl an verkauften E-Autos zwingend vorschreibt. Dieser Fakt spielt natürlich auch eine Rolle bei Daimlers Entscheidung, vor Ort produzieren zu wollen. Daimlers China-Vorstand Troska ist davon überzeugt, dass China in der E-Auto-Branche bald führend sein wird.