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Cyber-Valley in Baden-Württemberg

Cyber-Valley – das ist ein groß angelegtes Forschungsprojekt in Baden-Württemberg, an dem Politik, Wirtschaft und Wissenschaft mitarbeiten und welches dem Ziel dient, der Zukunft im Bereich künstlicher Intelligenz tatkräftig in die Hände zu spielen. Maschinen sollen, so weit wie möglich, eigenständig Aufgaben lösen und zu analysieren.

 

 

Zu diesem groß aufgestellten Forschungsverbundgehören:

•    die Universitäten Stuttgart und Tübingen
•    das Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme (MPI)
•    sechs Partner aus der Industrie: die BMW Group, die Daimler AG, die Porsche AG, die Robert Bosch GmbH, die ZF Friedrichshafen AG und auch Facebook

Zu den großen Zielen des Projektes gehören:

•    die Vorreiterrolle Baden-Württembergs bei der Entwicklung intelligenter Lösungen für Industrie, Mobilität und Medizin
•    das Entstehen eines Hotspots für „wissenschaftliche Exzellenz“
•    Investitionen in Nachwuchsforscher

Die Finanzen

Die Landesregierung Baden-Württembergs beteiligt sich Sondermitteln von mehr als 50 Millionen Euro an dem Projekt, insgesamt ergeben sich Finanzmittel der Partner in einer hohen zweistelligen Millionensumme. Damit aber nicht genug, denn es werden nach wie vor weitere interessierte Partner gesucht. Und einige Meldungen gab es bereits, so verkündeten Interesse:
•    das Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
•    der Chiphersteller Nvidia
•    der Maschinenbauer Trumpf
Selbst das Unternehmen Facebook ist an einer Zusammenarbeit interessiert und wird als gleichberechtigter Partner an der Finanzierung der Forschungsgruppen teilhaben.

Die Pläne für den Anfang

Es sollen zunächst neun Forschungsgruppen eingerichtet werden. Fünf davon werden von den Unternehmen finanziert, die zum Verbund gehören. Geplant sind außerdem vier zusätzliche Forschungsgruppen, die wiederum mit Hilfe eines Konsortiums baden-württembergischer Stiftungen finanziert werden. Diese werden an den beiden Universitäten ihren Platz finden. Neben den Einrichtungen an den Universitäten wird es zwei weitere Einrichtungen am Max-Planck-Institut geben. Bis zum Jahre 2022 dann soll ein eigenes Forschungsgebäude in Stuttgart entstehen.

Entstehen sollen weiterhin zehn neue Professuren an den Universitäten und eine Graduiertenschule für insgesamt 100 Doktoranden bis zum Sommer 2017. Darüber hinaus soll ganz gezielt der Bereich der Nachwuchsforscher gefördert werden. Nachwuchsforscher sollen ihre Ergebnisse direkt umsetzen können. Es ist in Cyber Valley für diesen Zweck eigens eine Start-Up-Szene in Planung.
 
Stimmen zur Forschungsinitiative

•    Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne): „Wir wollen verhindern, dass die zweite digitale Revolution an Europa vorbeigeht.“; „Wir haben die erste Halbzeit an die USA verloren, jetzt haben wir die Chance, die zweite zu gewinnen. Und ich garantiere Ihnen: das werden wir.“
•    Wissenschaftsministerin Theresia Bauer über die zunächst geplanten Standorte: . „Wir werden sehr schnell definieren, wie es weitergeht. Gerade am Standort Stuttgart werden wir bald an unsere räumlichen Grenzen stoßen.“
•    Bernhard Schölkopf vom Max-Planck-Institut zum Suchen weiterer Partner: „Wir sind offen für alle internationalen Unternehmen, mit denen wir den Champions League Ansatz verwirklichen können.“