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Neue Ableitbedingungen für Schornsteine

Ab Januar 2022 gelten neue Vorgaben für Schornsteine, weil der Bundesrat einer Änderung der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen – 1. BImSchV – zugestimmt hat. Demnach verschärfen sich die Ableitbedingungen von Schornsteinen.

Die Branche muss sich auf strengere Ableitbedingungen für Schornsteine einstellen. Die neuen Vorgaben gelten ab Januar 2022. Bild: Pixelio

Das Ziel der neuen Vorgaben ist es, in der Umgebung von Festbrennstofffeuerungen wie Pelletheizungen oder Kaminöfen die Belastung der Außenluft mit Luftschadstoffen zu verringern. Das erreicht man am besten mit entsprechenden Schornsteinhöhen. Ganz konkret muss die Austrittsmündung neu errichteter Schornsteine von Festbrennstofffeuerungen künftig am Dachfirst, dem höchsten Punkt des Hauses, angebracht werden. Außerdem muss der Schornstein diesen Punkt um mindestens 40 Zentimeter überragen.

Durch diese Vorgabe soll sichergestellt werden, dass die Öffnung des Schornsteines außerhalb der so genannten Rezirkulationszone des Gebäudes liegt. Das ist der Bereich eines Gebäudes, in dem Abgase nicht vom Wind weggetragen werden können und in der Luft verbleiben.

Die Neuerungen gelten für neue Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe mit einer Leistung von weniger als einem Megawatt Feuerungswärmeleistung, die nach Inkrafttreten dieser Verordnung errichtet werden. Alle Anlagen, die bei Inkrafttreten der Verordnung bereits in Betrieb sind, haben zunächst keine Änderungen zu erwarten.

Zum Hintergrund: Die Feinstaub-Emissionen aus Kleinfeuerungsanlagen in Deutschland werden laut Bundesumweltamt auf jährlich 20.600 t beziffert. Feste Brennstoffe haben demnach einen Anteil von 97 %. Sie übersteigen die Auspuffemissionen von Lkw und Pkw (6.800 t) deutlich.