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Es gibt noch viel Potenzial für PV

Dass es noch viel Platz im Bereich der PV-Anlagen gibt, hat jetzt eine Studie des Marktforschungsunternehmens EuPD Research hervorgebracht. Auch was Stromspeicher angeht, sind die Potenziale noch lange nicht aufgebraucht. Die Ursache für die ungenutzten Potenziale sieht die Marktforschung in der Tatsache, dass Kunden aus dem Gewerbebereich keine ausreichenden Informationen über Photovoltaik- und Speicherlösungen haben. Jetzt sind somit Installateure gefragt, die diese Kundengruppe verstärkt aufsuchen sollen.

 

Die Studie des EuPD Research hat den Namen „Gewerbe Monitor“ und betrifft  Photovoltaik-Gewerbekunden. Analysiert werden vor allem:
•    der Kaufprozess und das Nutzungsverhalten von Gewerbekunden mit PV-Anlage
•    das dafür relevante Segment von Anlagen mit einer Größe zwischen 30 und 250 Kilowatt

Das Ergebnis der Studie ist, dass der Anteil der Parameter oben mit etwa 20 Prozent am Gesamtzubau relativ stabil geblieben. Ausgewertet wurden mehr als 200 Gewerbekunden. Hanna Schmole, Research-Analystin beim Marktforschungsinstitut EuPD Research sagt: „Wir wissen, dass die Anlagen in der Landwirtschaft zurückgegangen sind und dass diese zuvor bis zu ein Drittel des größeren Gewerbesegments ausgemacht haben.“

Jetzt sind die Preise gesunken und die Branche ist wieder optimistisch. Dieter Ortmann von Maxx-Solar & Energie meint zum Thema: „Es sollte jetzt wieder möglich werden, Dachanlagen in der Landwirtschaft zu verkaufen, da sich bei den Renditen Dachsanierungen wieder besser darstellen lassen.“

Weitere interessante Ergebnisse der Studie

Von großem Interesse für die Untersuchenden war die Tatsache, dass 17 Prozent der befragten Unternehmen angegeben haben, dass sie unaufgefordert von einem Installateur angesprochen worden sind und daraufhin eine PV-Anlage gebaut haben. Für Martin Ammon, Leiter Energiewirtschaft bei EuPD Research ist das nicht verwunderlich: „Dieser Umstand hängt sicherlich auch damit zusammen, dass das Geschäft mit der Photovoltaik in Deutschland kein Selbstläufer mehr ist. Installateure müssen gezielt auf Unternehmen zugehen und diese mit fundierten Argumenten von den Vorteilen einer PV-Anlage überzeugen.“

EuPD Research kommt außerdem zu dem Schluss, dass Themen wie Eigenverbrauch und Speicherlösungen mehr angesprochen werden müssen, um das Bewusstsein der Gewerbetreibenden zu erreichen. In diesem Bereich war die Beratung der letzten Jahre nicht ausreichend. Hanna Schmole bekräftigt außerdem: „Ein Grund für den Rückgang des Zubaus im Gewerbesegment ist allerdings auch, dass in den Boomjahren schon viele gute Dächer belegt wurden.“ Außerdem wurde festgestellt, dass das Image des Photovoltaik-Bereichs durch die politische Diskussion und die ständigen Änderungen der Rahmenbedingungen gelitten hat. Michael Harre, Vizepräsident der EU Solar Business Group bei LG Electronics, gibt außerdem zu bedenken: „Während große Gewerbeanlagen vor allem nach wirtschaftlichen Kennzahlen bewertet werden, in denen der Preis eine wichtige Rolle spielt, entscheiden insbesondere inhabergeführte kleine und mittlere Unternehmen oft nach ähnlichen Motiven, wie es auch im Privatbereich der Fall ist, eben nicht nur nach Rendite.“

Eine weitere Ursache für den zögerlichen Zubau könnte die Tatsache sein, dass zu Beginn dieses Jahres für Anlagen mit über 100 Kilowattpeak die verpflichtende Direktvermarktung eingeführt wurde. Die Worte der Studie dazu: „Installateure bauen Anlagen dann vielleicht auch lieber knapp unter 100 Kilowatt.“

Für Interessenten stellt die Projektleiterin Hanna Schmole die Studie hier zur Verfügung: h.schmole[at]eupd-research.com