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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: WP mit FB-Heizung - Einregulierung der einzelnen Stränge

Norbert
***
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ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Hallo zusammen,
ich weiß zwra, das das Thema besser in das Heizungsforum passt, hoffe aber trotzdem auf kompeten Rat.
Habe eine WP mit einer Fußbodenheizung bestehend aus drei Unterverteilungen und insgesamt 21 Kreise. Jede Unterverteilung kann im Gesamtvor- und Rücklauf abgesperrt werden. Jeder Heizkreis besitzt einen Taccosetter.
Versorgt wird die Fußbodenheizung von einer Wilo Stratos 25 eco 1-5.
Die Heizung befindet sich im Keller, das Haus ist ohne Keller 7m hoch.

Der max. Volumenstrom beträgt 1,9 m³/h, der Heizkreis mit dem größten Widerstand (2.Unterverteilung) hat 128 mbar, bei einem einzustellenden Volumenstrom von 2l/min.

Für die Einregulierung habe von meinen Fachleuten unterschiedliche Meinungen erhalten, so daß ich jetzt etwas verunsichert bin.

Darum meine Fragen hierzu:

Wie reguliere ich die einzelnen Stränge ein?
Wie gehe ich dabei vor?
Muß ich den Heizkreis mit dem größten Abnehmer zuerst einregulieren?
Muß ich dabei alle anderen Heizkreise derweil abdrehen?
Welchen Wert stelle ich an der Pumpe ein, so das gerade noch alle Kreise versorgt werden?
Stelle ich deltap-c oder eher deltap-v an der Pumpe ein?

Bitte um eure Hilfestellung.

_________________
Mit einem Gruß aus dem schönen Mühltal

Norbert

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ich hab das bei mir so gemacht, daß ich erst alle Kreise aufgedreht habe und bei Kreisen mit stärkerer Abweichung in der Länge bei den kurzen Kreisen nach Gutdünken etwas zugedreht habe. Dann Temperaturen kontrollieren und ggf. bei zu warm etwas weiter zudrehen und bei zu kalt etwas weiter aufdrehen. Das ist aber ein Laienvorgehen und nicht genau.
Sonst wird das berechnet und die berechneten Einstellungen am Ventil eingestellt.

Die UWP ist noch nicht auf meiner CD drauf. Bei der ähnlichen Pumpe 1-8 hat die Einstellung DeltaP-v einen geringeren Energieverbrauch. Aber mir sind diese Einstellungen auch nicht klar. Will demnächst mal an Wilo schreiben. Leider hat Wilo von den WP Erfordernissen nicht so viel Ahnung oder die Werbung ist in dieser Hinsicht mangelhaft. Aber das wird schon noch kommen.
Wieviel hat die Pumpe gekostet? Denke auch dran, solch eine Pumpe einzusetzen. Die etwas Stärkeren haben aber einen hohen Listenpreis.

mfg
Quehl

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Hallo Quehl,

Wilo Stratos 25/1-5 kostet bei ebay incl Versand ca 200 Euro,
25/1-3 170 Euro. Hast recht, die größeren Pumpen sind dann deutlich teurer. Die Kennlinien kannst du auf der Homepage von Wilo finden. Da kannst du auch hydraulische Daten eingeben, um Leistungsbedarf bei deinen speziellen Bedingungen zu berechnen. Lohnt sich immer, so eine Pumpe.
Sind übrigens auch als Solepumpen zugelasssen, Solekonzentration
ausdrücklich bis 50% und -10°C. Die Pumpen sind für gute JAZ von entscheidender Bedeutung.

Gruß
Frank

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Norbert
***
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Hallo Quehl,
Danke für Deine Antwort.

Was die Pumpe wirklich gekostet hat kann ich Dir nicht sagen, da ich diese zum EK erhalten habe, da diese übrig war.
Eine Alternative ist allerdings die neue Strato eco, ohne Display und in den Bereichen 1-3 und 1-5 erhältich, aber ansonsten gleich.

So nun zu meinem Problem: Natürlich besitze ich für jeden Kreis eine errechnete, einzustellende Wassermenge. Nur ist meine Überlegung dabei, wie ich die Kreise so einregulieren kann, das die Pumpe mit dem geringsten Sollwert fahren kann.
Eine Überlegung dabei ist, ob ich z.B. alle Kreise abdrehe und nur den Kreis mit dem höhchsten Widerstand offen lasse, um dann die Pumpe soweit runterregel, bis die errechnete Wassermenge bei fast geöffneten Taccosetter durch diesen Kreis fließt. Dann hätte ich den höchsten Widerstand im System eingeregelt und die Pumpe mit der hierfür niedrigsten Förderhöhe eingestellt.
Danach würde ich die anderen Kreise aufdrehen (Systemwiderstand nimmt ab, Wasserdurchsatz an der Pumpe wird erhöht) und den jeweiligen Durchfluß einstellen.

Ob meine Vorgehensweise richtig oder falsch ist, kann mir leider mein Heizungsbauer nicht beantworten.

_________________
Mit einem Gruß aus dem schönen Mühltal

Norbert

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das ist falsch. Wenn der 2. Kreis bzw. die nächsten aufgedreht werden, hat das einen Einfluß auf die vorhergehenden Kreise. Wenn man nichts besseres weiß, kann man das so machen und immer wieder die vorhergehenden Kreise kontrollieren. Wird aber eine nicht ganz schöne Arbeit. Ich hab das in meinem Simulationsprogramm gesehen.
Man könnte die Ventilkennlinien nehmen und aus dem Durchfluß den Einstellwert der Umdrehungen nehmen und danach einstellen. Wenn das richtig abgeglichen ist, dann ist das das Optimum der Verteilung.

mfg
Quehl

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Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.ernst-kitzberger.at Antworten mit Zitat
@Norbert! Einregulierung der Heizkreise

Meine Erfahrung schon vor 22 Jahren:

a) Heizkreise voll aufdrehen
b) Für wärmsten Raum (meist das Badezimmer 24°C) die Heizkurve einstellen.
c) Fallweise die Leistungsstufe der Heizkreispumpe so einstellen, daß wie bei meiner Rohrverlegung die Spreizung des Vor- Rücklaufes ca. 2°K beträgt.
d) die restlichen Heizkreise der einzelnen Räume drosseln, falls die Rohrverlegung mittels berechneter Abstände dies nicht schon erledigt.

Gruß Ernst

einiges neu im Sehtest auf: priv. HP. siehe:
Energie-HPauf "album" unterhalb der Bilder geg.flls. die Texte beachten!
neu: Counter Energie-HP

_________________
Energie HP Gruß Ernst

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hab jetzt erst das Problem begriffen. Ist nicht so einfach, wie das zuerst aussah.
Während des Betriebs muß die UWP einen konstanten Durchfluß haben. Geringe Abweichungen machen nichts. Die richtige Einstellung der UWP kann zunächst geschätzt werden, weil es dafür noch kein Berechnungsprogramm gibt. Abweichungen nach oben haben höhere Stromaufnahme der UWP, aber höhere Heizleistung der WP zur Folge.
Bei den 3 Unterverteilern ist es wichtig, ob diese in einer Wohnung sind und daher im normalen Ablauf einreguliert werden oder in 3 verschiedenen Wohnungen. Bei mehreren Wohnungen würde ich für jede Wohnung eine UWP nehmen.
Einstellung nach Berechnung am Ventil die Umdrehungen und dann den Durchfluß kontrollieren und ggf. etwas nachdrehen. In geringem Maße kann man dann die Einstellung der UWP verändern, wobei man sich bewußt machen muß, daß dadurch der vorherige Abgleich nicht mehr stimmt. Hört sich aber schlimmer an als es ist.
Und dran denken, man braucht die UWP nicht aufs Minimum zu drücken, kann sogar nachteilig sein. (im Gegensatz zur Wilo Werbung).

mfg
Quehl

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Norbert
***
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Hallo Quehl,
habe alle drei Unterverteilungen in einer Wohneinheit.

Warum kann es nachteilig sein, die Pumpe so niedrig wie möglich zu fahren?

Ich bin davon ausgegangen, das ich das Minimum der Förderleistung der PWP dann gefunden habe, wenn ich den errechneten Durchsatz gerade noch an dem Heizkreis mit dem höchsten Druckverlust einstellen kann.

Oder bin ich da auf dem Holzweg?

_________________
Mit einem Gruß aus dem schönen Mühltal

Norbert

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habe ich vielleicht wieder falsch verstanden.
Wenn man von der Berechnung abweicht, und die UWP langsamer laufen läßt, dann erhöht sich das Delta T und damit die Vorlauftemperatur und damit gibt es einen schlechteren COP.
Die Berechnung selbst geht aber auch nur von einem wahrscheinl. besten Durchsatz aus. Der Durchfluß der Berechnung sollte daher ungefähr eingehalten werden. Es ist doch für jeden Kreis ein Durchfluß berechnet worden. Oder nicht? Der muß dann an allen Kreisen eingestellt werden. Wegen der Kopplungen der Kreise gibt es Rückwirkungen, so daß die Einstellungen mehrmals wiederholt werden müssen. Aber das wirst Du dann ja auch sehen. Ich würde bei dem Kreis mit dem höchsten Durchfluß anfangen. Wobei ich davon ausgehe, daß an den Verteilern Durchflußanzeiger vorhanden sind.
Leider habe ich noch keine Erfahrung mit den Stratos Pumpen.
Frage vielleicht auch mal in www.haustechnikdialog.de... stellen unter WP.

mfg
Quehl

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Anonymous hat Folgendes geschrieben:
das ist falsch. Wenn der 2. Kreis bzw. die nächsten aufgedreht werden, hat das einen Einfluß auf die vorhergehenden Kreise. Wenn man nichts besseres weiß, kann man das so machen und immer wieder die vorhergehenden Kreise kontrollieren. Wird aber eine nicht ganz schöne Arbeit. Ich hab das in meinem Simulationsprogramm gesehen.
Man könnte die Ventilkennlinien nehmen und aus dem Durchfluß den Einstellwert der Umdrehungen nehmen und danach einstellen. Wenn das richtig abgeglichen ist, dann ist das das Optimum der Verteilung.

mfg
Quehl

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oakgast
*****
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KWB - KRAFT UND WÄRME AUS BIOMASSE GMBH
Kommentar von "Berndt" erstellt am 22.11.2010,20:17
Thema: Sonstiges(Sonstige Frage)

Hallo Norbert aus Mühltal,
habe zufällig Eure Diskussion gelesen und wäre an einem Austausch mit Dir interessiert, da ich auch in Mühltal wohne und eine Fußbodenheizung betreibe mit einer Wilo-Umwälzpumpe, die ich gerne nach delta-T steuern würde. Wer kann mir dabei helfen?
Liebe Grüsse aus Mühltal
Berndt
Mail an Berndt


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