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Pinguino
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Beitragvon Pinguino » 12.03.2020 22:28 Uhr

Hallo
In meinem Dachgeschoss (Reihenhaus) wird von Jahr zu Jahr unerträglicher - tagsüber deutlich über 30 Grad. Da ich bald über eine PV-Anlage verfügen werde, bietet sich der Einbau einer Klimaanlage an.

Bei dieser Gelegenheit ist mir klar geworden, dass ich im Sommer häufig nachts nicht schlafen kann - zu warm. Da würde es reichen, die Temperatur um nur 4 oder 5 Grad nachts zu senken.

Eine weitere Idee wäre, den Wintergarten zu ertüchtigen und warm zu halten, also mit einer Heizung auszustatten, die nach Bedarf läuft. Meines Wissens kann das auch von einem Klimagerät mit Heizfunktion geleistet werden, wenn das nicht eine komplett abwegige Idee ist.

Hier wäre scheinbar eine dreifache Split-Klimaanlage angebracht. ABER: Die Inneneinheiten würden nie gleichzeitig laufen. Es reicht, wenn der Kompressor für ein Innengerät dimensioniert ist. Damit wären die Kosten insgesamt niedriger. Leider finde ich keinen Kompressor, der drei Anschlüsse hat aber die Leistung für nur einen vorsieht.

In meiner Laienhaftigkeit stelle ich mir sogar vor, dass der Kompressor sogar mit nur zwei Anschlüssen auskommen könnte, das Gerät für den Wintergarten per Umlenkventil aktiviert wird (also zwei Geräte an einem Anschluss über einen Ventil im Sommer und im Winter abwechselnd zu versorgen).

Also meine Fragen sind:
Macht es Sinn, eine Klimaanlage vorsätzlich als Heizung zu missbrauchen oder wäre eine getrennte Wärmepumpe unbedingt vorzuziehen?

Ist meine Kostenoptimierungsidee wie oben beschrieben überhaupt machbar/sinnvoll?

Danke!

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Beitragvon GESBB » 13.03.2020 11:36 Uhr

Hallo,
Pinguino hat geschrieben: Da ich bald über eine PV-Anlage verfügen werde, bietet sich der Einbau einer Klimaanlage an.
Bereits durch die Abschattungswirkung der PV-Module, sofern aufgeständert und hinterlüftet, reduzieren sich die Kühllasten.
http://www.gesbb-energieberatung.de/images/gesbb/kuehlung/kuehlung9.png
Pinguino hat geschrieben:Meines Wissens kann das auch von einem Klimagerät mit Heizfunktion geleistet werden, ....
Theoretisch können die das, ist aber energetisch uneffizient, da Klimaanlagen hinsichtlich Kühlung optimiert sind.
Pinguino hat geschrieben:Hier wäre scheinbar eine dreifache Split-Klimaanlage angebracht.
Als Altenative vielleicht eine Single + Duo. Zudem sind übermäßige Längen der Kältemittelleitungen zu vermeiden. :wink:
Pinguino hat geschrieben:(also zwei Geräte an einem Anschluss über einen Ventil im Sommer und im Winter abwechselnd zu versorgen).
Von solchen Experimenten würde ich dringend abraten.
Pinguino hat geschrieben:Macht es Sinn, eine Klimaanlage vorsätzlich als Heizung zu missbrauchen ...
Mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht!
Pinguino hat geschrieben:oder wäre eine getrennte Wärmepumpe unbedingt vorzuziehen?
Wie wird das Gebäude bisher beheizt? Der Wintergarten wird vermutlich extrem schlecht gedämmt sein (EnEV!), weshalb eine Beheizung mit einer Klimaanlage vermutlich ein Groschengrab wird.
Pinguino hat geschrieben:Ist meine Kostenoptimierungsidee wie oben beschrieben überhaupt machbar/sinnvoll?
Welche Kosten? Nur Invest bzw. Verbrauch, oder Beides?

Um wirtschaftlich und CO2-arm zu sein, müssen Anlagen für Heizung, Kühlung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!Ohne fachgerechte Anlagendimensionierung sind Energieausweise nicht rechtskonform.
Evtl. nachträglich eingefügte Werbung stammt nicht von mir!

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