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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
bigm
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Beitragvon bigm » 22.01.2020 09:40 Uhr

Hallo,

Wir haben eine Ölheizung mit 37KW für unser Haus und eine PV (Strom) Anlage auf dem Dach.
Es ist noch Platz in Westlage auch an der Fassade.

Da ich nicht weiß wie lange der ölbrenner noch macht versuche ich jetzt mal ein paar ideen zu erroieren bin aber maßloß überfordert in der Anzahl der Möglichkeiten.
Da "Berater" meist immer gewisse Vorlieben haben möchte ich mich erst mal neutral informieren bevor man in irgend eine Richtung tätig wird.

Das Haus ist noch nicht vollständig gedämmt (nur Westseite) und die Kunststoffenster sind nun auch 20 Jahre "alt".

Wir haben es lieber warm also 24°C und 1-2 Grad mehr als bei 21Grad zu "frieren"...
Deshalb scheitert eine Luft Wärmepumpe komplett und eine Tiefenborhung müsste um die 300M und tiefer sein damit man auf Grundwasser stößt.

Ich hab jetzt 2 Ideen die evtl. was sind evtl auch totaler blödsinn aber da erhoffe ich mir von euch input :)

Solarthermie:
Was ich sehr spannend fände ist die Heizung und Warmwasser zum großteil aus Vakuumröhren zu versorgen und nur spitzen mit dem Ölbrenner abzufangen. (Vielleicht geht es ja auch komplett?)

Dinge die mir da in den Kopf schießen wären viele Speicher oder das erhitzen eines unterirdischen speichers im sommer für den winter.. (eisspeicher hab ich schon mal gehört mich aber nicht damit beschäftigt..) (fläche für speicher auch unter der erde wären genügend vorhanden).

BHKW:
Ein BHKW wäre vielleicht interessant aber teuer und ist mir die berechnung, effizienz und die mehr oder weniger unkalkulierbaren wartungen (oder die sehr teuren kalkulierbaren) etwas ein dorn im auge.. gerade auch wenn das haus noch komplett gedämmt werden soll in den nächsten 10 jahren ist ein bhkw irgendwie sehr "ungewiss" und ein schwimmbad nicht in planung ;)
da zudem noch kein eauto zur verfügung steht um den strom selbst zu nutzen würde ein großteil des stroms eingespeist werden müssen.


was habt ihr für ideen die man vertiefen könnte?

Danke schon mal!

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Beitragvon energieprojekt » 22.01.2020 10:04 Uhr

Guten Morgen BigM,
nun ich gebe dir recht, es ist etwas schwer den richtigen Berater zu finden.....
Bevor man gemeinsam mit dem Kunden herausfindet welche die "richtige" Heizung ist muss man schauen wie die Eckdaten sind.
Also den Grund dafür finden warum du jetzt einen bestimmten Verbrauch hast und wo der Weg hingeht wenn das "Umfeld" optimiert wurde.
Was alles gemacht werden kann und was dac´von in einem vertretbaren finanziellem Aufwand zum Nutzen ist sollte der Berater dir sagen.
Wenn man dann weiß wie hoch die neue zu erwartende Heizlast ist kann man an die reine Technik gehen....
Mit deiner Vermutung eine Wärmepumpe könnte von den Verbrauchskosten "etwas drüber" sein liegst du bei einer gewünschten Raumtemperatur von 24 °C sicherlich nicht ganz so verkehrt.
Solarthermie, speziell mit Vakuumröhren, kann dir bei guter Auslegung und entsprechendem Puffer sicherlich einen Teil der Wärmeversorgung sichern, ganz wird es bestimmt nicht klappen aber 30-50 % mit entsprechendem Aufwand vielleicht.

Eisspeicher wäre dann wieder eine Kombination mit einer Wärmepumpe, aber aus einigen geplanten Anlagen kann ich dir sagen das hier der finanzielle Aufwand schon extrem ist und die Technik meines Erachtens nicht immer ausgereift.

BHKW, darüber abe ich hier schon einiges geschrieben, eine KWK-Anlage ist zur Grundlastabdeckung aber nicht als Heizung gedacht und sollte auch so geplant werden.

Ich hoffe dir etwas Input von der planerischen Sichtweise gegeben zu haben, gerne kannst du weiter fragen, es werden wohl noch einige User ihre Meinung äussern
Gruß udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon GESBB » 22.01.2020 10:12 Uhr

bigm hat geschrieben:....Wir haben eine Ölheizung mit 37KW für unser Haus...
Ob diese Leistung tatsächlich notwendig war, sollte man erstmal analysieren. In Bestandsanlagen sind die Wärmeerzeuger oft mehr oder weniger heftig überdimensioniert.
bigm hat geschrieben:....Da "Berater" meist immer gewisse Vorlieben haben....
Man sollte sich daher eher an objektive Berater wenden, die weder etwas mit Verkauf oder Installation zu tun haben. :wink:
bigm hat geschrieben:....Deshalb scheitert eine Luft Wärmepumpe komplett und eine Tiefenborhung müsste um die 300M und tiefer sein damit man auf Grundwasser stößt.
Eine Behauptung, Vermutung, die zu beweisen wäre.
Für Erdwärmenutzung braucht man unbedingt bzw. kein Grundwasser. :wink:
bigm hat geschrieben:Solarthermie:....
STA ist in den meisten Fällen für EFH unwirtschaftlich. Gleiches gilt für BHKW.
Solange der tatsächliche Leistungs- und Energiebedarf für Heizung + WW-Bereitung nicht festgestellt wurde, ist alles wilde Spekulation bzw. Rätselraten!
Hierzu gehört auch eine Grundlagenermittlung zur Abklärung des individuellen Nutzerverhaltens sowie eine Ist-Stand Analyse.
Fachlich insgesamt wesentlich anspruchsvoller, als bei einem Neubauprojekt.

Um wirtschaftlich und CO2-arm zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!
Ohne fachgerechte Anlagendimensionierung sind Energieausweise nicht rechtskonform.

Evtl. nachträglich eingefügte Werbung stammt nicht von mir!

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