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Robmantuto
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Beitragvon Robmantuto » 07.07.2019 21:20 Uhr

Hallo allerseits,
bin neu hier und bin nur auf dieses Forum zufällig gestossen, weil ich mich gerade für eine Wärmepumpe interessiere und ich in ein paar Monaten neubauen möchte.
Eigentlich habe ich mich bereits entschieden, eine Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung zu nehmen und habe bereits zwei Angebote bekommen. Einmal eine Anlage von Waterkotte und eine von Viessmann. Jetzt habe ich mich auf einer anderen Seite bei ein Diskussion beteiligt und dort sagte einer, dass solch eine Anlage sich nicht lohnt und man zu einer Luftwärmepumpe greifen sollte und zwar zu der Mitsubishi Zubadan. Man hat wohl sehr gute Erfahrungen damit und diese Pumpe soll auch effizient sein. Zusätzlich hat man mir empfohlen anstatt eines Wasserspeichers Durchlauferhitzer wegen der Legionellen zu nehmen, da direkt das Wasser erhitzt wird und nicht steht. Nun finde ich, dass DHL mehr Strom verbrauchen und davon bräuchte ich wahrscheinlich drei (Bad, Gäste-WC, Küche). Ob das die Lösung ist, glaube ich eher nicht, aber ich lass mich gerne überzeugen.
Dann noch ein paar Daten zum Haus. Das Haus wird 230 m² Wohnflächen haben, wobei wahrscheinlich 30 davon nicht beheizt werden. Es wird eine FBH und PV-Anlage ist auch geplant.
Das Viessmann-Angebot beinhaltet einen Warmwasserspeicher von ca. 170L (der Heizungsbauer sagte, man braucht nicht mehr für 4 Leute).
Vissmann Vitocal Vitocal 333-G BWT 331.B10
Zweites Angebot Waterkotte beinhaltet einen Warmwasserspeicher von ca. 390L (fast das doppelte)
EcoTouch 5029 Ai
EcoStock 390L
Bei Waterkotte bin ich noch immer skeptisch, weil der Service mies sein soll.
Als Alternative, wie schon erwähnt, wäre die Luftwärmepumpe von Mitsubishi
oder als Nachzügler, den ich als letzten Tipp bekommen habe, ist eine Anlage von Dimplex als Luftwärmepumpe (Modell unbekannt) empfohlen worden. Derjenige hat aber das Ding im Keller aufgestellt und sagt, dass er Kosten von 750 € pro Jahr bei 4 Personen hat. Welche Wohnfläche er hat, hat er aber nicht erzählt.
Als Alternative noch als Erdwärmepumpe die Dimplex SIW 6.
Nun sagt mir, welche Erfahrung könnt ihr mir weitergeben, damit m<mir eine Entscheidung leichter fällt.
Danke.

Gruß aus Berlin
Rob

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Beitragvon GESBB » 08.07.2019 05:52 Uhr

Robmantuto hat geschrieben:...Eigentlich habe ich mich bereits entschieden, eine Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung zu nehmen ....
SWP lohnen wirtschaftlich bei tatsächlichen Energiebedarfen ab > 18...20 MWh/a.
http://www.gesbb-energieberatung.de/images/gesbb/anlagentechnik/anlagentechnik3.png< br />
Robmantuto hat geschrieben:...Ob das die Lösung ist, glaube ich eher nicht, aber ich lass mich gerne überzeugen.
E-Direkt wäre sehr hoch im Verbrauch. 1 kWh thermischer Bedarf benötigt 1 kWh Elektroenergie. Eine fachgerecht dimensionierte WP-Anlage macht dagegen mit 1 kWh Elektroenergie 3,5...5 kWh Nutzenergie. :D
Robmantuto hat geschrieben:...Nun sagt mir, welche Erfahrung könnt ihr mir weitergeben, damit m<mir eine Entscheidung leichter fällt.
Einen verkaufsunabhängigen Fachmann konsultieren, der entsprechende Anlagen plant/dimensioniert. Im Rahmen einer Grundlagenermittlung wird z.B. der tatsächliche Leistungs- und Energiebedarf für Heizung und WW ermittelt.
Erst mit diesen Ergebnissen erfolgt danach die Auswahl einzelner Hersteller/ Geräte.

Um wirtschaftlich und CO2-arm zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!
Ohne fachgerechte Anlagendimensionierung sind Energieausweise nicht rechtskonform.

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Beitragvon Robmantuto » 08.07.2019 13:12 Uhr

SWP lohnen wirtschaftlich bei tatsächlichen Energiebedarfen ab > 18...20 MWh/a.
http://www.gesbb-energieberatung.de/ima ... chnik3.png

Dann gehe ich davon aus, dass sich die Anlage bei uns lohnt...
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Beitragvon maggykaa » 11.07.2019 08:30 Uhr

Gleich kommt sicher unser DV-Starverkäufer und verspricht das Blaue vom Himmel.

Ich an Deiner Stelle würde zum kleinsten Solepümpchen raten mit einem schön dicken Kollektor im Garten.

Und falls man es nicht selber machen kann, ggf. auch eine Tiefensonde, die kann man auch auf deutliche Plus-Grade auslegen und quasi mit Reinwasser fahren.

Zwar spielt bei 6000 KWh Energiebedarf die AZ keine so entscheidende Rolle, doch da die Preise langfristig nicht sinken und der effektive Energiehunger der Gebäude sehr häufig von dem nominellen Bedarf dramatisch abweicht (WW-Bedarf, Kältebrücken), würde ich keine Experimente eingehen und von einer Luftpumpe absehen.
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Beitragvon gergen-dv » 11.07.2019 14:44 Uhr

maggykaa: bist Du Hellseher? Keinesfalls verspreche ich 'das Blaue vom Himmel' sondern führe FAKTEN auf, die nachprüfbar sind!!!
So steht z.B. im Saarland ein Neubau (Bj 2017) mit 190 qm Wfl. und 6,5 kW Wärmebedarf. Dieses Haus wurde - ohne jegliche Eigenleistung - mit unserem Eneregiekonzept realisiert. D.h.: PV (9,9 kW/p) Batteriespeicher, Eneregiecloud und einer Direktverdampfer-WP.
Im Internet ist auf der Website www.eco-pump.de die exakte, abgerechnete Kostenübersicht veröffentlicht. Die energetische Ausstattung hat dazu geführt, dass der Kunde vom 2. Juli 2018 (rückgerechnet auf 1 Jahr) genau 9519 kWh an Strom produziert hat, demgegenüber aber nur 8646 kWh an Strom verbraucht hat - EINSCHLIEßLICH DER WÄRMEPUMPE.
Tja, was soll ich denn unter diesen Vorzeichen Interessenten 'das Blaue vom Himmel' erzählen wenn die FAKTEN eine eindeutige Sprache sprechen?
Und was kostet Dein Vorschlag (kleinstes Solepümpchen) insgesamt (Erdarbeiten etc. etc.)?
Näheres kannst Du Dir auch unter facebook.com/ecopumpsystem ansehen - es lohnt sich!
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Beitragvon GESBB » 12.07.2019 05:15 Uhr

gergen-dv hat geschrieben:..... und 6,5 kW Wärmebedarf.

Wärmebedarf = Energiebedarf (kWh). 6,5 kW ist dagegen eine Leistung!
Diese Verwechselung hat schon zu allerhand Problemen geführt!

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Beitragvon GESBB » 15.07.2019 09:34 Uhr

Robmantuto hat geschrieben:...Dann gehe ich davon aus, dass sich die Anlage bei uns lohnt...
Gut, dann ist die Quelle einer WP ja damit schon geklärt :wink:
Leider werden bei der Quellendimensionierung von SWP häufig Fehler gemacht.
Ausgangsbasis für deren Dimensionierung ist u.a. die tatsächlich benötigte Entzugsleistung und -energie für Heizung und WW. Bei Nichtbeachtung kann das zu einer meist schleichenden Ermüdung der Quelle führen (2..5 Jahre).
Die Folge sind überhöhte Verbrauchskosten, CO2 Emissionen (schlechte JAZ, Anlagenaufwandszahl) auf Dauer.

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Beitragvon rosebud » 15.07.2019 11:41 Uhr

An gergen-dv: Welche elektrische Leistung hat die WP, bei welcher Außentemperatur schaltet sie um auf Elektroheizung und wieviel kWh passen in den Batteriespeicher?
Der ärgste Gegner der erneuerbaren Energien ist die Dreisatzrechnung
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Beitragvon gergen-dv » 17.07.2019 13:36 Uhr

die elektrische Leistung der 6,64 kW-WP beträgt 1,34 kW
Es handelt sich um einen 8 kW-Batteriespeicher von senec in Verbindung mit einer Energiecloud!!!
NEIN, die Anlage schaltet sich nicht aus, da es sich um eine ERDWÄRMEPUMPE und nicht um eine Luft-WP handelt.
Weitere Details (auch Fotos und Filmsequenzen) findest Du auf der Website und auf facebook
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Beitragvon GESBB » 17.07.2019 14:26 Uhr

Hallo,
gergen-dv hat geschrieben:die elektrische Leistung der 6,64 kW-WP beträgt 1,34 kW

Frage:
Wie können hier die Anlagenbetreiber die Anlagenaufwandszahl bzw. JAZ im praktischen Betrieb ermitteln?

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