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Semmel15
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Beitragvon Semmel15 » 30.06.2019 15:19 Uhr

Hallo miteinander!
Als Neuling gleich eine komplexe Frage..

Ich habe eine thermische Solaranlage aus dem "Projekt Phönix", falls das noch jemandem etwas sagt.
Die Anlage ist jetzt 24 Jahre alt und ich habe in der Solarstation eine oder zwei undichte Stellen. Vermutlich durch die Hitze der letzten Tage. Mein Heizungsmonteur meinte, es sei wohl am besten, die Solarstation komplett zu erneuern und die Anlage neu zu befüllen.
(Der Wärmeträger ist übrigens noch nie erneuert worden und wäre sowieso "dran") Meine Vorstellungen gehen eher dahin, die Undichtigkeiten zu beseitigen und die Trägerflüssigkeit auszutauschen. Ein Pumpentausch wäre auch zu überdenken.
Lohnt es, die vorhandene Pumpe zu ersetzen? (Bild im Anhang)
Danke für eure Ratschläge, Hubert
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Beitragvon energieprojekt » 30.06.2019 20:25 Uhr

Guten Abend und einen Gruß ins Siegerland.
Dein Heizungsbauer hat nicht ganz unrecht.
Die Solarflüssigkeit sollte auf jeden Fall getauscht werden und dazu würde ich den Solarkreislauf reinigen.
Die heutigen , modernen Pumpen brauchen deutlich weniger Strom (Ersparnis bis zu 90%) diese Maßnahme ist ggf förderfähig.
Ob die Solarstation getauscht werden muss liegt an dem Ausmaß der Undichtigkeiten
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon Semmel15 » 02.07.2019 17:33 Uhr

Hallo Udo

und einen schönen Gruß zurück ins befreundete Ausland! :)
Danke für die Info, die Flüssigkeit ist wohl hauptsächlich an dem Stellstift für die Schwerkraftbremse ausgetreten, ob man das wieder dicht bekommt ist die Frage. Eine weitere Undichtigkeit ist an der Verschraubung der Pumpe. Falls man die Pumpe tauscht, würde ja sowieso neu eingedichtet. Die Pumpe, die mein Installateur vorschlägt, ist die Grundfos UPM3 Solar 15-75. In deren Daten ist eine Förderhöhe von max. 7,5m angegeben. Problem: Bei mir besteht eine Förderhöhe von etwa 9m, eher mehr. Wie ist das zu bewerten? Ich habe noch keine Solarpumpe gefunden, die explizit diese Höhe bringt.Die alte Pumpe - immer betrieben auf Stufe 2 mit 58W hat das klaglos geschafft.

Hubert
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Beitragvon GESBB » 02.07.2019 18:45 Uhr

Semmel15 hat geschrieben:.... In deren Daten ist eine Förderhöhe von max. 7,5m angegeben. Problem: Bei mir besteht eine Förderhöhe von etwa 9m, eher mehr. Wie ist das zu bewerten?

Die Förderhöhe einer Pumpe hat nichts mit der Gebäudehöhe zu tun, da es ein geschlossenes System ist.
Die Förderhöhe (m) ist ein Synonym bzw. andere, veraltete Einheit für den Gesamtdruckverlust.
1 mWS = 9,81 kPa = 98,1 mbar = 9806,65 N/m²
Leider bei Pumpen immer noch zu finden.
http://www.gesbb-energieberatung.de/images/gesbb/hydraulik/hydraulik1.png
Der Arbeitspunkt für den Betriebsparameter Volumenstrom ist der Schnittpunkt zwischen Pumpen- und Anlagenkennlinie. Die Anlagenkennlinie wird vom Planer berechnet und danach die geeignete Pumpe/Hersteller ausgewählt.

Um wirtschaftlich und CO2-arm zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!
Ohne fachgerechte Anlagendimensionierung sind Energieausweise nicht rechtskonform.

Evtl. nachträglich eingefügte Werbung stammt nicht von mir!
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Beitragvon energieprojekt » 02.07.2019 19:56 Uhr

Hallo Hubert,
GeSBB hat es passend erklärt.
Die meisten modernen Pumpen werden eh elektronisch angesteuert und dann auch im Teillastbereich arbeiten.
Die Stellschraube der Schwerkraftbremse abzudichten ist ein schwieriges unterfangen.
Eine Solarstation kostet nicht die Welt, dann hättest du auch direkt ein neues Membransicherheitsventil
Gruß Udo von http://www.energieprojekt.biz
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Beitragvon Semmel15 » 05.07.2019 22:22 Uhr

Vielen Dank für eure Erklärungen!

Ich bin noch unschlüssig, was zu tun ist. Momentan läuft die Anlage wieder zufriedenstellend. Der Wechsel der Solarstation mit Ausdehnungsgefäß und Neubefüllung soll in Summe weit über 1000 Euro kosten. Da muss die Sonne aber sehr lange scheinen, um einen Mehrwert gegenüber der jetzigen Situation zu bringen.
Die Phönix Solaranlagen damals waren im Grunde Do-it-yourself Pakete, die zu Hunderten verkauft wurden. Sie waren - bis auf die Leitungslängen - alle gleich, da wurde nix im Vorhinein berechnet und angepasst. (Habe versucht, nach dem Hinweis von GESBB mich in die Problematik einzulesen.) Sie haben aber der Solartechnik in Deutschland den entscheidenden Schub verpasst.

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Beitragvon energieprojekt » 06.07.2019 20:53 Uhr

Hallo Hubert meine Anlage war auch eine Phönix-Mega und ist jetzt knapp 20 Jahre alt.
Regelmäßige Wartung und Service ist bei jedem technischen Produkt wichtig.
Beim Auto beschwert sich nieman im Jahr 400 oder 1000 € für eine Inspektion zu bezahlen. Im Haus wird dies alles etwas Stiefmütterlich behandelt
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon maggykaa » 11.07.2019 08:26 Uhr

Bei diesem Sachverhalt stellen sich mir die Nackenhaare. Wir sind ein Kundendienstunternehmen und führen den Werkkundendienst einen Hersteller durch.

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