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AnnaPiiep
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Beitragvon AnnaPiiep » 08.07.2018 10:01 Uhr

Hallo zusammen!

Trotz stundenlangem googlen komme ich einfach nicht weiter und hoffe, das mir jemand helfen kann.

Wir wohnen seit April diesen Jahres in unserem EFH mit 160 m2 Wohnfläche. Wir haben nach KfW 55 gebaut.
Heizen tun wir mit einer Erdwärmepumpe der Marke Vissmann (Vitocal 222-g 6,1kW ). Laut Energieausweis haben wir einen Energiebedarf von 17,8 (kwh/m3+a).

Nun ist es so, das wir momentan aufgrund des warmen Wetters ausschließlich WW bereiten lassen. Wir brauchen dafür momentan 3-4,5 kwh Strom pro Tag. Mir erscheint das im Hinblick auf die Berechnungen sehr hoch.

Unsere Soll-Temperatur des WW ist 50 Grad. WW Bereitung findet von 5-22 Uhr statt. Die Zirkulationspumpe läuft auch in diesem Zeitraum, jedoch nur im 5/25 Takt, d.h. die Zirkulation wir 2* pro Stunde für 5 Minuten eingeschaltet.

Nun ist es so, das die WP alle 3 Stunden für 15 Minuten das WW aufheizt. Damit kommen wir auf den mE hohen Verbrauch. Ist das normal? Ich habe zwar Vergleichdatenbanken durchgeschaut, aber bis auf deutlich geringeren Verbrauch als bei uns kann ich nichts erkennen. :(

GESBB
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Beitragvon GESBB » 08.07.2018 17:50 Uhr

Hallo,
AnnaPiiep hat geschrieben:Wir wohnen seit April diesen Jahres in unserem EFH mit 160 m2 Wohnfläche. Wir haben nach KfW 55 gebaut.
Heizen tun wir mit einer Erdwärmepumpe der Marke Vissmann (Vitocal 222-g 6,1kW ). Laut Energieausweis haben wir einen Energiebedarf von 17,8 (kwh/m3+a).
Es werden wohl kWh/m²*a sein :wink:
Die Ergebnisse aus einem Energieausweis sind hier völlig wertlos, da sie mit Realität absolut Nichts zu tun haben!
http://www.gesbb-energieberatung.de/images/gesbb/gebaeude/energetische-gebaeude-optimier ung.png
Das wird der Typ BWT 221.A06 sein.
Grundsätzlich halte ich von solchen Kompaktgeräten wenig, da der indirekt beheizte WW-Speicher oftmals zu klein ist. Ebenso die WT Fläche gegenüber „wärmepumpenfreundlichen“ WW-Speichern.
6 KW SWP bei 160m² KfW55 erscheint recht heftig.
Vermutlich war das hier ein GU/GÜ Bauvorhaben.
Hoffentlich gibt es keinen Pufferspeicher im Heizkreislauf.
AnnaPiiep hat geschrieben:Nun ist es so, das wir momentan aufgrund des warmen Wetters ausschließlich WW bereiten lassen.
Das passiert doch eigentlich automatisch, falls korrekte Regelungseinstellung ;-)
AnnaPiiep hat geschrieben:Wir brauchen dafür momentan 3-4,5 kwh Strom pro Tag. Mir erscheint das im Hinblick auf die Berechnungen sehr hoch.
Wie gesagt, diese EnEV/ KfW Berechnungen sind hierfür völlig wertlos!
Was zeigt denn der WMZ für WW an? Heizstab deaktiviert?
AnnaPiiep hat geschrieben:Nun ist es so, das die WP alle 3 Stunden für 15 Minuten das WW aufheizt.
Wenn in der Zwischenzeit ausreichend WW gezapft wurde, kann das vorkommen. Hystereseeinstellung überprüfen. Allerdings sind solche kurzen Taktzeiten eher ungewöhnlich. Per anno ~ 3000 Lastwechsel allein durch WW!! Nicht gut für die Lebensdauer des Verdichters.
AnnaPiiep hat geschrieben:Damit kommen wir auf den mE hohen Verbrauch. Ist das normal?
Normal wäre, wenn mit 1 kWh Verbrauch, ~ 3,8…4 kWh Nutzenergie erzeugt werden.
AnnaPiiep hat geschrieben:Ich habe zwar Vergleichdatenbanken durchgeschaut, aber bis auf deutlich geringeren Verbrauch als bei uns kann ich nichts erkennen.
Solche Vergleiche Äpfel mit Birnen sind eigentlich wertlos.

Um wirtschaftlich zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!
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Beitragvon AnnaPiiep » 14.07.2018 14:22 Uhr

Hallo!
Danke erstmal für die Antwort.

DA ich zu doof bin, die Kommentare zu kopieren, setzte ich die Antworten jetzt einfach in fett.

da der indirekt beheizte WW-Speicher oftmals zu klein ist. Ebenso die WT Fläche gegenüber „wärmepumpenfreundlichen“ WW-Speichern.
6 KW SWP bei 160m² KfW55 erscheint recht heftig.


--> Der Speicher ist nicht das Problem, wir hatten bisher nie das Problem kein WW zu haben. 6KW ist zu viel? Welche Auswirkungen könnte das haben? Wir haben die Heizung im "Komplettpaket gekauft".. Laut Installationsunterlagen gibt es einen Reiehenpuffer, aber wie der eingebunden ist, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Laut Montageplan führen nur kalte Leitungen in den Speicher.

Wie gesagt, diese EnEV/ KfW Berechnungen sind hierfür völlig wertlos!
Was zeigt denn der WMZ für WW an? Heizstab deaktiviert?


--> Was der WMZ anzeigt weiß ich nicht, da dieser im Gerät integriert ist. Mir wurde gesagt, man kann den nicht ablesen. Hier muss ich allerdings nochmal hinterhertelefonieren, da das ja irgendwie nicht Sinn der Sache ist. Elektroheizstab ist ausgeschaltet.

Wenn in der Zwischenzeit ausreichend WW gezapft wurde, kann das vorkommen. Hystereseeinstellung überprüfen. Allerdings sind solche kurzen Taktzeiten eher ungewöhnlich. Per anno ~ 3000 Lastwechsel allein durch WW!! Nicht gut für die Lebensdauer des Verdichters.

--> Hysterese liegt bei 5000, es wird also bei 45 Grad neu aufgeheizt. Und nein, es wurde in der Zwischenzeit (als ich beobachtet habe) nahezu gar kein WW gezapft. Es lief "nur" die Zirkulationspumpe für 10 Minuten pro Stunde.

Ich habe die Zeiten der Zirkulationspumpe inzwischen reduziert. Dadurch hat sich auch der Verbrauch leicht reduziert. Ich werde das in den kommenden Tagen weiter beobachten.
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Beitragvon GESBB » 14.07.2018 19:12 Uhr

Hallo,
AnnaPiiep hat geschrieben:--> Der Speicher ist nicht das Problem, wir hatten bisher nie das Problem kein WW zu haben.

Gut, dann ist die Wassermenge scheinbar ausreichend. Bei einem größeren Speicher könnte jedoch die Stütztemperatur niedriger gehalten werden => geringerer Verbrauch.

AnnaPiiep hat geschrieben:6KW ist zu viel?
Vermutlich ja. Was steht denn in der Heizlastberechnung (DIN 12831 ausführliches Verfahren)?
AnnaPiiep hat geschrieben:Welche Auswirkungen könnte das haben?
Z.B. verstärktes Takten insbesondere nahe der Heizgrenze. Reduziert u.a. die Lebensdauer des Verdichters. Schlechtere JAZ => höhere Verbrauchskosten.
AnnaPiiep hat geschrieben: Wir haben die Heizung im "Komplettpaket gekauft"..
Das hatte ich vermutet :(
AnnaPiiep hat geschrieben:Laut Installationsunterlagen gibt es einen Reiehenpuffer,..
Im Heizkreislauf?
Bei fachgerechter Anlagendimensionierung sind die dort in den meisten Fällen völlig unnötig. Zudem zu teuer. Vielleicht ist Übervorteilen hierfür der richtige Begriff.
AnnaPiiep hat geschrieben:Was der WMZ anzeigt weiß ich nicht, da dieser im Gerät integriert ist. Mir wurde gesagt, man kann den nicht ablesen.

Auweih, das ist ja schon bösartig!
AnnaPiiep hat geschrieben:Hysterese liegt bei 5000,...

Diesen Wert dürfte es hier absolut nicht geben!
AnnaPiiep hat geschrieben: es wird also bei 45 Grad neu aufgeheizt.
Das hört sich plausibel an.
AnnaPiiep hat geschrieben:Es lief "nur" die Zirkulationspumpe für 10 Minuten pro Stunde.
Die "saugt" den WW-Speicher leer und heizt bei ungedämmten Zirk.leitungen das Gebäude :cry:
AnnaPiiep hat geschrieben:Ich habe die Zeiten der Zirkulationspumpe inzwischen reduziert. Dadurch hat sich auch der Verbrauch leicht reduziert.

Versuchsweise mal ganz ausstellen.

Um wirtschaftlich zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!
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Beitragvon GüntherV1969 » 17.08.2018 05:54 Uhr

Was der WMZ anzeigt weiß ich nicht, da dieser im Gerät integriert ist. Mir wurde gesagt, man kann den nicht ablesen. Hier muss ich allerdings nochmal hinterhertelefonieren, da das ja irgendwie nicht Sinn der Sache ist. Elektroheizstab ist ausgeschalte
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Beitragvon WP- Profi Kälteheinz » 17.08.2018 08:11 Uhr

Wir vom Technikerteam vom Kälteheinz sehen hier einen deutlich zu hohen Verbrauch. Wir empfehlen die Verbräuche, auch Hzg, zu dokumentieren . Aus dem Zusammenhang können wir vo Technerkerteam vom Kälteheinz dann die Fehlerursache ermitteln


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