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Bernd1957
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Beitragvon Bernd1957 » 28.01.2018 17:10 Uhr

Hallo, liebe Wärmepumpenexperten,

ich habe auch ein großes Problem.

Ich habe seit etwa 10 Jahren eine "Novelan LA 10.1" Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Diese wurde mir damals von meinem ersten Heizungsbauer eingebaut, nachdem die Gaspreise massiv gestiegen waren und ich nach einer Alternative suchte. Leider haben sich die damaligen Werbeaussagen nicht bewahrheitet und ich verbrauche immer noch viel zu viel Strom für die Wärmepumpe.

Ich habe inzwichen auch schon so Einiges selbst versucht, weil meine Heizungsbauer mir, wie bei vielen das Ding einfach nur hingestellt hat und keinerlei Beratung dazu erfolgt ist.

Ich habe die Heizungskurve immer wieder angepasst, Schaltzeiten eingeführt, einen Kamin mit Wassertaschen eingebaiut, der den Pufferspeicher bei Betrieb des Kamins wieder auflädt, die Warmwasserhysterese für Brauchwasser auf 6K angepasst, usw..

Leider kenn ich mich als Laise aber viel zu wenig mit der Technik aus, aber wenn ich andere Wärmepumpenbesitzer mit ihren Verbräuchen sehe, wird mir immer ganz schlecht.

Irgend etwas stimmt bei mir nicht oder wie würdet ihr es sehen, wenn bei einen EFH nit einer beheizte nWohnfläche von gerade nal 140 qm über 8500 KW Strom im Jahr verbrauche ? Anderer benötigen dafür die Hälfte.

Nun hatte ich mir einen Heizungsbauer besorgt, der selbst auch Novelan Wärmepumpen verkauft und installiert. Der meinte nun, ich sollte mal als erstes die Heizungsumwälzpumpen zwischen Wärmepumpe und Pufferspeicher ändern. Ich habe dann wieder für viel Geld größere und neuere Umwälzpumpen einbauen lassen, aber der Verbrauch ändert sich immer noch nicht.

Nun wird hier im Forum immer wieder empfohlen, das Überstromventil in der Wärmepumpe zu schließen und die Einzelraumregelungen abzubauen. Frage, wozu ist den dann das Überstromventil überhaupt eingebaut ? Hat das nicht eine Sicherheitsfunktion ? Und wie regele ich das, wenn einzelne Räume wie zum Beispiel Bäder viel wärmer sein sollen ?

Noch was zu meiner Heizung: Ich habe ein Fußbodenheizung im Erdgeschoss und Heizkörper im Obergeschoss. Leider ist die FBH schon aus dem Jahr 1985 und dementsprechend nicht auf dem aktuellen Stand der Technik. Da Sie aber in Estrich liegt, will und kann ich sie auch nicht einfach so austauschen.

Im Übrigen ist zwischen Pufferspeicher und FBH ein Mischer verbaut, der die Vorlauftemperatur für die FBH runter regelt. Das stammt alles noch von der Gasheizung und ist sicher für die WP nicht optimal. Auch den Heizstab habe ich mehr oder weniger ausgeschaltet, er schaltet scih erst bei Minus 12 Grad zu. Daher kann der hohe Verbrauch also auch nicht kommen.

Leider hat diese Anlage zu allem Unglück auch keine Auslesemöglichlichkeit für Daten, sondern nur einen seriellen Datenport. Deswegen kann ich euch noch nicht mal Taktzeiten oder sowas zur Verfügung stellen.

Wer kann mir da mit verständlichen Worten wirklich weiterhelfen ?

LG

Bernd

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Beitragvon energieprojekt » 29.01.2018 11:48 Uhr

Hallo Bernd, willkommen bei Energieportal24.de
Deine Probleme sind nicht neu oder ungewöhnlich. Immer wieder werden Heizsysteme empfohlen und verkauft die eigentlich nicht geeignet sind und im Vorfeld auch nicht mit dem nötigen Sachverstand ausgewählt wurden.....
In deinem Fall wurde dann wohl versucht der Teufel mit dem Belzebub auszutreiben.........
Vor 10 Jahren mag der gaspreis steigend gewesen sein allerdings ist der Strompreis in den letzten 10 Jahren um 100 % gestiegen (also deutlich mehr als beim Gas).
Nun müßte die Leistungszahl(Wirkungsgrad) der Wärmepumpe schon extrem hoch sein um hier einen Preisvorteil zu erzielen. Der einzige der was verdient hat ist der Heizungsbauer, nämlich den Gewinn durch einen Wärmeerzeuger der schnell mal das 3-4fache eines Gasgerät kostet.
Aber zu deinem Problem, was meinst du mit Fußbodenheizung nicht dem Stand der Technik?
Was hier passieren kann ist ein verschlammen des Systems was sich aber für ein paar Hundert €uro langfristig beheben lässt.
Die Heizkörper im Obergeschoss lassen sich ggf vergrößern und damit die Vorlauftemperatur senken.
Hier wäre 2 Ansätze den Verbrauch zu senken, dann den hydraulischen Abgleich ausführen lassen. Ein weiterer mal zu überprüfen wie es technisch um dir Wärmepumpe gestellt ist
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz
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Beitragvon GESBB » 30.01.2018 07:53 Uhr

Hallo,
Bernd1957 hat geschrieben:Leider haben sich die damaligen Werbeaussagen nicht bewahrheitet und ich verbrauche immer noch viel zu viel Strom für die Wärmepumpe.
Wer sich allein nur auf Werbeaussagen von Verkäufern verlässt, greift meist ins wirtschaftliche Klo!
Bernd1957 hat geschrieben:Ich habe die Heizungskurve immer wieder angepasst, Schaltzeiten eingeführt, einen Kamin mit Wassertaschen eingebaiut, ..

Wasserführende Kaminöfen vertragen sich meist absolut nicht mit WP, was die Verkäufer den ahnungslosen Bauherren natürlich verschweigen.
Bernd1957 hat geschrieben:Irgend etwas stimmt bei mir nicht oder wie würdet ihr es sehen, wenn bei einen EFH nit einer beheizte nWohnfläche von gerade nal 140 qm über 8500 KW Strom im Jahr verbrauche ?

Das erscheint spekulativ mehr als deutlich heftig. Hinzu kommt ja noch das Holz.
Bernd1957 hat geschrieben:Ich habe dann wieder für viel Geld größere und neuere Umwälzpumpen einbauen lassen, aber der Verbrauch ändert sich immer noch nicht.
Das war wohl auch nicht anders zu erwarten!
Bernd1957 hat geschrieben:Nun wird hier im Forum immer wieder empfohlen, das Überstromventil in der Wärmepumpe zu schließen und die Einzelraumregelungen abzubauen.

In I-Net Foren wird häufig Unsinn verbreitet. Diese anonymen Ratgeber sind i.d.R. keine ausgebildeten Fachleute.
Bernd1957 hat geschrieben:Hat das nicht eine Sicherheitsfunktion ?

Korrekt. Daher nur bei sorgfältig und fachgerecht dimensionierten Anlagen entbehrlich.
Bernd1957 hat geschrieben:Und wie regele ich das, wenn einzelne Räume wie zum Beispiel Bäder viel wärmer sein sollen ?

Volumenstrom und/oder VLT erhöhen. Ersteres klappt nur, wenn die Förderhöhe der Heizkreispumpe das auch hergibt. U.U. werden andere Räume unterversorgt. Letzteres erhöht den Energieverbrauch.
Bernd1957 hat geschrieben:Noch was zu meiner Heizung: Ich habe ein Fußbodenheizung im Erdgeschoss und Heizkörper im Obergeschoss.

Heizkörper sind selten wärmepumpenfreundlich. Als schwächstes Glied in der Kette bestimmen diese die System VLT!
Bernd1957 hat geschrieben:Da Sie aber in Estrich liegt, will und kann ich sie auch nicht einfach so austauschen.
Vielleicht sind ergänzende Wandheizflächen möglich.
Bernd1957 hat geschrieben:Im Übrigen ist zwischen Pufferspeicher und FBH ein Mischer verbaut, der die Vorlauftemperatur für die FBH runter regelt.

Dann muß man sich überhaupt nicht wundern. Pufferspeicher im Heizkreislauf sind Effizienzkiller.
Bernd1957 hat geschrieben:Auch den Heizstab habe ich mehr oder weniger ausgeschaltet, er schaltet scih erst bei Minus 12 Grad zu. Daher kann der hohe Verbrauch also auch nicht kommen.

Korrekt!
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Beitragvon WP- Profi Kälteheinz » 02.02.2018 18:13 Uhr

zwischen Pufferspeicher und FBH ein Mischer verbaut ??? in den kreisen vom Profi-Taem vom Kälteheinz nennt man bei verwendung einer WP als quelle den Mischer als Energievernichtungseinheit. über solche groben installationsdesaster freuen sich die aktionäre der EVUs. Wir vom Profitechniker Taem vom Kälteheinz sind jedesmal entsetzt . offen gesagt ist ee eine unverschämte freschheit dem kunden so etwas anzutun. unser beileid vom profitaem vom Kälteheinz
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Beitragvon Bernd1957 » 04.08.2018 13:51 Uhr

Hallo, ok aber wenn ich unsere Heizkorper im Obergeschoss mit ca 40 Grad Vorlauf beiheizen muss und die FBH mit ca 30 Grad, dann brauche ich doch einen Mischer oder nicht ?

Was wäre die Alternative ?
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Beitragvon GESBB » 05.08.2018 07:30 Uhr

Hallo,
Bernd1957 hat geschrieben:Hallo, ok aber wenn ich unsere Heizkorper im Obergeschoss mit ca 40 Grad Vorlauf beiheizen muss und die FBH mit ca 30 Grad, dann brauche ich doch einen Mischer oder nicht ?

Korrekt. Sinnvolle Alternativen gibt es hierfür nicht.
Ist eine WP als Wärmeerzeuger vorgesehen, eignen sich idR Heizkörper nicht als Heizflächen. => Fußboden-, Wandheizflächen.
Um wirtschaftlich zu sein, müssen Anlagen für Heizung und WW-Bereitung fachgerecht dimensioniert werden!
Evtl. nachträglich eingefügte Werbung stammt nicht von mir!

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Beitragvon GüntherV1969 » 17.08.2018 05:53 Uhr

Aber zu deinem Problem, was meinst du mit Fußbodenheizung nicht dem Stand der Technik?
Was hier passieren kann ist ein verschlammen des Systems was sich aber für ein paar Hundert €uro langfristig beheben lässt.
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Beitragvon energieprojekt » 17.08.2018 13:46 Uhr

Hallo GüntherV1969,
was bringt es wenn du hier Teile meiner Statements aus dem Zusammenhang gerissen kopierst und veröffentlichst ?
falls due Fragen hast stelle diese einfach, solltest du Hilfestellung leisten können ist auch dies gerne gesehen.
Gruß Udo von www.energieprojekt.biz

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