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Wasserwärmer
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Beitragvon Wasserwärmer » 11.02.2006 23:22 Uhr

Solarunterstützung ist sehr gut, ob Röhrenkollektoren unbedingt die beste Lösung ist, kann so pauschal nicht gesagt werden. Hier einige Nachteile von Röhren:

- geringere Haltbarkeit
- mitunter höherer Ertrag auf die Absorberfläche, nicht aber auf die Dachfläche bezogen
- schlechteres Verhalten im Winter bei Schnee
- höherer Preis
Viele Grüße aus dem sonnigen Norden
(Rügen Hiddensee und Darß)

Gast

Beitragvon Gast » 12.02.2006 13:31 Uhr

Hallo Wasserwärmer,
ich bin schon etwas ratlos, was ich nun machen soll, Flach-, Röhren- oder gar keinen Kollektor. Auch, nachdem ich Eure Site "Seylolar" angesehen habe. Das ist wieder was anderes.
Ist das denn ausreichend getestet?
Und wäre das evtl. was für mein Vorhaben?
Ich habe im ganzen Haus Fußbodenheizung, zu deren Unterstützung ich die Kollektoren aufs Dach setzen wollte.
Ist da auch mal eine unverbindliche Grobplanung möglich. Vielleicht könnte das eine Übungsarbeit für einen der Studenten sein.
Ich habe schon seit 1980 fünf Kollektoren auf dem Dach, die aber nie das Erhoffte geschafft haben und inzwischen gar nichts mehr bringen.

Gruß aus dem Süden
Fritzi
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Beitragvon Fritzi » 12.02.2006 18:10 Uhr

Anonymous hat geschrieben:Hallo Wasserwärmer,
ich bin schon etwas ratlos, was ich nun machen soll, Flach-, Röhren- oder gar keinen Kollektor. Auch, nachdem ich Eure Site "Seylolar" angesehen habe. Das ist wieder was anderes.
Ist das denn ausreichend getestet?
Und wäre das evtl. was für mein Vorhaben?
Ich habe im ganzen Haus Fußbodenheizung, zu deren Unterstützung ich die Kollektoren aufs Dach setzen wollte.
Ist da auch mal eine unverbindliche Grobplanung möglich. Vielleicht könnte das eine Übungsarbeit für einen der Studenten sein.
Ich habe schon seit 1980 fünf Kollektoren auf dem Dach, die aber nie das Erhoffte geschafft haben und inzwischen gar nichts mehr bringen.

Gruß aus dem Süden

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Beitragvon Wasserwärmer » 12.02.2006 21:00 Uhr

Was für Kollektoren sind das, ist schon eine "Ursachenforschung" gemacht worden, warum da nichts mehr kommt?
Viele Grüße aus dem sonnigen Norden
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Beitragvon Fritzi » 13.02.2006 18:29 Uhr

Wasserwärmer hat geschrieben:Was für Kollektoren sind das, ist schon eine "Ursachenforschung" gemacht worden, warum da nichts mehr kommt?


Die waren damals von "SES-Sonnen-Energie-Systeme-Friedrich Müller". 1978 oder 1979 waren das Testsieger. Mit installiert wurde ein 500 Lt-Solarboiler "Type 6656". Unter der damaligen Adresse Crailsheim ist diese Firma nicht mehr zu finden, wahrscheinlich gibt es sie nicht mehr.

Danke für Ihr Interesse. Gruß Fritzi
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Beitragvon kasch » 14.02.2006 23:32 Uhr

Hallo Fritzi,
ich versuche einmal, dir ein paar Anhaltspunkte für eine Grobplanung zu geben. Man sollte sich bei der eigenen Planung nicht zu sehr von den "Erfahrungswerten" anderer Installationen leiten lassen, wenn man nicht die gesamten Bedingungen kennt. Eine solare Heizungsunterstützung kann in Düsseldorf Sinn machen, am Bodensee vielleicht nicht. Ob eine Installation sinnvoll ist oder nicht, hängt vom Wärmebedarf des Hauses und von anderen 29 Faktoren ab.
Dass du im ganzen Haus eine Fußbodenheizung hast, ist sicher im Sinne einer solaren Heizungsunterstützung gut, aber nicht ausreichend. Ich nehme an, dass die gesamte Hausinstallation ebenfalls aus dem Jahre 1980 ist, incl. der Fußbodenheizung. Wie ich bereits in einem anderen Beitrag geschildert habe, ist eine möglichst kleine Vorlauftemperatur des Heizsystems eine Voraussetzung für eine hohe Effizienz der solaren Wärmeunterstützung. In einem anderen Beitrag hat ein Forumleser darauf hingewiesen, dass auch mit anderen Heizsystemen ein solarer Ertrag geerntet werden kann. Das ist sicher richtig, aber eben doch nicht so effizient. Ein Beispiel: In einer Radiatorenheizung ist die Vorlauftemperatur 60°C die Rücklauftemperatur vielleicht 40°C. Dieses Temperaturniveau mittels Solarkollektoren zu erreichen, ist die Voraussetzung um solare Energie zu ernten. Es ist einleuchtend, dass dieses Temperaturniveau im Winter durch Sonnenkollektoren schwerer zu erreichen ist, als eine Rücklauftemperatur von 25°C.
Daher ist das Heizsystem (eine möglichst geringe Rücklauftemperatur) so wichtig. Unwichtig dabei ist, ob die Heizung mit Gas, Öl, Wärmepumpe, Pellets o.ä. funktioniert, auf die Rücklauftemperatur der Heizung kommt es an.
Wenn du jetzt eine Rücklauftemperatur von über 35°C hast, halte ich eine solare Heizungsunterstützung für wenig sinnvoll. Dann sollten Maßnahmen getroffen werden, um die Rücklauftemperatur zu verringern: Vollwärmeschutz des Hauses, mögliche Vergrößerungen der Heizfläche.

Liegt die Rücklauftemperatur im erwarteten Rahmen, dann kann man folgendes sagen:
Röhrenkollektoren sind besser als Flachkollektoren, dies ist sicher dann wichtig, wenn die Dachfläche beschränkt ist. Ist die Dachfläche ausreichend vorhanden, können auch Flachkollektoren effizient arbeiten, siehe Testbericht Stiftung Warentest 04/2003. Dort hat die Anlage mit der größten benutzten Dachfläche und dem größten Speicher die besten Ergebnisse geliefert. Dass die Lebensdauer von Röhrenkollektoren geringer sein soll, als die von Flachkollektoren würde ich nicht verallgemeinern. Röhrenkollektoren, die einen Glas-Metallübergang haben (metallischer Absorber im Glaszylinder eingeschlossen und Luft evakuiert), sind aus meiner Sicht nicht mehr Stand der Technik und haben sicher eine begrenzte Haltbarkeit. Röhrenkollektoren nach dem Thermoskannen-Prinzip sind da besser. CPC-Kollektoren haben das "Alterungs-"Problem des CPC-Spiegels (Paradigma). Dies wird von neueren Produkten durch eine Keramikschicht verringert (Tubo 12 CPC von Consolar). Es gibt aber auch Röhren-Kollektoren ohne CPC-Spiegel (Sirius12). Bei diesen sind die Röhren enger angeordnet und machen dadurch den CPC-Spiegel überfüssig. Bisher habe ich keine Bausätze gesehen/gefunden, bei denen der Röhrenkollektor nach dem Thermoskannen-Prinzip funktioniert, nur mit dem problematischen Metall-Glas-Übergang. Vor einem solchen würde ich dringend abraten.

Wichtig im Gesamtsystem ist ein ausreichend großer Schichtspeicher. Unter 800 Liter macht es keinen Sinn. Auch hier gilt: je größer, desto besser (höhere Effizienz).
Warum ist eine Schichtung nötig? Aus einem Speicher soll möglichst gleichzeitig Wärme entnommen und gespeichert werden, ohne das Temperaturgefüge im Speicher zu beeinflussen. Wenn zum Beispiel Wärme an der kältesten Stelle im Speicher zugeführt wird, dann entsteht im Nicht-Schichten-Speicher eine Konvektion, d.h. das aufsteigende warme Wasser wird das Wasser (Temperaturschichtung) im Speicher vermischen. Dadurch bleibt es z.B. im Bodenbereich des Speichers nicht mehr lange "kalt" und die Wärme vom Kollektor kann nicht mehr effizient abgegeben werden. Der obere Bereich des Speichers wird durch die Konvektion abgekühlt. Dadurch kann die zuvor vorhandene "hohe" Temperatur nicht mehr abgenommen werden. Die verbleibende Temperatur im oberen Bereich reicht u.U. nicht mehr, um die Rücklauftemperatur der Heizung anzuheben.
Als Richtwert für eine Heizungs-Solar-Unterstützung würde ich 10-15qm Kollektorfläche und 800-1200 Liter Pufferspeicher (Schichtenspeicher) veranschlagen.
Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.

Gruss Karsten

Gast

Beitragvon Gast » 04.03.2006 03:14 Uhr

Julchen hat geschrieben:
Ownsend hat geschrieben:Hallo Thermoman,

prinzipiell kann man die Frage nicht einfach beantworten. Es gibt ca. 30 Faktoren, die diese Entscheidung beeinflussen. Verbrauch an Warmwasser, Heizung, welche Dachfläche, Dachneigung,Dachausrichtung.eventuelle Verschattungen. Hast Du Flächenheizungen oder Radiatorheizungen(Heizkörper) usw.
Dann kannst Du entscheiden, ob es sich für Dich lohnt nur Trinkwasser zu erwärmen oder zusätzlich eine Heizungsunterstützung mit zu planen.
Prinzipiell sind von der Leitungsfähigkeit die Vakuumröhren weitaus besser. Ist aber ne Preisfrage, obwohl die Preise für Röhren merklich gesunken sind. Am besten Vergleichen anhand der kwh preise.
Aber es gibt Selbstbausätze, am besten Du lässt Dir ein unverbindliches Angebot einer Solarfirma machen und schaust auf dem Markt nach einem passenden Bausatz. z.B. bei Sonnenkraft, Viessmann oder Solarpower. Die bieten solche Eigenbaupakete an.

hoffe ich konnte Dir helfen,

Ownsend



Grüss euch ! 4.3.06
Solartherime: die UNI stutgart hat 4 jahre mit eigenen collectoren gemessen. Resuktate: 1140 sonnenstunden / jahr mit einer schwankung von +/- 40 h.
2) Lt. UNI Stuttgart ergibt dies 60- 70% Heizölersparnis.
3) Meine Parole: oberste priorität muss haben heizöl mit den thermischen collectoren zu ersetzen - nicht strom machen mit fotozellen, wo fast nichts rauskommt u. dieser "strom" ungehauer teuer ist, nämlich:
1kWh wird hergestellt für ca. 54 cent u. an den verbraucher für ca. 18,3 cent verkauft. das kann nicht lange gut gehen -oder? die semmel für 54 ct herstellen u. für 18 ct verkaufe! wind zu strom wird 1kWh für nur 5 ct hergestellt - u. für 8,8ct ans E-werk verkauft- dieses verkauft für 18,3 ct an den endverbraucher.
windstrom wird also 12-14 mal billiger hergestellt. Aber selbsternannte ästheten wollen keine türme sehen. dieselben wollen natürlich auch nich t 12 x mehr für den strom zahlen, falls wir den grossenteils mit photovoltaik herstellen würden.
es grüsst! email:Rwindenergie@web.de 4.3.06

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