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Markus31
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Beitragvon Markus31 » 15.03.2012 13:49 Uhr

Hallo,

Hat jemand Erfahrungen damit, Eine Luftwärmepumpe mit einer Gastherme zu kombinieren?

Statt des Nachheizens mit Strom (2. Wärmeerzeuger) würde ich dann eine 8 kW Gastherme anschließen. Den Bivalenzpunkt würde ich dann natürlich hochsetzen.

Das Ganze soll in einem Altbau, ungedämmt, geschehen, so dass in Kältephasen der Nachteil der LWP der hohen Vorlauftemperaturen und dem damit verbundenen hohen Stromkosten durch die Gastherme etwas aufgefangen werden.

Danke für jeden Ratschlag!

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 15.03.2012 16:56 Uhr

Nach meiner Einschätzung macht deine angedachte Lösung als komplette Neuinstallation keinen Sinn.

Prüf doch mal, ob die Heizlast weit über 60 Watt p pro m² beheizter Wohnfläche liegt. Wenn dem so ist, dann sollte man die Wärmepumpe als Wärmetechnik grundsätzlich ausschließen.



Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 17.03.2012 17:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Markus31 » 15.03.2012 21:59 Uhr

Es handelt sich nicht um eine Neuinstallation, z.Z. läuft eine bereits installierte LWP (nicht sehr effizient), eine Gastherme hängt aber zufällig auch im Keller und könnte als 2. Wärmeerzeuger hinzugeschaltet werden. Nachteil: Kosten für Gasbereitstellung, Wartung etc.

Wir haben schätzungsweise 55.000 kWh /Jahr auf etwa 200 qm Wohnfläche.
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Beitragvon Thomas Heufers » 16.03.2012 10:32 Uhr

Wenn die Wärmetechnik vorhanden ist, dann macht ein bivalenter Betrieb mit der Wärmepumpe und der Gastherme durchaus Sinn.

55.000 kWh pro Jahr bei 200 m²-
275 kWh pro m2 und Jahr!

Welcher Fachmann hat euch denn bei dem Wärmebedarf eine Wärmepumpe aufgeschwatzt. Das entbehrt jeder seriösen Beratung.

Ich muss es gebetsmühlenartig wiederholen, ihr solltet ernsthaft über eine energiesparende Gebäudedämmung nachdenken. Wenn die Gebäudesubstanz gut ist, dann ist dies langfristig die bessere Energiesparalternative.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon bernhard geyer » 16.03.2012 17:37 Uhr

Thomas Heufers hat geschrieben:[color=green]Welcher Fachmann hat euch denn bei dem Wärmebedarf eine Wärmepumpe aufgeschwatzt. Das entbehrt jeder seriösen Beratung.
Der Fachmann hat wohl eher sein eigenen Geldbeutel gesehen :-)

Bei Altbauten mit diesem Wärmbedarf wird's darauf hinauslaufen das man 1000 € Gaskosten durch 1000€ oder mehr Stromkosten ersetzt.
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Beitragvon Markus31 » 17.03.2012 10:38 Uhr

Vielen Dank Herr Heufers,

uns hat diese LWP niemand aufgeschwatzt, wir haben das Haus eben erst erworben und die Heizung ist eben vom Vorbesitzer (warum auch immer) installiert worden.

Natürlich holen wir uns gerade Kostenvoranschläge für (teilweise) Wärmedämmung ein, wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich der Fassadendämmung auch skeptisch gegenüberstehe. Was gut ist für die Wirtschaft muss nicht immer die beste Lösung für das Haus sein. Aber das ist ein anderes Thema.

Die Aussage von Herrn Geyer ist für mich leider nicht nachvollziehbar. Es soll nicht Gas durch Strom, sondern zuviel Strom durch teilweise Gas ersetzt werden.

Bisher ist der Bilvalenzpunkt auf -5° eingestellt. Ich bin Laie, meine aber, dass man diesen bei Kombination mit einer Gastherme großzügig (auf +5° oder mehr) nach oben setzen sollte. Denn bei den hohen Vorlauftemperaturen, die unser Haus schon ab 5° benötigt, hat die LWP schon dann einen mieserablen COP Wert. Was sagen die Experten?

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Beitragvon bernhard geyer » 17.03.2012 13:33 Uhr

Ok, da habe ich wohl den Ist-Zustand (Luft-WP) mit dem Ziel-Zustand verwechselt.

Die Problematik bei sowas ist oft die Einbindung des Speichers. Jeder speicher Verschlechtert den COP der WP so das dieser fast nur noch im Sommer zum WW-Betrieb sinnvoll zu verwenden ist.

Ich könnte mir vorstellen das bei den vorhandenen Gegebenheiten ein Reiner Gasbetrieb ohne jegliche WP-Einsatz u.U. der günstigste. Denn damit müsste der Umbau relativ günstig zu erledigen sein.
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Beitragvon Markus31 » 17.03.2012 18:48 Uhr

Ein Umrüsten auf reinen Gasbetrieb halte ich nicht für Wirtschaftlich. Die vorhandene Gastherme hat eine Leistung von 8kW, viel zu wenig für unser Haus. Es müsste also eine vollkommen neue Therme her. Kosten: um die 6.000€. Und die vorhandene LWP (3 Jahre alt) und die Gastherme dann wegwerfen.

Was spricht dagegen, die vorhandene Gastherme als zweiten Wärmeerzeuger hinzuzuschalten?

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