Erneuerbare Energie, Bauen, Haustechnik
energieportal24 Startseite Aktuelle News Förderkonditionen 2013 energieffiziente Gebäudesanierung Grundlagenwissen nach Thema Veranstaltungen: Messen, Seminare, Kongresstermine Tools, Onlinerechner und Newsletter Marktplatz Diskussionsforum B2B Branchenmarktplatz forum
Solarwärme, Solarkollektoren, Schwimmbaderwärmung, Montagesystemen
unclesamwk
Beiträge: 2
Registriert: 12.03.2012 12:23
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon unclesamwk » 13.03.2012 10:11 Uhr

Hallo Experten,

es ergibt sich bei mir folgende Situation.

Haus (160qm) mit Anlieger Wohnung (100qm). Fenster 2007 gewechselt. 1x Öltank für beide Parteien. Jeder hat eine eigene Ölheizung mit eigenem Speicher. Dach ist in den 80ern gedämmt worden. Außendämmung ist geplant. Ölverbrauch in € ca. 150€ im Monat für die 160 qm, die Wohnung ca. 100 € ...

Ich habe an eine Erdwärmepumpe gedacht. Mir ist dieses Investition zu teuer. ca. 25T € da eigen Montage.

Referenzobjekt ist mein Bruder. Er hat aber ein neues Energieeffizienzhaus und hat für die Heizung/Warmwasser Stromkosten von ca. 40€ im Monat.

Was könnte man alternativ machen?
Solar?
...

Thomas Heufers
EXPERTE
Aktivität:sehr hoch
Benutzeravatar
Beiträge: 2227
Registriert: 21.07.2006 14:22
Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 25 Mal
Kontotyp: Dienstleister
Erfahrung: 8-12 Jahre
Interessensgebiet: Energiesparendes Bauen
Land: Deutschland

Beitragvon Thomas Heufers » 13.03.2012 14:01 Uhr

Am Beispiel der 160 m² großen Wohnung:
150 € entsprechen ca. 200 Liter Heizöl im Monatschnitt, das ergibt im Jahr etwa 2000 Liter Heizöl.
2.000 Liter Heizöl ergibt überschlägig 20.000 kWh Energieverbrauch pro Jahr für Wärmebereitstellung.
Teilt man diesen Wert durch 160 m², dann liegt der Wärmebedarf pro m² beheizter Wohnfläche bei 125 kWh/Jahr.

Nach meiner Einschätzung ist bei dem errechneten Energiebedarf der Einsatz einer Wärmepumpe nicht zu empfehlen. Die Heizlast ist zu hoch.

Ein weiteres K.O.-Kriterien ist die Wärmeübertragung über Heizkörper. Eine Fußbodenheizung bzw. Flächenheizung ist in Kombination mit einer Wärmepumpe auf jeden Fall vorzusehen, um den Temperaturhub niedrig zu halten.

Im beschriebenen Beispiel sollten eigentlich beide Wohneinheiten nur über eine gemeinsame Zentralheizung beheizt werden, die bestehende separate Lösung mit zwei Heizungsanlagen ist Energieverschwendung.

Grundsätzlich sollte über einen besseren Wärmeschutz nachgedacht werden. Ziel der Sanierungsmaßnahmen sollte immer eine Absenkung des Wärmebedarfs sein. Das Energieproblem lässt i.d.R. nicht mit Heizungstechnik in den Griff bekommen.

Gruß

Thomas Heufers

KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/
http://ecotec-energiespartechnik.de/
http://energiesparprojekte.info/
unclesamwk
Beiträge: 2
Registriert: 12.03.2012 12:23
Lob gegeben: 0 Mal
Lob erhalten: 0 Mal

Beitragvon unclesamwk » 13.03.2012 14:38 Uhr

Vielen Dank für die Antwort :-)

Geplant ist folgendes:
- Außendämmung mit ca. 16cm Styropor
- Fußbodenheizung mit (is klar) neuem Eßtrich.
- Beide Heizungen zusammen legen.

Und muss man jetzt auf eine Sinnvole Lösung kommen.
Am besten auch günstig...

Welche Heizart macht da Sinn? oder welche Kombination?

Zurück zu Solarthermie, Solaranlagen, Kollektoren, solare Wassererwärmung



Seit 2001 online, über 35.000 Beiträge
a n z e i g e n
 

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag



Sie lesen gerade die Forendiskussion: Welche Heizungswart wäre die richtige?