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EuRegEn
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Beitragvon EuRegEn » 02.03.2012 18:14 Uhr

Heute boomen die E-Bikes:
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrorad

http://www.reva-energy.de/index.php/new ... ebike-boom

Könnte sich dieser Boom auch auf das E-Auto übertragen lassen?

Angesichts der Tatsache, dass Autos eine Lebenszeit von bis zu 20 Jahren haben, und heute besprochene Konzepte noch Jahre brauchen, bis sie schließlich auf Fließbändern produziert werden, ist es überfällig, dieses Thema jetzt gründlich zu bearbeiten.

Um die Diskussion fruchtbar zu machen, halte ich es für geboten, einige Grundsätze und Darstellungen diesen Erörterungen voran zu stellen.

Warum Elektromobilität, warum das „Elektroauto“?

Die heutige Form des Individualverkehrs ist sicherlich die bequemste Art. Ohne Ressourcen- und Klimaprobleme gäbe es wohl wenig Anlass, hier was zu ändern.

Früher -oder auch etwas später- werden wir aber auf diese Rohstoffgrundlage nicht mehr in diesen Mengen bzw. diesen Preisen zugreifen können.

Spätestens dann brauchen wir Alternativen.

Nahtlose Übergänge wären über Biosprit (Pflanzenöl, Bioalkohol, usw.) möglich. Die Frage, ob der Bedarf damit zu decken ist, muss aber ganz klar mit NEIN beantwortet werden.

Damit sind nur noch zwei Kandidaten im Rennen: Strom oder regenerativen Wasserstoff.

Wenn dieser Wasserstoff mit regenerativen Strom erzeugt wird, dann haben durch die Umwandlungskette einen Verlust an Strom von über 80 %

Diese hohen Verluste fallen eben bei der direkten Nutzung des regenerativen Stromes nicht an. Es bleibt bei geringen Leitungsverlusten und Verlusten in Batterie und Elektromotor.

Elektromobilität ist mehr als „Batterieauto“.

Ich werbe dafür, dass neben der Batterie noch ein kleiner Stromgenerator im Auto mitgeführt wird. Der Stromerzeuger läuft nur, wenn vor der Reise feststeht, dass die Länge der Strecke die Kapazität der Batterie überfordert. Dieses Aggregat arbeitet also entweder gar nicht - oder wenn es arbeitet, dann im gleichen, optimalen Leistungsbereich. Es braucht nicht für lange Laufleistungen ausgelegt werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Hybridelek ... ler_Hybrid

Ein konkretes positives Beispiel könnte Audi anbieten:

http://www.audi.de/de/brand/de/neuwagen ... -tron.html

Für emissionsfreie Stadtfahrten hält er einen kräftigen Elektromotor bereit. Zusätzlich ist ein Verbrennungsmotor an Bord, der die Batterie im Ausnahmefall nachlädt. Dank der Spitzenleistung seiner E-Maschine von 75 kW (102 PS) fährt sich der A1 e-tron überaus agil.

Der A1 e-tron präsentiert jetzt einen weiteren Ansatz – ein kompaktes Elektroauto in der Premium-Klasse. Das viersitzige, zweitürige Stadtauto MCV ist speziell für den täglichen Einsatz in Ballungsräumen konzipiert – beispielsweise in Europa, Nordamerika und den stürmisch wachsenden Megacitys Asiens und Südamerikas. Der Audi A1 e-tron fährt immer mit Elektroantrieb. Sein Verbrennungsmotor dient lediglich dazu, die Batterie in Einzelfällen nachzuladen.


Damit wird die Angst vor dem Stehenbleiben genommen.

Interessant sind auch Technologien, wie wir sie vom Prinzip von Oberleitungsbussen her kennen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Oberleitungsbus

Dieses Verfahren würde die Batterie nicht unnötig machen, aber sehr viel kleiner – und langfristiger einsetzbar - machen.

Außerdem könnten damit auch die LKWs angebunden werden, welche dann eben nur eben einen weitere E-Motor bekommen würden.

Hier eine O-LKW-Teststrecke:
http://de.paperblog.com/hybrid-lkw-mit- ... ng-361157/

Video von Siemens:
http://www.youtube.com/watch?v=ox2vHJ-Z4Wc

Hybrid-Lkw mit elektrischer Oberleitung

Über die Maut könnten könnten Kostensenkungen bei E-Modus erreicht werden.
Da jeder LKW nach wie vor seinen Motor unverändert behält, kann bei z.B. Flaute diese Stromversorgung ohne Probleme für solche kurze Zeiten ausgesetzt werden.
Zunächst werden wohl nur großen europaweiten Autobahnen damit ausgestattet werden.

Batterie laden – Stromleistung abrufen:

Ein unorganisiertes Laden von vielen Batterien könnte das Stromnetz, und auch die regenerative Stromerzeugung, schnell überfordern.

Deshalb sollte über den Strompreis die Priorität bestimmt werden. Wer dem Netz die Entscheidung überlässt, wann und wie schnell die Batterie gefüllt wird, bekommt den billigsten Preis.

Die Elektromobilität wird kommen, ob auf diesem Wege zum Ziel sehr viele teuere Fehler – oder weniger Fehler gemacht werden, hängt nicht zuletzt von der Intensität der Diskussion ab.

Woher kann soviel Strom kommen?

Sicher brauchen wir nicht auf Desertec warten, weil Europa genügend regenerative Energien anzubieten hat.

Wenn wir bereit sind, große Einspeiser ebenso willkommen zu heißen, wie die Vielzahl der Kleineinspeiser, dann sind wir auf dem richtigen Weg:

Große Leistung:
http://www.verivox.de/nachrichten/die-z ... 19783.aspx

Theoretisch könnte mit dem Windangebot der Nordsee sogar "der gesamte europäische Stromverbrauch etwa vierfach abgedeckt werden", schreibt Windenergieexperte Siegfried Heier ("Nutzung der Windenergie", 5. Auflage 2007, S. 11).

Aktueller Prototyp:
http://www.youtube.com/watch?v=TyHdNUugJFk
Windfloat

Bessere Konzepte:
http://www.eru.rl.ac.uk/images/offshorewindfarm.jpg

http://www.youtube.com/watch?v=NjmvXSmq_Rc
Poseidon

„Zwei Turbinen bilden eine Windmauer, die den Ertrag um fünf bis zehn Prozent erhöht.“

http://www.neueenergie.net/index.php?id=1627

Starke Netze:
http://www04.abb.com/global/seitp/seitp ... C-Grid.pdf

Weitere Potentiale zur Verstärkung von Wechselstromnetzen verspricht die Ausführung selbstgeführter HGÜ als Multi-Terminal-Systeme. Diese könnten als Oberlay-Netz über das heutige Drehstromnetz gelegt werden und durch die präzise Steuerung des Leistungsflusses im Gleichspannungskreis eine optimale Auslastung des unterlagerten Wechselstromnetzes ermöglichen.

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Beitragvon EuRegEn » 18.03.2014 22:14 Uhr

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Beitragvon EuRegEn » 13.04.2014 12:05 Uhr

Kann die Diskussion über Gleichstromtrassen auch die Elektromobilität gefährden?
Immerhin gibt es dort relative große Stromflüsse, sowohl Gleich- als auch Wechselstrom, in unmittelbarer Nähe.
Ich persönlich sehe die Gefahr genau so, wie bei den ersten Zugfahrten die Gefahr gesehen wurde, dass bei Geschwindigkeiten von über 30 km/h Geisteskrankheiten unvermeidlich seien...

Ein medialer Hype kann die E-Mobilität schwer schädigen...
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Beitragvon EuRegEn » 27.05.2014 19:02 Uhr

Ich denke, die Kampagnen gegen die HGÜ-Trasse wird sich auch auf Elektroautos auswirken. Beim Stromfluss ist die Entfernung eine entscheidende Größe. Beim E-Auto haben wir große Ströme in unmittelbarer Nähe - das kann schon gefährlich werden!
http://www.eike-klima-energie.eu/climat ... lspurbahn/
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Beitragvon EuRegEn » 25.06.2014 20:52 Uhr

Für KFZ könnte die Superbatterie für Langstrecke - und Akku für die täglichen Kurzstrecken - tatsächlich eine Lösung sein:
http://www.grueneautos.com/2014/06/ein- ... eichweite/

Ein Elektroauto mit 1600 Kilometern Reichweite?
Eingestellt am 06. Jun 2014 • Kategorie: Videos • Autor: Chris • 1.230 Ansichten
Die meisten Autohersteller sind mittlerweile auf den Zug der Elektromobilität aufgesprungen, wobei bei der Entwicklung insbesondere die Erhöhung der Reichweite im Fokus steht. Eine Technologie, die eine sehr hohe Reichweite verspricht ist die Aluminum-Luft Batterie, wie sie jüngst der US-amerikanische Aluminiumhersteller Alcoa und das Cleantech-Unternehmen Phinergy vorgestellt haben. Eingesetzt in der Karosserie eines Citroen C1 soll sie eine rein elektrische Reichweite von 1.000 Meilen (umgerechnet knapp über 1.600 Kilometer) haben.
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Beitragvon energieprojekt » 26.06.2014 07:29 Uhr

Die Idee Elektroautos als Puffer zu nutzen ist nicht neu aber einigermaßen vielversprechend wenn die Rahmenbedingungen dann stimmen und entsprechende Infrastruktur geschaffen wird wichtig sind dann wieder inteligente Netze und Abrechnungsmöglichkeiten.
Bei dem von der Regierung gesteckten Ziel bis 2020 könnte so der Bedarf von 4000 Haushalten gepuffert werden. Erste Unternehmen spielen schon in dieser Liga, der Bericht hier:
http://green.wiwo.de/intelligente-strom ... speichern/
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Beitragvon EuRegEn » 10.07.2014 16:42 Uhr

Für diese Alu-Luft-Batterie wird dies schlecht funktionieren, da das ALU wie der letzten Stufe der ALU-Herstellung behandelt wird. Genau wie die Schnellladung, wird auch diese Batterie das Netz nicht entlasten - sondern eher belasten. Das normale Tanken - in dem der Zeitpunkt der vollen Batterie bestimmt wird, aber die Ladezeit selbst dem Netz überlassen wird, kann das Netz entlasten.
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Beitragvon energieprojekt » 10.07.2014 16:55 Uhr

Vielleicht geht jetzt ein Ruck durch die Elektro Automobilbranche durch die Freigabe der Patente von Tesla.
Tesla Chef Elon Musk sieht nicht die Elektromobilhersteller als Konkurrenz sondern die Benzin- und Dieselfahrzeuge. Der Bericht hier: http://www.dw.de/elektroauto-hersteller ... a-17704354
und hier mal ein Testbericht: http://www.elektromobilitaet.com/filead ... php?fid=19
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon EuRegEn » 13.07.2014 21:05 Uhr

Ob die Patente von Tesla wirklich so viel bringen - dies muss sich erst zeigen.

Jetzt scheint eine wichtige Entscheidung bei den Netzen gefallen zu sein:
http://www.merkur-online.de/aktuelles/p ... 97186.html

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Beitragvon Dany » 16.07.2014 22:47 Uhr

Leute, was denken sie von Tesla S ?

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