Viele Länder in Europa haben die Vergütung für die Einspeisung von PV-Strom zum Teil drastisch gekürzt, teilweise waren sogar nachträgliche Vergütungskürzungen im Gespräch.
Ab 2012 soll die PV-Vergütung auch in Deutschland wieder deutlich abgesenkt werden, wovon alleine Hersteller aus Asien profitieren werden. Aber es gäbe für alle Seiten und für ganz Europa eine bessere Lösung:
Das Zählerrücklaufkonzept:
Dies bedeutet, dass anstelle einer EE-Vergütung bei PV ein Zählerrücklaufkonzept eingeführt wird, wobei der Stromversorger nichts außer einer Vergütung für den Zähler erhält, wenn sich in der Jahressumme der Verbrauch und die Lieferung ausgeglichen haben. Eine Vergütung des PV-Betreibers gibt es aber ebenso nicht. Ein Überschuss oder eine Unterlieferung in einem Jahr kann nur in das nächst folgende Jahr übertragen werden.
Eine zeitliche Begrenzung -anders als beim EEG- für das Zählerrücklaufkonzept entfällt.
Damit würde Qualität aus Deutschland wieder attraktiver werden, und die weitere Agonie der deutschen PV-Hersteller begrenzt werden:
http://www.iwr.de/news.php?id=20356...
Ob nun tatsächlich ein Zählerrücklauf erfolgt, oder ob bei zwei Zählern ein Saldo gebildet wird, ist dabei unerheblich.
Der Vorteil für das EVU: Es erhält kostenlos Spitzenstrom im Frühjahr, Sommer und Herbst (damit brauchen die (neuzubauenden: 30-40 GW) BHKWs nicht zu Zeiten arbeiten, wenn Abwärme kaum gebraucht wird).
Der Vorteil für den PV-Betreiber:
Keine Stromkosten und er braucht keine Speicher - bei voller Versorgungssicherheit - für die Nacht und den Winter.
Steigen die Stromkosten, hat er einen höheren Gewinn, sinken die Stromkosten, dann hat er eben einen geringeren Gewinn.
Für manche europäischen Regionen wäre damit sogar ein richtiger Solarboom möglich, z.B. Italien.
Für den Staat entfielen beim Zählerrücklaufkonzept eine Reihe von Steuern.
Der Staat wäre vermutlich der einzige wirkliche Verlierer.