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EuRegEn
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Beitragvon EuRegEn » 16.02.2012 21:32 Uhr

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist als Baustein einer EE-Versorgung meiner Ansicht nach derzeit deutlich unterbewertet.

Hier ist die Startseite vom Bundesverband Kraft-Wärme-Kopplung e. V. (B.KWK)

http://www.bkwk.de/bkwk/

Es stellt sich die Frage, inwieweit BHKW und GuD sich als Konkurrenten gegenüberstehen oder sich ergänzen können.

Der grundsätzliche Vorteil liegt darin, dass hier dezentral Strom mittels einem Wärmekraftwerk erzeugt wird, wobei deren Abwärme bestmöglich vor Ort verwertet wird.

Unbestritten hat diese Technologie ein enormes Potential. Der Kern der Anlage besteht aus einem normalen, langlebigen Motor.

Die Statistik bestätigt diese Aussage im Bereich PKW:

Jährlich werden ca. 1,5 Mio. PKWs mit Dieselmotoren zugelassen.

Nehme ich nur eine durchschnittliche Stärke von 100 KW je PKW an, was sicherlich nicht übertrieben ist, dann bedeutet dies eine Gesamtleistung von 150.000 MW.

Gut die Hälfte dieser Produktionsmenge würde genügen, um die erforderliche Leistung für den Strombedarf in Deutschland gesichert zu bekommen, oder etwas über 10 % dieser Motoren würden die AKWs in Deutschland ersetzen können.

Wo liegen die Probleme:

Derzeit funktioniert KWK wie folgt: Wird Wärme benötigt, läuft der Motor (statt eines Brenners) an, dieser produziert Strom, welcher ins Netz eingespeist wird und erzeugt die erforderliche Wärme. Daneben speichert üblicherweise noch ein Pufferspeicher kurzfristig Überschusswärme.

Dabei fragt das Aggregat nicht, ob es momentan gut ist, wenn weiter Strom eingespeist wird, oder ob vielleicht gerade z.B. der Wind gut weht.

Dieses Problem ist bekannt und es gibt Lösungsansätze, welche teilweise mit dem Schlagwort „virtuelle Kraftwerke“ versehen werden.

Wie könnte es gehen:

Jede KWK-Einheit ermittelt den Wärmestatus (z.B. von 0 bis 100) und schickt diesen laufend an die Steuerzentrale. Je nach dem Wert wird angezeigt, ob noch Wärme gebraucht wird, oder nicht. Dabei kann zwischen Heizwärme, Warmwasserwärme und Speicherwärme unterschieden werden.

Eine Steuerstelle kann nun dafür sorgen, ob viele BHKWs laufen sollen, oder wenige, je nachdem, wie der Strom nachgefragt wird bzw. welchen Input andere Erzeuger, wie z.B. Windstrom haben.

Auch ein Brenner läuft ja in der Regel nicht immer, sondern nur zeitweise.
Somit könnte der Wärmebedarf mit dem Strombedarf abgestimmt werden, mit äußerst kurzen Reaktionszeiten. Selbst die kleinen BHKWs erreichen in wenigen Sekunden ihre volle Leistungsfähigkeit.

Dabei kann es aber auch mal vorkommen, dass einfach soviel und solange Strom von den BHKWs eingefordert wird, so dass die Aufnahmemöglichkeit bzgl. der Wärme überschritten wird. In diesen Ausnahmefällen wird dann die Wärme ungenutzt abgeleitet. Hier ist dies der absolute Ausnahmefall, bei der heutigen Stromproduktion in Großkraftwerken ist dies der Regelfall!

Was passiert, wenn kein Strom benötigt wird, aber langsam das Haus kälter wird, der Pufferspeicher auch schon aufgebraucht ist – und selbst das Warmwasser neue Wärmezufuhr brauchen könnte?

In vielen Fällen wird neben einem BHKW ein weiterer (Spitzen-) Kessel daneben gestellt. Dieser könnte dann eben jetzt für Wärme sorgen.

Eine noch elegantere Lösung wäre, wenn der Spitzenkessel durch eine Wärmepumpe ersetzt werden würde. Dann könnte in dieser Situation der reichliche (und billigere) Strom im Netz bestens verwertet werden, in dem bei einer Arbeitszahl von 3 bis 5 Wärme erzeugt wird.

Gerade in Kranken- und Altenheimen, wo die KWK am besten eingesetzt werden kann, fallen größere Mengen von warmen Abwässern an, welche über die Wärmepumpe ideal in Nutzwärme verwandelt werden könnte.

http://www.waermepumpe.de/wib.htm

Ich bin sehr dafür, dass sofort beim Aufbau von KWK im größeren Umfang die Steuerbarkeit gegeben sein muss.

Strom wird dann nicht mehr ungefragt in das Netz eingespeist. Es erleichtert den Netzbetreibern die Einbindung von regenerativen Strom, erübrigt den Neubau von unsinnigen, unflexiblen Großkraftwerken und erhöht die Versorgungssicherheit bei hoher Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems.

Dies ist ein wesentlicher Teil einer neuen und flexiblen Infrastruktur zur Schaffung einer regenerativen Energieversorgung. Dieser Aufbau sollte mit Priorität verfolgt werden. Die Frage, mit welchen Aggregaten (Motor, Mirkoturbine oder Brennstoffzelle usw.) die KWK betrieben werden sollte, ist nachrangig und sollte von der besten Wirtschaftlichkeit beantwortet werden. Wenn die Brennstoffzelle tatsächlich mal kostengünstiger wird, dann kann das BHKW immer noch nach dessen Lebenszeit durch einen solche Zelle ersetzt werden. Wichtig ist allein, dass die passende Struktur vorhanden ist.

Selbst die Frage nach dem Brennstoff ist derzeit noch sekundär. Ob jetzt das BHKW mit Öl oder Gas betrieben wird, ist nicht entscheidend. Gibt es später Methanol aus Windkraft oder Ähnliches, ist auch hier die Umrüstung oder der spätere, passende Ersatzmotor kein Problem.

http://de.wikipedia.org/wiki/EE-Gas

Dazu bedarf ist EE-Einspeiser, welche große Mengen zu billigen Preisen liefern können:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schwimmend ... raftanlage

Wenn nun Strom angefordert wird, ohne die Abwärme brauchen zu können, dann ist in diesen Zeiten das GuD deutlich besser, weil der Wirkungsgrad viel höher ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gas-und-Da ... ikraftwerk

Ein Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk oder Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerk (kurz GuD-Kraftwerk) ist ein Kraftwerk, in dem die Prinzipien eines Gasturbinenkraftwerkes und eines Dampfkraftwerkes kombiniert werden. Eine Gasturbine dient dabei als Wärmequelle für einen nachgeschalteten Abhitzekessel, der wiederum als Dampferzeuger für die Dampfturbine wirkt.

Mit dieser kombinierten Fahrweise wird im thermodynamischen Kreisprozess ein höherer Wirkungsgrad erreicht als mit Gasturbinen im offenen Betrieb oder in konventionell befeuerten Dampfkraftwerken. Kombikraftwerke gehören mit elektrischen Wirkungsgraden von bis zu 60 % zu den effizientesten konventionellen Kraftwerken (siehe Gaskraftmaschine).


Ob es sich lohnt, bei einem GuD auch die Abwärme zu nutzen, sollte noch erörtert werden.
Zuletzt geändert von EuRegEn am 24.03.2012 11:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitragvon oakgast » 09.03.2012 14:46 Uhr

Kommentar von "FW24" erstellt am 09.03.2012,10:09
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Ist es nicht so, dass bei einem GuD auch Fernwärme "erzeugt" wird? Im HKW Berlin Mitte wird nach dem Prinzip Strom und Fernwärme für die Stadt bereitgestellt!

http://de.wikipedia.org/wiki/Heizkraftwerk_Berlin-Mitte
<a href='http://www.energieportal24.de/b2b/rating/mail_extern_2.php?id=1963' target='_blank'>Mail an FW24</a>
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Beitragvon EuRegEn » 29.03.2012 21:04 Uhr

Ein modernes GuD produziert Abwärme von nur 30 Grad. Da geht nichts mit Fernwärme. Bestenfalls kann die Wärme ausgekoppelt werden, dann wird aber kein Strom erzeugt.

GuDs sind für die Fernwärme weniger geeignet, da die Abwärme nur 30 ° beträgt. Möglich wäre eine Auskoppelung der Wärme - also Verzicht auf Stromerzeugung.
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Beitragvon oakgast » 27.08.2012 15:59 Uhr

Kommentar von "Andy" erstellt am 26.08.2012,13:44
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Wenn ich den Strom selber nutze habe ich wesendlich mehr Gewinn als den Strom in die Leitungen zu liefern.
So bekomme ich von den Stadtwerke gerade mal 4-6 Cent KWK-Zuschlag je KW/h. Bei Eigennutzung 24cent Einsparung KWK Zuschlag. Sollte ich nicht genügent Strom herstellen können so muß ich mir eben einen teuer einkaufen. Bei Stromüberschuß im Winter einen Verkaufen für wenig Geld. Der Spitzenlastkessel sollte nach Möglichkeit gar nicht genuzt werden.
<a href='http://www.energieportal24.de/b2b/rating/mail_extern_2.php?id=2615' target='_blank'>Mail an Andy</a>
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Beitragvon EuRegEn » 01.09.2013 22:02 Uhr

Wir brauchen eben eine Lösung für ein Industrieland namens Deutschland!

Kraft-Wärme-Koppelung kann in der Wintersaison sehr effizient Strom und Wärme erzeugen - und im Rest des Jahres auf Reserve stehen, wenn Sonne und Wind schwächeln in Sekundenschnelle hochgefahren werden - ebenso schnell geht das Runterfahren.

Mindest besteht ein Bedarf von 15 % der volatilen Sonnen- und Windausbauleistung, welche heute ca. 70.000 MW beträgt, 15 % sind ca. 10.000 MW.
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Beitragvon EuRegEn » 05.03.2014 21:14 Uhr

Dies hätte ja schon viel schneller erfolgen können:

http://www.iwr.de/news.php?id=25691

21.02.2014, 14:17 Uhr

Neues Industrieforum für virtuelle Kraftwerke gegründet
Essen – Das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme Fokus aus Berlin hat zusammen mit zahlreichen Industriepartnern aus der Energiewirtschaft den Gründungsvertrag für das „Industrieforum VHPready“ unterzeichnet. Diese Industrieinitiative für virtuelle Kraftwerke wird an einer sicheren und kostengünstigen Vernetzung dezentraler Energieversorgungsanlagen zu virtuellen Kraftwerken arbeiten.

Die beteiligten Unternehmen greifen dabei ein Basiskonzept des Energiekonzerns Vattenfall auf und wollen auf dieser Basis virtuelle Kraftwerke konstruieren. Zu den Gründungsmitgliedern, die sich im Rahmen der E-world in Essen zusammengefunden haben, gehören unter anderen der Netzbetreiber 50 Hertz, die Energieversorger Vattenfall, Lichtblick und E.ON, der BHWK-Hersteller 2G, der Direktvermarkter Energy2market und der Speicherhersteller Younicos sowie der Industriekonzern Bosch.

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Beitragvon EuRegEn » 12.12.2014 17:07 Uhr

BHKWs in einer Größenordnung von mehreren 100 KW und einigen MW sind ideal:

Groß genug, um energie- und kosteneffizient zu sein, klein genug, um die Abwärme in einem überschauberen Kreis unterzubringen ..
----
■ Weiteres BHKW versorgt Wohnwirtschaft und Gewerbe ■ Bereits 11 BHKW im Fonds angebunden ■ Eigenkapitalstand der Fondsgesellschaft liegt bei 65%

Nachdem die Fondsgesellschaft bereits im Frühjahr und Sommer sukzessive 10 BHKW übernommen hatte, kommt nun ein 11. BHKW hinzu. Dieses versorgt ein Mehrfamilienhaus und einen Supermarkt zusammen mit Wärme und Strom. Durch die Kombination aus wohnwirtschaftlich genutzter Immobilie und Gewerbe, weißt dieses Projekt eine hervorragende Mischung aus Sicherheit und Rendite auf.

http://www.samuelbegasse.de/artikel/der ... -bhkw.html
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Beitragvon energieprojekt » 12.12.2014 18:02 Uhr

ich denke der Weg ist der richtige nur habe ich den Glauben an unsere Politik fast gänzlich verloren wenn ich dies lese:

> Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V.
>
> P R E S S E M I T T E I L U N G vom 11.12.2014
>
>
> Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. nimmt Stellung zu der am
> 10.12.2014 von der „Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe“
> veröffentlichten Pressemitteilung zur "Energiestudie".
>
> Unsere Pressemitteilung finden Sie besser lesbar und formatiert unter
> http://www.sfv.de/artikel/klimawandel_nie_gehoert.html
>
>
>
> -----------------
> ** Klimawandel? Nie gehört!
> Skandalöse neue Studie der „Bundesanstalt für Geowissenschaften und
> Rohstoffe“
>
> Die „Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe“ (BGR) hat am 10.
> Dezember eine „Energiestudie“ vorgelegt, mit der sie massiv in die
> laufenden Debatten um die Energiewende eingreift. Die Presseerklärung,
> mit der die Studie vorgestellt wird, trägt den Titel: „Erdöl bleibt
> welt­weit der wichtigste Energielieferant“. Tat­sächlich ist es das
> Anliegen dieser Interven­tion, die Ver­wendung von fossilen und
> ato­maren Ener­gieträgern für die künftige Ener­gieversorgung
> Deutschlands als alternativlos darzustellen.
>
> Daher wird im Tonfall reiner Faktizität behauptet: „Deutschland wird
> auch im Zeichen der Energie­wende noch für viele Jahre auf fossile
> Energie­rohstoffe angewiesen sein.“ Diese Behauptung wird kurzschlüssig
> aus der Analyse abgeleitet, dass noch beträchtliche fossile
> Energieträger in der Erde vorhanden seien.
>
> In Wahrheit muss aber die künftige Energiever­sorgung politisch
> entschieden werden – und zwar nicht so sehr von Geowissenschaftlern,
> son­dern in einer Abwägung klimatologischer, öko­logischer,
> ingenieurwissenschaftlicher, politi­scher und sozialer Argumente. Die
> Zielrichtung der BGR-Studie ist dabei in skandalöser Weise
> unverantwortlich. Erste Aufgabe aller Energie­po­litik muss heute sein,
> zur Begrenzung des Kli­ma­wandels beizutragen. Dafür müssen, wie die
> Kli­ma­schutzorganisation 350.org argumen­tiert, eben 80% der fossilen
> Rohstoffe in der Erde bleiben. Das argumentlose Schwadronieren der BGR
> über angebliche Alternativlosigkeit eines for­cierten CO2-Ausstoßes ist
> daher äußerst schäd­lich.
>
> Die Presseerklärung der BGR lässt auch im De­tail Fragen an der
> Seriosität ihrer Autoren auf­kommen. Erstaunlich ist z.B., dass die BGR
> aus­führt, die Versorgung mit Erdgas wie auch mit Kohle sei noch für
> „viele Jahrzehnte“ ge­währ­leistet, weil sie weltweit „aus geologischer
> Sicht noch in sehr großen Mengen“ vorhanden seien. Wir hätten bislang
> gedacht, dass die „ge­olo­gi­sche Sicht“ eher Jahrmillionen als
> Jahr­zehn­te zu umfassen gewohnt sei. Angesichts einer Reich­weite der
> Reserven, die in Jahrzehn­ten zu mes­sen ist, muss man jedoch kein
> Geo-Wis­sen­schaft­ler sein, um auch aus diesem Blick­winkel den
> dringenden Handlungsbedarf zu er­ken­nen, den die BGR gerade leugnet.
>
> Zur Atomenergie sagt die Presseerklärung lapi­dar: „Eine Mehrheit der
> Staaten verfolgt die zivile Nutzung der Kernenergie.“ Faktencheck: Der
> Wi­kipedia-Artikel „Kernenergie nach Ländern“ be­sagt, dass derzeit 31
> Staaten Atomkraftwerke be­treiben. Weitere neun – darunter
> Weißruss­land, Nordkorea und Iran – betreiben einen Ein­stieg in diese
> gefährliche Technologie. Das ist schlimm ge­nug – aber wie die BGR
> daraus eine „Mehrheit der Staaten“ konstruieren kann, bleibt ihr
> Ge­heim­nis. Der UNO gehören derzeit 193 Staaten an; nach unserer
> Rechnung würde die Mehrheit davon nicht bei 40, sondern bei 97 Staaten
> lie­gen. Anstatt mit herbeifantasierten Quan­ti­fi­zierungen
> Atompropaganda zu be­treiben, wür­de man sich von einer geologi­schen
> Bun­desanstalt konstruktive Lösungen zur Frage der Endlagerung von
> Atommüll wünschen. Und solange die BGR solche Vor­schläge nicht hat,
> vielleicht eine Empfehlung, auf die fort­ge­setz­te Produktion dieses
> strahlenden Mülls zu ver­zichten.
>
> Eine Bundesanstalt, die unsere Steuergelder da­für verwendet, Propaganda
> gegen die Ener­gie­wen­de zu machen, hat ihre Aufgabe ver­fehlt. Hier
> besteht politischer Handlungsbedarf. Zu er­warten sind Konsequenzen aus
> diesem Skan­­dal aber nicht – der Dienstherr der BGR ist der
> Bun­deswirtschaftsminister, dessen Hang zu fos­­silen Energien ja
> bekannt genug ist: Sigmar Gab­riel.
>
>
> BGR-Presseerklärung:
> http://www.bgr.bund.de/DE/Gemeinsames/O ... _2014.html
>
> BGR-Studie:
> http://www.bgr.bund.de/energiestudie2014
>
>
> -----------------
>
> Der Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV) ist ein
> Umweltschutzverein, der sich für die rasche und vollständige Umstellung
> der Energieversorgung auf Sonnen- und Windenergie – national und
> weltweit – einsetzt. Eine solche Umstellung ist aus Gründen des
> Klimaschutzes dringend geboten. Dabei setzt der SFV auf eine nationale
> Vorreiter-Rolle Deutschlands statt auf zähe internationale Verhandlungen.
>
> 1986 gegründet, hat der SFV u.a. die Idee der kostendeckenden
> Einspeisevergütung für Strom aus erneuerbaren Energien entwickelt, die
> im Jahr 2000 im „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ (EEG) festgelegt wurde,
> nachdem sie als „Aachener Modell“ in verschiedenen deutschen Kommunen
> bereits erfolgreich praktiziert wurde. Heute kämpft der SFV gegen die
> fortschreitende Demontage des EEG und für Förderprogramme zur
> Markteinführung von Speichertechnologien.
>


Manchmal glaube ich das sich hier einige mit einem Vorschlaghammer kämmen und sich noch freuen wenn es dann hohl klingt......... :evil:
Allen ein ruhiges Wochenende,
Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon EuRegEn » 31.12.2014 17:50 Uhr

Ich denke, eigene Fehler der EE-Branche waren dafür maßgeblich mitverantwortlich.
Die PV war völlig überteuert, die KWK-Technik viel zu mager ausgebaut. Dies wird uns noch viele Jahre lähmen ..
http://www.hgspartner.de/fileadmin/temp ... burger.pdf
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Beitragvon energieprojekt » 31.12.2014 18:27 Uhr

Hallo EuRegEn,
natürlich sind es Fehler der Branche gewesen aber eben auch der Politik.
-Zum einen brauchten die Anbieter von Modulen nicht marktwirtschaftlich denken, das System war sehr einfach:
Die Amortisation lag bei irgendwo um die 12-14 Jahre
zum Jahresende wurde die neue Einspeisevergütung festgelegt und um diesen Betrag senkten die Anbieter die Preise und das durch die Bank weg.......
-Es waren Unternehmen am Markt die ihren Betrieb mit >90% Fremdkapital und Fördermittel betrieben das dies nicht gut gehen kann sollte eigentlich jedem klar sein, aber in den neuen Bundesländern war es politisch gewollt (Vorzeigeunternehmen Arbeitsplätze usw)
- Als dann der Markt ins bröckeln kam war das Geschrei groß die Schuld hatten die Chinesen mit ihren "Dumpingpreisen"....
Es wurden Strafzölle gefordert (vorne weg Solarworld/ Asbeck)
-gerade der hat dann nochmal richtig abgesahnt als sein Unternehmen den Bach runter ging, ich möchte es im Detail hier nicht ausweiten das man googlen, jedenfalls ist Asbeck privat auch da mit Gewinn raus gegangen.
-Dazu kamen teils Irrwitzige Projekte wie zb in Bayern wo einen riesen Biogasanlage auf dem freien Feld überdacht wurde und so eine Megawatt "gebäudeintegrierte" Pv-Anlage entstand statt auf einer Freifläche für die es weniger Einspeisevergütung gegeben hätte.............
Das kommt davon wenn Politiker über Lobbyisten mit Unternehmen die Wirtschaft fördern wollen......
nen guten Rutsch allerseits, Udo vom Energieprojekt

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