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Biogas, Biogasanlagen, Fermenter
EuRegEn
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Beitragvon EuRegEn » 15.02.2012 20:46 Uhr

Die Art der derzeitigen Biogasnutzung ist optimierungsbedürftig und der Ausbau stößt schon bald an Grenzen:

http://www.iwr.de/re/iwr/12/02/1406.html

14.02.2012, 12:20 Uhr
Bioland e.V.: EEG-Biogas-Förderung verdrängt ökologischen Anbau
Mainz – Der Verband für ökologischen Anbau, Bioland e. V., sieht durch das Erneuerbare-Energien-Gesetze (EEG) eine einseitige Förderung von industriellen Biogas-Großanlagen und fordert entsprechende Änderungen. Die Lebensmittelproduktion auf landwirtschaftlichten Flächen werde verdrängt, so die Ansicht des Verbands. In vielen Regionen Deutschlands würden Biobetriebe Pachtflächen an Biogaserzeuger sowie Massentierhalter verlieren. Den Grund dafür sieht Jan Plagge, Präsident des Bioland e. V., im EEG: "Das am 1.1.2012 in Kraft getretene Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) konterkariert eine nachhaltige und umweltverträgliche Weiterentwicklung der Biogas-Produktion in Deutschland."


Dieser Aspekt ist aber nur einer von vielen.

Die Abwärmenutzung ist in den meisten Fällen praktisch nicht vorhanden, oftmals gibt es eine Quasinutzung, nur um weitere Boni abzukassieren.

Hier könnten Satelliten-BHKWs die Sache entschärfen, oder ganz großen Anlagen auch eine Aufbereitung zu Bio-Methan.

http://www.esslinger-zeitung.de/themens ... 840445.cfm

Biogasverstromung macht insbesondere dann Sinn, wenn diese hauptsächlich Spitzenstrom erzeugen können, wenn also Wind und Sonne schwächeln.
Wenn Sonne und Wind das Netz beanspruchen, sollte Biogasstrom nicht zusätzlich das Netz verstopfen. Die Gasspeicher sind meist sehr klein.

Auch kann die Vermaisung nicht so weiter gehen. Wenn schon Flächen für Biogas genutzt werden, dann darf die Bodenfruchtbarkeit nicht verringert werden - im Gegenteil, sie muss verbessert werden:

http://www.lla-bayreuth.de/files/1_Aktu ... php?id=311

Noch besser: Die Nutzung von Gülle und anderen Rest- und Abfallstoffen.

oakgast
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Beitragvon oakgast » 27.03.2012 21:58 Uhr

Kommentar von "Olivenpellets" erstellt am 24.03.2012,17:45
Thema: Bioenergie (Biomasse & Agrartechnik)(Kommentar/ Tipp zu einem Produkt)

Oliventrester, eine wirkliche Alternative zu anderen Biomassen

Hat schon mal jemand über die Verwertung von Oliventrester in Biogasanlagen nachgedacht? Jährlich werden weltweit ca. 17,3 Millionen Tonnen Oliven geerntet. Etwa 80% der Ernte wird in Olivenmühlen zu Olivenöl weiterverarbeitet. Der Trester der in kürzester Zeit jährlich als Rückstand nach den Pressen anfällt wird aber zum Umweltproblem. Die flüssigen und festen Reststoffe aus der Produktion enthalten unter anderem Fette und Polyphenole die in den hier auftretenden Mengen giftig sind.
In einer interessanten Versuchsreihe konnte das Fraunhofer Institut eine gute Ausbeute an Biogas erreichen. Nachzulesen ist dies im erschienenen Jahresbericht 10-11 ab Seite 110.

Hier der Link:
[www.igb.fraunhofer.de]

<a href='http://www.energieportal24.de/b2b/rating/mail_extern_2.php?id=1987' target='_blank'>Mail an Olivenpellets</a>
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Beitragvon EuRegEn » 25.05.2012 14:47 Uhr

Allerdings können manche Abfälle - z.B. aus der Zuckerverarbeitung als hervorragendes Viehfutter verwendet werden kann.

Wenn dies hier nicht der Fall ist - Daumen rauf!
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Beitragvon EuRegEn » 14.07.2012 13:15 Uhr

Neben den genannten Nachteilen und Mängeln:

Mangelt es den Biogasbauern an Verantwortungsbewußt?

Wenn dann wieder neue Gesetze kommen, brauchen sich diese Verschmutzer nicht wundern.

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches- ... lz100.html

http://www.ndr.de/regional/niedersachse ... en143.html

http://www.welt.de/print-welt/article41 ... nlage.html
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Beitragvon EuRegEn » 27.07.2012 20:34 Uhr

Studie unterstreicht, was je schon alle wissen!

http://www.stern.de/wissen/natur/studie ... 65570.html

Deutsche Forscher fordern den weitgehenden Verzicht auf einen Ausbau der Energieerzeugung aus Biomasse. Es gebe aus umwelt- und klimaschutzpolitischer Sicht zu viele Nachteile, betonen die Experten einer Arbeitsgruppe der Wissenschaftsakademie Leopoldina in einer in Halle veröffentlichten Stellungnahme. Deutschland solle sich bei der Energiewende auf andere Energiequellen wie Wind- und Solarkraft konzentrieren, deren Bilanz bei Treibhausgas-Emissionen und anderen möglichen Umweltschäden besser sei.

Bei den EE ist es nun endlich Zeit, das Gemeinwohlinteresse über den Lobbyisteninteressen zu stellen - und die Sachverhalte in allen Bereichen zu überprüfen.
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Beitragvon EuRegEn » 23.06.2013 17:42 Uhr

Riesige Flächen wurden völlig wahllos für die Bioenergieerzeugung verbraucht, anstatt dass mit einer gezielten Auswahl von Flächen Überschwemmungspolder geschaffen wurden, die mit z.B. Kurzumtriebsplantagen bebaut werden:

http://www.bauernverband.de/22-forstwirtschaft
"Davon entfallen 2,12 Millionen Hektar auf den Energiepflanzenanbau. Der Anstieg von rund 150.000 Hektar im Vergleich zum Vorjahr ist zum Teil auf einen gestiegenen Anbau für Biogasanlagen zurückzuführen (plus 60.000 Hektar)"

http://de.wikipedia.org/wiki/Kurzumtriebsplantage

http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/p ... 55_KUP.pdf
Da Pappeln und Weiden zu den Auengehölzen
gehören, kann davon ausgegangenwerden, dass die
Bäume Überschwemmungen gut vertragen (Stahl et
al. 2005: 100). Zudem kann der hohe Wasserbedarf
der Bäume dazu beitragen, Abflussspitzen im Sommer zu kappen und das Entstehen lokaler Überflutungen zu verzögern (Hall 2003: 9). Durch die verringerte Versickerung werden auch weniger
Nährstoffe verlagert. Die Bäume schützen durch ihr
Wurzelwerk den Boden vor einem stärkeren Abtrag. Durch die Verbesserung der Struktur des Oberbodens wird auch das Niederschlagswasser leichter
in den Boden eindringen und versickern können.
Insbesondere auf Ackerflächen im Überflutungsbereich stellen Kurzumtriebsflächen daher eine Aufwertung dar.

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Beitragvon EuRegEn » 31.03.2014 15:08 Uhr

Unglaublich...

http://www.infranken.de/regional/lichte ... 220,667824

"Zu einem folgenschweren Ereignis kam es am Mittwoch, gegen 17 Uhr, in der Biogasanlage am Ortsrand von Redwitz. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei entstand bei Bauarbeiten, die eine Spezialfirma an der bereits im Betrieb befindlichen Anlage ausführte, ein Leck. Nach ersten Schätzungen sind dadurch, wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberfranken mitteilte, etwa 1500 bis 3000 Kubikmeter Gülle ausgelaufen."

Wenn ich da so manche Biogasanlagen sehe, die unmittelbar an Bächen gebaut wurden, dann ist es nur eine Frage der Zeit bis eine richtige Katastrophe eintreten wird.
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Beitragvon EEWELT » 13.11.2015 16:12 Uhr

Ist noch viel schlimmer, als ich es befürchtet habe:
http://www.br.de/nachrichten/biogasanla ... r-100.html

Sie sprechen von einer echten Umweltkatastrophe. Allein in diesem Landkreis gab es 50 Biogas-Unglücke in den vergangenen Jahren, bei nur 100 Anlagen.
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Beitragvon EEWELT » 20.06.2017 15:22 Uhr

Absolut nicht neu - aber in breiter Front akut!
https://www.shz.de/regionales/schleswig ... 01826.html
Die Gärreste aus Schleswig-Holsteins mittlerweile 630 Biogasanlagen drohen zum Risiko für die Gesundheit zu werden: „Gemeinsam mit den herkömmlichen Güllemengen bringen sie die Sicherheit des Grundwassers immer stärker in Gefahr“, warnt Professor Friedhelm Taube von der Kieler Universität.
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Beitragvon energieprojekt » 20.06.2017 15:32 Uhr

nun das Thema ist leider sehr akut. aber auch ohne Biogasanlagen würde diese Gülle anfallen und ins Erdreich gelangen....
Ich kenne sehr viele Betreiber deren Anlagen undicht sind und dann sogar noch die (wenn vorhanden) Wärmenetze verschmutzen
Udo von www.energieprojekt.biz

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