Kommentar von "Jule B." erstellt am 06.02.2012,19:21
Thema: Sonstiges(Frage zu einem Produkt)
Ich hoffe, ich bin im richtigen Forum gelandet.
Ich habe folgendes Problem: Meine Familie und ich bewohnen ein Haus Bj 1981, 230 m^2 zu beheizende Fläche, Fenster und Isolation so lala. Nach langem Hin und Her haben wir uns, auf Anraten verschiedener Firmen, für eine L/W Wärmepumpe entschieden. Leider müssen wir jetzt feststellen, dass wir bei den momentanen Minustemperaturen im Kalten sitzen. Obwohl die Vorlauftemperatur dank Heizstab (über Wirtschaftlichkeit wollen wir gerade mal garnicht reden) bei teilweise 47°C liegt, kommt bei uns im OG nichts davon an. Uns wurde von der Firma eine Raumtemperatur von 19°C garantiert, was ja nicht besonders hoch ist, aber weit über dem liegt, was wir im Moment wirklich haben. Ich bin rechtschaffen verzweifelt. Der Techniker meinte lapidar: "Ha, bei denne Temperature bringt die halt net mehr Leischtung, auch eine größer dimensionierte Pumpe net." Kennt jemand das Problem? Oder sogar eine Lösung?
Danke für eure Antworten,
Jule
Gut, dass du deinProblem mit der Wärmepumpe in einem Altbau hier benennst, das tun die wenigsten Betroffenen.
Nach deinen Angaben gehe ich davon aus, dass die Wärmeverteilung über Heizkörper erfolgt, wegen der hohen Vorlauftemperatur.
Hier treten zwei Probleme auf.
Erstens die schlecht gedämmte Gebäudehülle, diese ist speziell bei Wärmepumpen eine Grundvoraussetzung für einen energieeffizienten Betrieb. Dämmung "so lala", das wird nicht funktionieren. Nach meiner Erfahrung ist eine Heizlast von kleiner 40 Watt pro m² Wohnfläche eine sehr gute Voraussetzung. In deinem Fall sind es vermutlich schlechte 100 - 150 Watt pro m² WNF.
Zweitens ist eine Wärmeverteilung über eine Fußbodenheizung, wegen der merklich niedrigeren Vorlauftemperatur eine sehr wichtige Voraussetzung für den Betrieb der Wärmepumpe. Die Wärmepumpe ist unrentabel bei hohen Vorlauftemperaturen und kann nur mit stark fallender Arbeitszahl hohe Temperaturen liefern.
Bei unseren Luft-/Wasser-Wärmepumpe liegt die Temperaturobergrenze bei 40° für Warmwasser, das belohnt uns das Wärmepumpensystem mit sehr niedrigen, sparsamen Verbrauchszahlen.
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/energiestatistik.html...
@ Jule B. - Mit einer Wärmepumpe wirst du das Problem nicht lösen können. Ich würde den Fachhandwerker in die Pflicht nehmen. Vielleicht baut er auf seine Kosten einer Gastherme etc. ein und richtet einen bivalenten Betrieb ein, beispielsweise bis +3° C. mit der Luft-/Wasser-Wärmepumpe und darunter bei höherer Heizlast mit der Gastherme.
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