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Dirki
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Beitragvon Dirki » 31.01.2012 17:49 Uhr

Hallo zusammen,

ich bitte um Hilfe. Ich weiß nicht mehr weiter.

Folgende Fakten:
EFH freistehend, Bj. 1967, neue Fenster doppelt verglast mit diesem Gas dazwischen.
Dachboden mit 160er Wolle ausgelegt.
Flachheizkörper
120 qm und 80 qm Keller (dort aber Heiz. aus)
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angeschlossen direkt an Pufferspeicher 800 Liter, der nur unten einen WT hat, dort ist die Solaranalge angeschlossen.
Die LWP erhitzt also die 800 Liter, die auch gleichzeitig durch die Heizkörper laufen und an einer Frischwasserstation angeschlossen sind, die aber mittlerweile wieder den Durchlauferhitzer zwischengeschaltet hat, da die Temp. im Speicher nicht hoch genug wird bzw. der Verbrauch ja dann noch höher ist. Ich habe seit 1.12.2011 einen Verbrauch von 3800 kwh bis heute zum 31.1.2012 verbraucht, das ist ein Verbrauch von ca. 60 bis 65 kwh pro Tag im Schnitt. Dabei hatte ich dann teilweise nur 19 Grad im Haus. Die Temp. liegt im Moment im oberen Bereich bei 44 Grad und im unteren Bereich bei 39 Grad. Ich habe die LWP auf 40 Grad im Rücklauf eingestellt. Somit komme ich auf 200 Euro im Monat bei 7 Monaten Heizperiode. Also im Jahr ca. 2.400 Euro und habe es teilweise noch nichtmal richtig warm. Was kann ich machen oder woran kann es liegen? Oder ist der Verbrauch normal ? Eine Heizlast oder ähnliches kann ich nicht benennen.

bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 31.01.2012 20:47 Uhr

Da Tipp ich mal auf Fehlinvestition? Wer hat den dir bei einem Altbau und Heizkörper und mit Einbindung eines großen Pufferspeichers zu einer Luft-WP geraten? Wohl jemand der sich einen schönen Auftrag erhofft hat und damit gut verdient hat.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 31.01.2012 21:12 Uhr

Die Kombination einer Luft-Wasser-Wärmepumpe in einem Altbau ist schon grenzwertig.
Die Heizkörper als Wärmeüberträger in Kombination mit einer Wärmepumpe stellen die Systemeffizienz auf den Kopf.
Die Kombination Wärmepumpe mit einem Pufferspeicher als Wärmespeiser für den Heizkreis wirkt einem effizienten Betrieb entgegen.

Ist ein hydraulischer Abgleich gemacht worden? Die unterschiedlichen Temperaturen am Heizkörper sind ein Zeichen eines nicht durchgeführten hydraulischen Abgleichs.

Ich würde die Verbrauchzahlen bei den genannten Rahmenbedingungen als durchaus üblich bezeichnen.

Vielleicht sollte man den Planer oder Installateur ansprechen und fragen, wie er ein solches Heizungskonzept mit einer Wärmepumpe unter diesen ungeigneten Bedingungen vorschlagen konnte.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Dirki » 31.01.2012 21:33 Uhr

Vielen dank für die Meinungen. Was wäre eine Lösung, die am sinnvollsten ist? Lwp raus und Gas rein? Anschluss vorhanden.
Oder Gas in Kombination mit der lwp
oder lwp in Kombi mit wassergeführtem Kamin?
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Beitragvon Dirki » 31.01.2012 21:40 Uhr

Achso, der hydraulische Abgleich wurde durchgeführt.
Empfohlen hat es mir ein Energieberater, der scheinbar keiner ist und scheinbar keine Ahnung hat. Kommunikation findet dort aber nicht mehr statt. Aber ich Suche jetzt nach einer Lösung und weiss nicht weiter....
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 01.02.2012 08:00 Uhr

Dirki hat geschrieben:Lwp raus und Gas rein? Anschluss vorhanden.
Oder Gas in Kombination mit der lwp
oder lwp in Kombi mit wassergeführtem Kamin?
Der Einbau einer Gastherme ist bei vorhandenem Gasanschluss schnell und kostengünstig hergestellt. Ein bivalenter Betrieb beispielsweise mit einer Zuschaltung der Gastherme bei kleiner +5° Celsius ist eine Option.

Die Installation eines Holzofens mit Wasserführung ist nur dann interessant, wenn man den wesentlichen Aufwand für die Befeuerung, Pflege etc. nicht scheut. Wirtschaftlich interessant ist dies aber nur, wenn man das Holz nicht brennfertig bestellt, sondern Selbstversorger ist bzw. die Stämme in Eigenregie brennfertig aufbereitet.

Warum sind denn trotz des hydraulischen Abgleichs unterschiedliche Temperaturen an den Heizkörpern? Sind denn in sämtlichen Räumen die Heizkörper ausreichend mit Wärme versorgt? Oder gibt es Räume, in denen die Heizkörper stark abweichende Temperaturen haben?

Unabhängig vom Heizsystem ist eine optimale Einstellung der Heizungssteuerung das A und O. Nur dann kann das Heizsystem seine Effizienzpotentiale vollends ausspielen, siehe folgendes PDF.

Tipp - Optimales Einstellen der Heizung - Fusspunkt und Heizkurve
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... eizung.pdf

Gruß

Thomas Heufers


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Beitragvon Dirki » 01.02.2012 20:59 Uhr

Hallo Herr Heufers,

Vielen dank für Ihre Meinung und Antwort. Die Steuerung der lwp kann scheinbar nicht soviel wie andere heizungssteuerungen. Ich hab das Gefühl, das ich mit Gas günstiger fahre, wenn die temp. Draussen auch warmer als plus 5 Grad ist. Ich kann dann auch mal hoher fahren, um es richtig warm zu kriegen. Ich muss aber noch mal drüber schlafen , wie ich weitermache.
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Beitragvon Susipeter » 05.02.2013 16:26 Uhr

Dirki hat geschrieben:Hallo zusammen,

ich bitte um Hilfe. Ich weiß nicht mehr weiter.

Folgende Fakten:
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Die LWP erhitzt also die 800 Liter, die auch gleichzeitig durch die Heizkörper laufen und an einer Frischwasserstation angeschlossen sind, die aber mittlerweile wieder den Durchlauferhitzer zwischengeschaltet hat, da die Temp. im Speicher nicht hoch genug wird bzw. der Verbrauch ja dann noch höher ist. Ich habe seit 1.12.2011 einen Verbrauch von 3800 kwh bis heute zum 31.1.2012 verbraucht, das ist ein Verbrauch von ca. 60 bis 65 kwh pro Tag im Schnitt. Dabei hatte ich dann teilweise nur 19 Grad im Haus. Die Temp. liegt im Moment im oberen Bereich bei 44 Grad und im unteren Bereich bei 39 Grad. Ich habe die LWP auf 40 Grad im Rücklauf eingestellt. Somit komme ich auf 200 Euro im Monat bei 7 Monaten Heizperiode. Also im Jahr ca. 2.400 Euro und habe es teilweise noch nichtmal richtig warm. Was kann ich machen oder woran kann es liegen? Oder ist der Verbrauch normal ? Eine Heizlast oder ähnliches kann ich nicht benennen.

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Beitragvon oakgast » 29.03.2013 19:48 Uhr

Kommentar von "Ralf" erstellt am 29.03.2013,14:49
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Das Tema ist alt, aber ich wollte trotsdem mal meine Meinung schreiben. Immer wieder lese ich von zu klein gekauften Wärmepumpen. Der elektische Heizstab macht die Einsparung zunichte. Interessant ist eine Reihenschaltung einer solchen WP mit einem Öl- oder Gaskessel. Bei mir heizt sie bis 8°C allein, bis -5°C in Reihe mit einem Ölkessel und bei kälteren Temperaturen ist sie aus, weil unwirschaftlich.
Ralf
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Beitragvon bernhard geyer » 30.03.2013 14:43 Uhr

oakgast hat geschrieben:Interessant ist eine Reihenschaltung einer solchen WP mit einem Öl- oder Gaskessel.

Ist nur in den wenigesten Fällen finanziell Lohnend. Man hat nun 2 Heizsysteme, Braucht Kamin und 2ten Zähler, Braucht aufwändigere Steuerung, ... Bestenfalls ist das eine 0-Nummernspiel. Schlechtestensfall ersetzt man 1000 € für Öl durch 1000 € für Strom/Zinsen/Zählergebühr.

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