Hallo Forumsteilnehmer!
Ich bin neu im Forum und als interessierter Laie auf der Suche nach einer sinnvollen, umweltfreundlichen und bezahlbaren Lösung zum Heizen und zur Brauchwassererwärmung.
Ich erhoffe mir durch eure Unterstützung und Ratschläge die Hinweise zur Entscheidungsfindung.
Wir planen neben unserem bereits bestehenden Wohnhaus einen Neubau mit 2 Wohneinheiten in 2012. Der Altbau (erstellt 2006) ist bereits durch eng gelegte Fußbodenschleifen (Kunststoffrohr) für eine Erdwärmeanlage vorbereitet (nur Fußbodenheizung ohne Heizkörper). Zum Heizen diente bisher lediglich ein Kamin. Beide Gebäude sind ohne Unterkellerung und Lüftungsanlage.
Auch der Neubau soll ausschließlich mit einer Fußbodenheizung beheizt werden.
Folgende Dämmwerte werden erreicht:
Grundfläche gesamt (Alt-und Neubau) 380m²
Brutto Rauminhalt 1.400m³
Jahres-Primärenergiebedarf [kWh/(m²a)] = 45,57
Transmissionswärmeverlust [W/(m²K)] = 0,217
Damit liegen wir im Bereich eines kfw-55 Hauses.
Unser Grundstück ist groß genug einen Flächenkollektor zu verlegen. Aufgrund der hohen JAZ liebäugeln wir mit einer Direktverdampferanlage, sind aber auch für alles andere offen.
Neben einer Erdwärmeanlage soll auch eine Photovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung mit aufs Dach.
Folgende Fragen stellen sich uns:
1. Sind die verlegten Fußbodenschleifen (Standartkunststoffrohrdurchmesser) im alten Haus für eine DV-Anlage geeignet oder müssen spezielle Leitungen im Haus verlegt werden?
2. Sind DV-Anlagen im Wasserschutzgebiet (Schutzzone II) erlaubt? Oder nur Sole möglich?
3. Welche Flächengröße des Flächenkollektors wird empfohlen? Vom Gefühl her würde ich die im Erdreich liegenden Schleifen mit größeren Abständen - als normal empfohlen - verlegen, um den Boden bei tieferen Temperaturen nicht so schnell auszukühlen. Macht das Sinn? Oder lieber eine Schleife mehr, also einen größeren Flächenkollektor, legen?
4. Wir haben sehr lehmhaltigen Boden. Muss nach dem Einbringen des Flächenkollektors der Boden über dem Kollektor mit Sand oder Erde durchmischt werden um eine bessere Durchlässigkeit zu erreichen?
5. Welche Anlagengröße in KW benötigen wir für eine reine Heizleistung der 380m²?
Um die Warmwasser/Brauchwassererwärmung für 3 Küchen und 4 Bäder sicherzustellen, könnten wir ebenfalls die Erdwärmeanlage nutzen. Aufgrund der Legionellengefahr würden wir einem Pufferspeicher mit Durchlauferhitzerfunktion den Vorrang geben. Leider sind die Leitungswege vom Pufferspeicher zu den Abnahmepunkten bis zu 12m lang. Da brauchen wir entweder ne Zirkulationsleitung (hoher Energiebedarf) oder wir verschwenden viel kaltes Wasser bis das warme Wasser dann endlich ankommt.
Alternativ könnten wir auch nur einen Durchlauferhitzer an jeden Wasserabnahmepunkt einbauen.
6. Was erscheint euch als Lösung sinnvoll?
7. Welche Anlagengröße in KW benötigen wir ca. für Heizleistung und Warmwasseraufbereitung (13 Personen)?
8. Welche Pufferspeichergröße wird für den Heizungsspeicher benötigt und welche Pufferspeichergröße für die Warmwasseraufbereitung?
9. Habt ihr Erfahrungen mit DV-Anlagenerstellern die ihr empfehlen könnt (PLZ 53804 Raum Köln/Bonn)?
Sehr viele Fragen…ich weiß. Aber es erschien mir sinnvoll das Gesamtsystem mit den offenen Fragen im Zusammenhang darzustellen anstatt immer nur einzelne Fragen ins Forum zu stellen.
Ich freue mich über eure Anregungen, Angebote und vor allem eure Erfahrungen.
Danke!
Beste Grüße
Bauer