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Vergleich Wärmepumpe mit Gastherme

Erdwärme, Wärmepumpe, Bohrungen, Sonden...
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Beitragvon oakgast » 23.01.2012 09:21 Uhr

Kommentar von "reiner" erstellt am 23.01.2012,09:18
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Hallo,
wir planen von Nachtspeicher�fen auf eine Heizung mit Brennwertgastherme oder W�rmepumpe umzustellen. Da die Rohre schon liegen w�rde eine Therme etwa 5000 Euro ( mit Heizk�rpern) kosten, ein Telefonisches W�rmepumpenangebot mit Brunnen bohren ( einer ist schon vorhanden) auf 18 000 Euro. Wir haben ein EFH mit 150 m� plus einen Feststoffofen im Wohnzimmer, Bj 70 aussen nicht ged�mmt ( kommt noch).

Sind die 18000 Euro realistisch, w�rde eine solche Investition gegen�ber den 5000 Euro sich rechnen?
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Beitragvon Thomas Heufers » 23.01.2012 12:32 Uhr

Gegenargumente zum Einsatz einer Wärmepumpe in dem beschriebenen Fall.

1. Keine
Fußboden- oder Flächenheizung vorhanden, denn nur damit kann man die Effizienzpotentiale einer Wärmepumpe voll ausreizen.

2. Ein schlecht gedämmtes Gebäude bietet für die Wärmepumpe äußerst ungünstige Einsatzbedingungen, weil die Vorlauftemperatur sehr hoch liegen wird. Der
ungünstige Temperaturhub (Differenz zwischen Wärmequellentemperatur und Vorlauftemperatur) führt zur Verschlechterung des Wirkungsgrad der Wärmepumpe.

3. Würde man bei den bestehenden Bedingungen eine Wärmepumpe einsetzen, dann ergibt sich nach einer später durchgeführten Dämmung der Gebäudehülle der Nachteil, dass die
Wärmepumpe überdimensioniert ist. Folge ist eine höhere Taktung des WP-Systems. Das führt zur Verkürzung der Lebensdauer und erhöht in der Folge den Verbrauch.

Gruß

Thomas Heufers


Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 24.01.2012 07:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon KTT » 24.01.2012 07:12 Uhr

Hallo Reiner,

wenn schon in Ihrem Fall Wärmepumpe, dann mit Hyper Inverter Klimageräten.
Diese erreichen eine JAZ von 4 und kommen, je nach benötigter Anzahl, meist deutlich günstiger als jedes andere Heizsystem.

z.B. 3 Hyper Inverter kosten samt Montage um 4 T€, die Kilowattstunde Nutz-Heizenergie kommt je nach Strompreis auf ca. 5 Cents.
Damit liegt man hinsichtlich Anschaffungskosten als auch Verbrauchskosten günstiger als mit einer Brennwerttherme, ist von fossilen Energieträgern unabhängig und kann im Sommer damit kühlen.

Grüße Josef
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Beitragvon oakgast » 30.01.2012 13:38 Uhr

Kommentar von "Hilmar Marsula" erstellt am 24.01.2012,22:41
Thema: Sonstiges(Frage zu einem Produkt)

Nach Erneuerung unserer alten Gasheizung auf eine Brennwerttherme mit 500 Liter Standspeicher haben wir zusätzlich eine 10,6 kV-PV-Anlage auf dem Dach installiert. Macht es Sinn zusätzlich eine Luft-Luft-Wärmepumpe für die Jahreszeiten mit mehr als 5 ° C zu integrieren. Beim Objekt handelt es sich um einen Altbau (60er-Jahre) mit aktuell isolierten Dach und Iso-Verglasung. Die Außendämmung steht noch aus. WF 150 m2, die Heizkörper stammen noch aus der Zeit als die Anlage mit Ölbrenner und Schwerkraft betrieben wurde.
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Beitragvon KTT » 30.01.2012 18:49 Uhr

Sie werden kein vollautomatisches Heizsystem finden, das oberhalb von +5°C und dem bei Ihnen vorhandenen wassergestützten, schwerkraftbetriebenen Wärmeverteilsystem kostengünstiger heizt (ca. 5 Cents/kWh Nutzheizenergie) als Hyper Inverter Klimageräte = Luft/Luft-Wärmepumpen.
Die entscheidende Frage ist nur, können Sie mit einem Gerät die wesentlichen Wohnbereiche erwärmen oder benötigen Sie mehrere Innengeräte.

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Beitragvon Thomas Heufers » 31.01.2012 08:17 Uhr

KTT hat geschrieben:Sie werden kein vollautomatisches Heizsystem finden, das oberhalb von +5°C und dem bei Ihnen vorhandenen wassergestützten, schwerkraftbetriebenen Wärmeverteilsystem kostengünstiger heizt (ca. 5 Cents/kWh Nutzheizenergie) als Hyper Inverter Klimageräte = Luft/Luft-Wärmepumpen.
Ich garantiere, dass der Fragesteller mit dem System seine böse Überraschung erleben wird. Das Geld für die Inverter-Technik ist dann möglicherweise ausgegeben, die Kostenfalle mit der vollkommen verfehlten Wärmetechnik treibt dem Betreiber mit Sicherheit Tränen in die Augen.

Das vermeintlich günstige Investment entpuppt sich als teure Fehlinvestition. Und bei all dem wird es dann im Winter überhaupt nicht warm. Dann muss man den geöffneten Backofen anschalten, um zumindest die Küche warm zu bekommen.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon KTT » 31.01.2012 08:34 Uhr

Danke Thomas für deine so qualifizierte und wohlbegründete Stellungnahme. Das spricht für Beratungsqualität.
Hast du schon überhaupt mal einen Hyper Inverter von weniger als einen Kilometer Entfernung gesehen?
Ein Kunde hat mir vor ca. zwei Wochen folgendes Mail gesandt:
"Vorgestern hatte es minus 16,5° in Sistrans.
Auch das große Wohnzimmer war ohne zusätzlichen Kachelofen auf 22°"

Es geht also auch ohne Backofen.

Grüße aus den Alpen

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