Hallo,
ich benötige Hilfe und Beratung bei einer Umbauaktion meiner Wärmepumpe.
Es handelt sich um ein Passivhaus mit einem bereits geringen Wärmebedarf. Als Grundkonzept wurde beim Neubau vor 2 Jahren eine Junkers STE 60 Pumpe eingebaut. Die Bohrung ist dabei 100 m tief. Die beheizte Fläche sind 140 m2, natürlich ausschließlich FBH.
Dazu wurde eine Solarthermieanlage mit Heizungsunterstützung eingebaut. Problem dabei ist, dass der 750 l Speicher Warmwasser und Heizung nicht hydraulisch trennen kann. Somit wird für die FBH eigentlich immer Warmwasser produziert statt die notwendigen 25 °C Vorlauftemp / 0°C Außentemp). Der obere Teil des Speichers ist für WW zuständig und beliefert eine Frischwasserstation. Aus der Mitte wird die FBH bedient. Wenn oben 50° anliegen, sind es in der Mitte 40 - 45 ° C. Über den Mischer wird dann das teuer erzeugte WW auf 25° C FBH Temperatur „vernichtet“. Es verwundert kaum, dass die Jahresarbeitszahl bei rund 3,5 liegt statt vorher abgeschätzt bei 4,7 und das bei hohen Soletemperaturen.
Daher jetzt die Überlegung WW und Heizung hydraulisch zu trennen. Die WP soll dabei direkt in den Estrich pumpen mit der Grundfos Alpha 2 in Reihe. Dabei ergeben sich folgende offensichtliche Probleme:
- WP muss rücklaufgesteuert arbeiten (Sensor versetzen)
- Die Heizungsumwälzpumpe arbeitet dann mit der Wärmeträgerpumpe in der WP in Reihe. Was wenn die WP aus ist, dann läuft die Heizungsumwälzpumpe weiter. Hier muss noch ein hydr. Kurzschluss eingebaut werden, damit die HUP nicht gegen Wiederstand läuft, oder? Kann man da einfach den alten Mischer beibehalten und manuell in mittlerer Stellung betreiben?
- Die WP ist natürlich als FBH – Pumpe völlig überdimensioniert. Bei 23-24° Rücklauftemperatur hebt sie um knapp 10 ° an auf 35°C.
- Die Steuerung sollte dann z.B. bei 23-24 ° C Rücklauf einschalten und bei 25-26°C wieder ausschalten
- Die Wohnzimmeroberflächentemperatur darf aber aufgrund des Belages nur bei max 28°C liegen. Meiner Meinung nach ist der Estrich aber so träge, dass selbst bei kurzzeitig 35°C Aufwärmung um die Heizschleifen die Oberflächentemp kaum schwanken sollte – liege ich da richtig?
- Reicht der „Puffer“ FBH aus, oder steigt die Temp. zu schnell an, so dass die WP zu oft taktet – wie lange sollte die WP mindestens laufen?
- Könnten sich hydraulische Umläufigkeiten im Solarthermiekreis ergeben bzw. im Frischwasserstationskreis, denn die WP erzeugt ja neben dem Heizungswasser auch über ein Magnetventil gesteuert das WW.
Ansonsten plane ich die Umbauaktion mit Kugelhähnen rückbaubar zu gestalten, um jederzeit wieder auf das alte System zu wechseln, falls nach dem Umbau nichts mehr geht, oder für die Übergangsjahreszeit zwischen Oktober und November (im Passivhaus beginnt die Heizperiode frühestens Mitte Oktober) bei deutlichen solaren Gewinnen.
Danke schon mal für eure Ratschläge
Stefan.