Neubau und viele Fragen
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- Oellness
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Hallo,
wir haben uns nun entschlossen ein kleines EFH zu bauen.
Wir bzw. ich sind auf diesen Gebiet komplette Laien und deswegen möchte ich hier Eruen Rat einholen worauf ich achten muss um Fehler zu vermeiden.
Im Moment steht nur der Grundriss, nächste Woche haben wir einen Termin bei den Bauträger und bis dahin möchte ich nicht vollkommen dumm da stehen wenn dieser mir etwas verkaufen will oder auch nicht.
Zu unseren Wünschen:
- EFH 135m²
- Grundfläche: 10,5 mal 9 Meter, 1 Geschoss, 45° Dachneigung, Drempel ca 85cm.
- Dunkle Verblender
- Grundstück. SSO Ausrichtung
- Kaminofen im Wohnzimmer ohne Wasseranschluß
Nun möchten wir gerne den KFW70 Standard erreichen.
Was sind die besten Maßnahmen nach Preis/Leistung in Bezug auf Dämmung, Heizungsanlage usw.?
Vor lauter Infos raucht mir schon der Kopf und ich werde eigentlich nur noch mehr verunsichert je mehr ich lese...
Ich bedanke mich schon mal im vorraus für Eure Mühe!
Gruß
wir haben uns nun entschlossen ein kleines EFH zu bauen.
Wir bzw. ich sind auf diesen Gebiet komplette Laien und deswegen möchte ich hier Eruen Rat einholen worauf ich achten muss um Fehler zu vermeiden.
Im Moment steht nur der Grundriss, nächste Woche haben wir einen Termin bei den Bauträger und bis dahin möchte ich nicht vollkommen dumm da stehen wenn dieser mir etwas verkaufen will oder auch nicht.
Zu unseren Wünschen:
- EFH 135m²
- Grundfläche: 10,5 mal 9 Meter, 1 Geschoss, 45° Dachneigung, Drempel ca 85cm.
- Dunkle Verblender
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Nun möchten wir gerne den KFW70 Standard erreichen.
Was sind die besten Maßnahmen nach Preis/Leistung in Bezug auf Dämmung, Heizungsanlage usw.?
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Ich bedanke mich schon mal im vorraus für Eure Mühe!
Gruß
- Thomas Heufers

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An erster Stelle sollte stehen, dass die Gebäudehülle (Dach, Wand, Fenster, Sohle etc.)
sehr gut gedämmt wird.
Mein persönlicher Favorit ist eine Holzrahmenbauweise mit einer diffusionsoffenen Wand- und Dachkonstruktion. Eine Vielzahl gebauter Objekt mit U-Werten der Außenwand von kleiner 0,13 W/m²K sind über meinen Vertrieb durchgeführt worden. Die Bauherrn sind durchweg mit dem energetischen Konzept zufrieden und freuen sich über den niedrigen Energiebedarf und den guten Wohnkomfort (Fußbodenheizung und Lüftung).
Es spielt aber keine Rolle, ob es ein KfW Effizienzhaus 70 oder besser ist, entscheidend für eine energiesparende Bauweise ist in erster Linie die Gebäudehülle, hier ist auch auf einen günstigen A/V-Faktor (Verhältnis von Außenfläche zu Gebäudevolumen) zu achten.
Das Streben nach besseren Effizienzklassen ist in der Regel mit hohen Preisaufschlägen zu bezahlen. Bleibt also manchmal die Frage, ob sich dieses Streben aus wirtschaftlicher Sicht immer lohnt.
Lasst euch einen schicken, ökonomischen Entwurf nach euren Budget-Vorstellungen mit einer solaren (passive & aktive Wärmegewinne), energieeffizienten Planung ausarbeiten.
Angebote nach Standardvorgaben sind nicht aussagekräftig, eine Planung muss immer nach den Vorgaben des gültigen Bebauungsplans ausgearbeitet werden. Nach den Planungen kann euch dann ein schlüsselfertiges Angebot o.a. erstellt werden.
Fragen zum Angebot, zum Bauleistungsverzeichnis, zum energetischen Konzept könnt ihr in einer unabhängigen Bau-und Energieberatung bei eurer Verbraucherzentrale abklären.
Übrigens, bezüglich deiner angesprochenen Fassadenausführung. Dunkle Verblender (Klinker-Vorbau) sind bei guter Qualität extrem langlebige Fassaden. Nachteil ist der hohe Kostenaufwand für die Klinkerschale. Für diesen Aufwand kann man auch eine hochwertige, energiesparende und witterungsresistente Dämmfassade (bspw. Inthermo-Wärmedämm-System) bekommen.
Viel Erfolg bei der Umsetzung eures Bauvorhabens!
Gruß
Thomas Heufers
Mein persönlicher Favorit ist eine Holzrahmenbauweise mit einer diffusionsoffenen Wand- und Dachkonstruktion. Eine Vielzahl gebauter Objekt mit U-Werten der Außenwand von kleiner 0,13 W/m²K sind über meinen Vertrieb durchgeführt worden. Die Bauherrn sind durchweg mit dem energetischen Konzept zufrieden und freuen sich über den niedrigen Energiebedarf und den guten Wohnkomfort (Fußbodenheizung und Lüftung).
Es spielt aber keine Rolle, ob es ein KfW Effizienzhaus 70 oder besser ist, entscheidend für eine energiesparende Bauweise ist in erster Linie die Gebäudehülle, hier ist auch auf einen günstigen A/V-Faktor (Verhältnis von Außenfläche zu Gebäudevolumen) zu achten.
Das Streben nach besseren Effizienzklassen ist in der Regel mit hohen Preisaufschlägen zu bezahlen. Bleibt also manchmal die Frage, ob sich dieses Streben aus wirtschaftlicher Sicht immer lohnt.
Lasst euch einen schicken, ökonomischen Entwurf nach euren Budget-Vorstellungen mit einer solaren (passive & aktive Wärmegewinne), energieeffizienten Planung ausarbeiten.
Angebote nach Standardvorgaben sind nicht aussagekräftig, eine Planung muss immer nach den Vorgaben des gültigen Bebauungsplans ausgearbeitet werden. Nach den Planungen kann euch dann ein schlüsselfertiges Angebot o.a. erstellt werden.
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Übrigens, bezüglich deiner angesprochenen Fassadenausführung. Dunkle Verblender (Klinker-Vorbau) sind bei guter Qualität extrem langlebige Fassaden. Nachteil ist der hohe Kostenaufwand für die Klinkerschale. Für diesen Aufwand kann man auch eine hochwertige, energiesparende und witterungsresistente Dämmfassade (bspw. Inthermo-Wärmedämm-System) bekommen.
Viel Erfolg bei der Umsetzung eures Bauvorhabens!
Gruß
Thomas Heufers
Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 09.01.2012 16:58, insgesamt 1-mal geändert.
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http://ecotec-energiesparhaus.de/
http://ecotec-energiespartechnik.de/
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- Oellness
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Hallo
Vielen Dank für die Antwort.
Wenn ich nicht Irre müsste das Haus einen A/V Wert von 0,58 haben und der U-Wert der Außenwand einen Wert von 0,18.
Das Dach wird einen U-Wert von 0,14 haben.
Dazu dreifach Isolierverglasung mit einem Ug von 0,6.
Den Uw weiß ich leider nicht.
Wie sollte die Bodenplatte gedämmt sein?
Macht es überhaupt Sinn eine WP zu nehmen da wir sowieso einen Schornstein benötigen und auch den Schornsteinfeger jährlich zu Besuch bekommen da wir unbedingt einen Kaminofen haben wollen?
Im Grunde würden ja nur die Kosten für die Gas-Brennwert Anlage und die Solarthermie wegfallen dafür aber höhere Kosten für eine WP anfallen.
Wir wollen überwiegend mit Holz aus den eigenen Wald heizen.
Wäre es da nicht Sinvoller bei der Gas-Brennwert Anlage + Solar zu bleiben wenn wir trotzdem den KFW70 Standard erreichen?
Wir würden dann eine FBH bekommen um für die Zukunft gerüstet zu sein wenn die herkömmliche ANlage den Geist aufgibt.
Was meint Ihr?
Danke und Gruß
Oellness
Vielen Dank für die Antwort.
Wenn ich nicht Irre müsste das Haus einen A/V Wert von 0,58 haben und der U-Wert der Außenwand einen Wert von 0,18.
Das Dach wird einen U-Wert von 0,14 haben.
Dazu dreifach Isolierverglasung mit einem Ug von 0,6.
Den Uw weiß ich leider nicht.
Wie sollte die Bodenplatte gedämmt sein?
Macht es überhaupt Sinn eine WP zu nehmen da wir sowieso einen Schornstein benötigen und auch den Schornsteinfeger jährlich zu Besuch bekommen da wir unbedingt einen Kaminofen haben wollen?
Im Grunde würden ja nur die Kosten für die Gas-Brennwert Anlage und die Solarthermie wegfallen dafür aber höhere Kosten für eine WP anfallen.
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Wäre es da nicht Sinvoller bei der Gas-Brennwert Anlage + Solar zu bleiben wenn wir trotzdem den KFW70 Standard erreichen?
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Oellness
- bernhard geyer

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Oellness hat geschrieben:Den Uw weiß ich leider nicht.
Wie start werden die Fensterrahmen werden? Gute Rahmen die nicht zu dick aufragen haben ca. 8 cm.
Oellness hat geschrieben:Macht es überhaupt Sinn eine WP zu nehmen da wir sowieso einen Schornstein benötigen und auch den Schornsteinfeger jährlich zu Besuch bekommen da wir unbedingt einen Kaminofen haben wollen?.
Bei eeinem Kamin wird alle Jahre der Schornstein gefegt. Bei intensiver Nutzung 2*. Alle 3-4 Jahre erfolgt eine Feuerstätten"schau". Ein vollwertige Verbrennungsheizung erhält auch noch 1* im Jahr eine Abgasprüfung. Für diese zweite Brandstätte benötigst du einen zweiten Kaminzug da du diesen nicht zusammen mit deinem Kaminofen in einem Kaminrohr betreiben kannst.
Oellness hat geschrieben:Wir wollen überwiegend mit Holz aus den eigenen Wald heizen.
Wäre es da nicht Sinvoller bei der Gas-Brennwert Anlage + Solar zu bleiben wenn wir trotzdem den KFW70 Standard erreichen?
Evtl. wäre auch es eine alternative komplett mit Holz zu heizen. Wenn du dein Haus noch besser dämmst würde es evtl. reichen einen Scheitofen im Wohnzimmer (mit geringer Wäremabgabe in den Wohnraum) + Solarthermie + großen Puffer im Wohnraum zu betreiben.
- Oellness
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Hallo,
Es handelt sich um Kunststofffenster deren Dicke ich aber noch erfragen muss wenn der Bauunternehmer aus den Urlaub wieder zurück ist.
Die Gas-Brennwert Anlage kommt dann auf den Spitzboden wo dann ein separates Abluftrohr verlegt wird. Der Schornstein bleibt nur für den Kaminofen.
Gruß
Es handelt sich um Kunststofffenster deren Dicke ich aber noch erfragen muss wenn der Bauunternehmer aus den Urlaub wieder zurück ist.
Die Gas-Brennwert Anlage kommt dann auf den Spitzboden wo dann ein separates Abluftrohr verlegt wird. Der Schornstein bleibt nur für den Kaminofen.
Gruß
- Thomas Heufers

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Solarthermie - Ja oder NEIN?
Warum willst du eine Brauchwasser-Solaranlage einplanen?
Beim Einsatz einer Wärmepumpe ist das eventuell nicht notwendig oder auch wenig sinnvoll.
Das Geld für die thermische Solaranlage kannst du besser in stärkere Dämmung investieren. Mit jedem Zentimeter mehr an Dämmung sinkt der Energiebedarf deines Hauses, so viel kannst du mit einer Solaranlage nie und nimmer wett machen.
Gruß
Thomas Heufers
Warum willst du eine Brauchwasser-Solaranlage einplanen?
Beim Einsatz einer Wärmepumpe ist das eventuell nicht notwendig oder auch wenig sinnvoll.
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Hallo,
das Problem wird leider unser Budget sein.
Ich denke das wir uns eine Wärmepumpe nicht leisten können.
Da war mein Gedanke das wir über die Heizungsunterstützung den KFW70 Standard erreichen...
WIr möchten zwar energiesparend bauen aber das Preis/Leistungsverhältnis muss für uns auch passen.
Wir haben nicht mal eben 20k€ für die Wärmepumpe und 8k€ für eine KWL ...
Wenn ich die hätte wäre das kein Problem.
Ich bin schon am kämpfen das die Gebäudehülle vernünftig wird.
Wenn jemand eine gute Zusammenstellung für ne Heizungsanlage hat würde ich mich freuen.
Gruß
das Problem wird leider unser Budget sein.
Ich denke das wir uns eine Wärmepumpe nicht leisten können.
Da war mein Gedanke das wir über die Heizungsunterstützung den KFW70 Standard erreichen...
WIr möchten zwar energiesparend bauen aber das Preis/Leistungsverhältnis muss für uns auch passen.
Wir haben nicht mal eben 20k€ für die Wärmepumpe und 8k€ für eine KWL ...
Wenn ich die hätte wäre das kein Problem.
Ich bin schon am kämpfen das die Gebäudehülle vernünftig wird.
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Hallo,
je ich überall lese umso verwirrter werde ich!
Da wir auf jedenfall einen Schornstein und einen herkömmlichen Kaminofen bekommen werden stellt sich im Grunde folgende Frage:
Lohnt sich eine andere Heiztechnik als die Gas-Brennwerttechnik plus Solarthermie für Brauchwasser und eventuell als Heizungsunterstützung?
Wenn ich auf diese Technik verzichte spare ich ja nur die Anlage und die Gasanschlußkosten plus jährliche Grundgebühren für Gas.
Im Gegenzug müßte ich wesentlich mehr in eine WP zum Beispiel investieren...
Kann ich eigentlich KFW70 mit einer Gas-Brennwert Anlage plus Solarthermie erreichen???
Danke & Gruß
je ich überall lese umso verwirrter werde ich!
Da wir auf jedenfall einen Schornstein und einen herkömmlichen Kaminofen bekommen werden stellt sich im Grunde folgende Frage:
Lohnt sich eine andere Heiztechnik als die Gas-Brennwerttechnik plus Solarthermie für Brauchwasser und eventuell als Heizungsunterstützung?
Wenn ich auf diese Technik verzichte spare ich ja nur die Anlage und die Gasanschlußkosten plus jährliche Grundgebühren für Gas.
Im Gegenzug müßte ich wesentlich mehr in eine WP zum Beispiel investieren...
Kann ich eigentlich KFW70 mit einer Gas-Brennwert Anlage plus Solarthermie erreichen???
Danke & Gruß
- bernhard geyer

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Oellness hat geschrieben:Da wir auf jedenfall einen Schornstein und einen herkömmlichen Kaminofen bekommen ...
Wenn du wirklich einen herkömmlichen Kaminofen haben willst kann ja gar nicht so eng mit dem Geld sein. Diese Anschaffung die auch mindestens alles mitgerechnet im mittleren 4stelligen Bereich liegt ist - ohne eigenen Wald - eigentlich nur Luxus.
20 k€ für WP ist übertrieben. Selbst mit Solebohrung dürft das weniger sein, denn du kannst "normale" Heizung + Kamin + Deckendurchbrüche und Dachdurchbrüche von den Kosten der WP + Wärmequelle abziehen.
- Thomas Heufers

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Ich kann Bernhard Geyer nur zustimmen.
Wenn man es nach Kostengesichtspunkten streng betrachtet, dann ist ein Kamin eine relativ teure und unwirtschaftliche Investition.
Wenn man die Feuerromantik liebt, sollte es nicht am Geld scheitern.
Neben dem fast fünfstelligen Betrag für einen gescheiten Holzofen mit Schornstein kommen auch noch jährlich ca. 150 Euro für den Kaminkehrer hinzu.
Auch sollte man sich im Klaren sein, dass Holz kein günstiger Brennstoff ist. Brennfertig zugeschnittenes Holz ist nicht günstiger als Heizöl mit dem gleichen Energiegehalt. Hinzu kommt noch, dass nur die besten Holzöfen eine Wirkungsgrad von 80 % erreichen, in der Regel liegt der Wirkungsgrad von Kaminen weit unter den technischen Möglichkeiten. Bei einem Wirkungsgrad von 70 % ist also dem Einkaufspreis für Brennholz noch ein Aufschlag für schlechten Wirkungsgrad zu berücksichtigen.
Vorteil beim reinen Holzofen ist die Beheizung des Hauses beim technischen Defekt der primären Heiztechnik oder bei Stromausfall. Wir kennen alle noch die ausweglose Situation der Bewohner in Ochtrup/Münsterland im Winter 2005, als dort die Strommasten den Schneelasten nicht standhielten und in so manchem Haushalt Eiseskälte herrschte und so manches Wasserrohr bei den Frosttemperaturen geborsten war.
Gruß
Thomas Heufers
Wenn man es nach Kostengesichtspunkten streng betrachtet, dann ist ein Kamin eine relativ teure und unwirtschaftliche Investition.
Wenn man die Feuerromantik liebt, sollte es nicht am Geld scheitern.
Neben dem fast fünfstelligen Betrag für einen gescheiten Holzofen mit Schornstein kommen auch noch jährlich ca. 150 Euro für den Kaminkehrer hinzu.
Auch sollte man sich im Klaren sein, dass Holz kein günstiger Brennstoff ist. Brennfertig zugeschnittenes Holz ist nicht günstiger als Heizöl mit dem gleichen Energiegehalt. Hinzu kommt noch, dass nur die besten Holzöfen eine Wirkungsgrad von 80 % erreichen, in der Regel liegt der Wirkungsgrad von Kaminen weit unter den technischen Möglichkeiten. Bei einem Wirkungsgrad von 70 % ist also dem Einkaufspreis für Brennholz noch ein Aufschlag für schlechten Wirkungsgrad zu berücksichtigen.
Vorteil beim reinen Holzofen ist die Beheizung des Hauses beim technischen Defekt der primären Heiztechnik oder bei Stromausfall. Wir kennen alle noch die ausweglose Situation der Bewohner in Ochtrup/Münsterland im Winter 2005, als dort die Strommasten den Schneelasten nicht standhielten und in so manchem Haushalt Eiseskälte herrschte und so manches Wasserrohr bei den Frosttemperaturen geborsten war.
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Thomas Heufers
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Hallo,
ich komme aus Ochtrup und weiß nur zu gut was es heißt in einem nicht beheizten Haus zu wohnen...
Das ist neben Romantik auch ein Grund warum wir einen Kamin möchten.
Die Holzkosten sind auch nicht relevant da wir sehr günstig an Holz kommen.
Das mit der Heizung ist sowieso unschön geworden weil ich gestern erfahren haben das wir den Installateur vorgeschrieben bekommen und es sein Grundstück ist das wir kaufen und bebauen wollen.
Somit ist nicht mehr viel mit Preisvergleich...
Gruß aus Ochtrup
ich komme aus Ochtrup und weiß nur zu gut was es heißt in einem nicht beheizten Haus zu wohnen...
Das ist neben Romantik auch ein Grund warum wir einen Kamin möchten.
Die Holzkosten sind auch nicht relevant da wir sehr günstig an Holz kommen.
Das mit der Heizung ist sowieso unschön geworden weil ich gestern erfahren haben das wir den Installateur vorgeschrieben bekommen und es sein Grundstück ist das wir kaufen und bebauen wollen.
Somit ist nicht mehr viel mit Preisvergleich...
Gruß aus Ochtrup
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Thomas Heufers hat geschrieben:... kommen auch noch jährlich ca. 150 Euro für den Kaminkehrer hinzu....
Ist etwas hoch gegriffen. Ich habe hier ca. 40 € Jahreskosten für 1* Kamin kehren.
Autsch. Bei einem solchen Grundstück würde ich höllisch aufpassen. Hier solltest du die erste Unterschrift erst leisten wenn praktisch alle kostenrelevanten Posten zu 100% geklärt sind. Spätere Änderungswünsche können leicht doppelten und dreifachen Preis der eigentlichen Mehrkosten betragen.Oellness hat geschrieben:Das mit der Heizung ist sowieso unschön geworden weil ich gestern erfahren haben das wir den Installateur vorgeschrieben bekommen und es sein Grundstück ist das wir kaufen und bebauen wollen.
- Steven
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Wenn das Budget drückt und das macht es eigentlich meistens, dann sollte man Gas in Erwägung ziehen. Ich hab gelernt,
dass auch manche der "guenstigeren" LWP Wartungskosten (Dichtigkeitsprüfung) haben. Zusammen mit den hohen
Invests....keine gute Kombi.
Was mich von Gas abhält sind eine lange Leitung die neu zu legen ist, und dass ich per Gesetz zu unwirtschaftlicher Solarthermie verdonnert werde. Wir benötigen gerade mal 25..30l WW/Tag, wie soll sich das rechnen?
BTW, ich hab kürzlich gelesen, dass eine Photovoltaik+WP für Brauchwasser die günstigere Kombi sei (bei welchem Verbrauch auch immer). Aber wäre das gesetzlich zugelassen - PV+Gas? Erfüllt das die ENEV?
Der Witz ist, je weniger Heizlast dein Haus hat, desto weniger wichtig werden die Energiekosten und um so mehr die Install-Kosten. Also im Extremfall kannst Du dein Passivhaus am wirtschaftlichsten mit nem Tauchsieder für 3,50 beheizen.
Andererseits stellt sich bei mir ein gewisses (irrationales) Unbehagen ein, zu stark zu dämmen, möglichweise hat man auch mal ein Problem mit zuviel Hitze, die nicht rausgeht.
Ich peile für unser Objekt ein LWP an, innenliegend und hoffentlich ohne Wartungskosten - aber ob das sich am Ende wirtschaftlich gestaltet ...
Bei einer Gas-Heizung ist vieles einfacher ...
Was mich von Gas abhält sind eine lange Leitung die neu zu legen ist, und dass ich per Gesetz zu unwirtschaftlicher Solarthermie verdonnert werde. Wir benötigen gerade mal 25..30l WW/Tag, wie soll sich das rechnen?
BTW, ich hab kürzlich gelesen, dass eine Photovoltaik+WP für Brauchwasser die günstigere Kombi sei (bei welchem Verbrauch auch immer). Aber wäre das gesetzlich zugelassen - PV+Gas? Erfüllt das die ENEV?
Der Witz ist, je weniger Heizlast dein Haus hat, desto weniger wichtig werden die Energiekosten und um so mehr die Install-Kosten. Also im Extremfall kannst Du dein Passivhaus am wirtschaftlichsten mit nem Tauchsieder für 3,50 beheizen.
Andererseits stellt sich bei mir ein gewisses (irrationales) Unbehagen ein, zu stark zu dämmen, möglichweise hat man auch mal ein Problem mit zuviel Hitze, die nicht rausgeht.
Ich peile für unser Objekt ein LWP an, innenliegend und hoffentlich ohne Wartungskosten - aber ob das sich am Ende wirtschaftlich gestaltet ...
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- Steven
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Ich finde, ein gut gedämmtes Haus passt nicht gut zu einem Kamin-ofen. Schon mal geschaut, in welchen Leistungklassen
es die gibt? Fängt so bei 4kW an - das ist soviel wie man für ein ganzes (gedämmtes) Haus braucht. Die Wärme will
auch noch verteilt werden - sonst bleibt dir nur das Fenster.
Ich hatte mich für Wärmepumpe entschieden. Das bedingt Flächenheizung. Die sind träge. Das passt nicht wirklich gut zu einem Holzofen (es sei denn, der macht auch meist die Hauptlast und die Heizung bleibt aus).
Dazu die Kosten für Kamin und Holz und die Installation selbst - einige 1000€. Schade, aber das sind die Fakten.
Soweit mein Gedankengang. Das mag für andere anders aussehen. Gas scheint mir momentan das beste Preis/Leistungsverhältnis zu haben. Auch damit kann man KfW70 schaffen. Auf Flächenheizung würde ich dennoch nicht verzichten - wegen später evtl Umrüstung des Heizungssystems.
WP mit Solebohrung für 20T. Schön wärs. Hier kostet schon die Bohrung 15T. Auflage mit Geologen ...
Bei LWP unbedingt drauf achten dass keine Kältemittelprüfung nötig wird. (Entweder kein Split oder bspw die Vaillant, die ein anderes Übertragungsmittel nutzen.)
Hoffe das hilft bei deinen Überlegungen.
Ich hatte mich für Wärmepumpe entschieden. Das bedingt Flächenheizung. Die sind träge. Das passt nicht wirklich gut zu einem Holzofen (es sei denn, der macht auch meist die Hauptlast und die Heizung bleibt aus).
Dazu die Kosten für Kamin und Holz und die Installation selbst - einige 1000€. Schade, aber das sind die Fakten.
Soweit mein Gedankengang. Das mag für andere anders aussehen. Gas scheint mir momentan das beste Preis/Leistungsverhältnis zu haben. Auch damit kann man KfW70 schaffen. Auf Flächenheizung würde ich dennoch nicht verzichten - wegen später evtl Umrüstung des Heizungssystems.
WP mit Solebohrung für 20T. Schön wärs. Hier kostet schon die Bohrung 15T. Auflage mit Geologen ...
Bei LWP unbedingt drauf achten dass keine Kältemittelprüfung nötig wird. (Entweder kein Split oder bspw die Vaillant, die ein anderes Übertragungsmittel nutzen.)
Hoffe das hilft bei deinen Überlegungen.
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