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Forum Haustechnik: SHK

Thema: Speichermedium bei LWP

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StefanP1971

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ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Hallo zusammen,

ich verfolge schon seit einiger Zeit euer Forum bezgl. Luftwärmepumpen da wir gearde dabei sind uns für ein Heizsystem zu entscheiden. Unser Neubau (Würzburg, also relativ mild) hat 240m² Wohnfläche (190m² Wohnbereich + 50m² Einliegerwohnung welche vermietet werden soll) und wird komplett über FBH beheizt.

Heizlastberechnung wurde gemacht, das Ergebnis sieht wie folgt aus:

Netto-Heizlast: 8,2 kW
Zusatz-Heizleistung: 1,2 kW (ist die WW-Aufbereitung, oder???)

Norm-Gebäudeheizlast: 9,4 kW

Wir tendieren stark zu einer Vaillant geoTHERM VWL 102/3 S (9,6 kW). WW sollte für 4-5 Personen (aktuell sind wir 3) über Luftwärmepumpe laufen (Einliegerwohnung hat Durchlauferhitzer).

Jetzt stellt sich uns die Frage wie wir das restl. "Handwerk" gestalten sollen.

Unser HB hat uns folgende Möglichkeiten vorgeschlagen:

1. Kombispeicher (850l) mit integrierter WW-Aufbereitung (Spirale)
2. Schichtenspeicher (850l) mit außenliegendem Frischwassermodul
3. getrennte Heizungs- und WW-Speicher jeweils 300l
4. habe gesehen dass Vaillant die Pumpe auch mit integriertem WW Edelstahlspeicher (175l) anbietet

Was meint ihr?

Gruß,
Stefan

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bernhard geyer

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Eine WP mit Fußbodenheizung hat eigentlich schon genügend Speicher - Den Estrich. Ich glaube ein Mitforist hat das schon mal ausgerechnet und dürfte so auf ca. 1000 Liter-Wasser-Pufferspeicher-Äquivalent kommen gekommen sein.

Bei einer Luft-WP würde sich das nur lohnen wenn man damit entweder günstigere Stromtarife stärker beanspruchen kann (ich habe aktuell auf einen Anbieter gewechselt der keine unterschiedlichen Tarife mehr hat) oder wenn man die größere Lufttemperatur tagsüber in die Nacht "retten" will. Es dürften aber die Verluste durch zusätzlichen Speicher eher diese "Ersparnisse" wieder zunichte machen.

Mein Vorschlag: Spar dir den Extra Speicher und nimm eine WP nur mit WW-Speicher.

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StefanP1971

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Was ich noch vergessen habe zu erwähnen ist dass wir bei uns in der Region 2x2h Sperrzeiten (Mo-Fr) haben. Könnte das dann Probleme geben wenn ich keinen Zwischenpuffer habe?

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roro

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Was sollte ein Pufferspeicher in der Sperrzeit bringen?
Rechne Dir einmal aus was 300l Puffern können. Die FBH hat ein Speichervolumen, dass mehren tausend Litern Wasser entspricht.

LWP direkt in die FBH und WW-Speicher der für Deinen Verwendungszweck ausreichend ist. Ob da 300l passen, zu viel oder zu wenig sind, kannst nur Du benantworten. Sinnvoll wäre dass der Speicher einmal pro Tag voll geleert wird.

BTW: 9,4 kW für ein 240 qm Haus ist auch nicht gerade wenig. Und frag nach, was diese 1,2 kW Zusatz sind. Wenn das für WW sein sollte, dann hat er mit gut 10 Personen gerechnet.

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bernhard geyer

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StefanP1971 hat Folgendes geschrieben:
Was ich noch vergessen habe zu erwähnen ist dass wir bei uns in der Region 2x2h Sperrzeiten (Mo-Fr) haben. Könnte das dann Probleme geben wenn ich keinen Zwischenpuffer habe?

Praktisch alles WP laufen mit erlaubten Sperrzeiten so auch unserer. Und meine Frau hat sich bisher noch nicht darüber beschwert das es (wegen der Sperrzeiten) kalt werden würde.

Die Leistungsklasse der WP muss etwas größer sein wenn du Sperrzeiten hat damit die nötige Wärme in 20 Stunden statt in 24 Stunden/Tag schafft.

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Thomas Heufers

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Wie roro schon sagte, knapp 10 kW Heizleistung ist für einen Neubau in heutiger Zeit nicht wenig. Vielleicht solltet ihr nochmal Verbesserungen bei der Gebäudehülle berücksichtigen.

Welche U-Werte haben die Bauteile der Hüllfläche (Dach, Wand, Fenster etc.)?

Eine niedrige Heizlast liegt IMHO bei kleiner 30 W/m², das bedeutet maximal 7,2 kW Heizleistung. Je besser das Gebäude gedämmt ist, desto sparsamer ist der Betrieb der Heizungsanlage, mit dem abnehmenden Temperaturhub steigt die Arbeitszahl des Wärmepumpensystems.

Gruß

Thomas Heufers

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StefanP1971

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Zunächst mal vielen Dank für die Antworten.

Ich werde bezgl. Direkteinpseisung in die FBH mal mit meinem HB sprechen.

Die wichtigsten Dämmwerte für unseren Neubau sehen wie folgt aus:

Mauerwerk (Poroton-Ziegel WDz 0,11, 42,5 stark ohne Außenisolierung) - U-Wert 0,24
Fenster (3-fach Verglasung; Ug 0,6, Uf 1,3) - U-Wert 1,00
Dach (Außendämmung Pavatexplatten, Innendämmung Isover WLG 0,35) - U-Wert 0,19
Bodenplatte - U-Wert 0,14

Gesamt - U-Wert 0,26

Gruß,
Stefan

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roro

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StefanP1971 hat Folgendes geschrieben:

Mauerwerk (Poroton-Ziegel WDz 0,11, 42,5 stark ohne Außenisolierung) - U-Wert 0,24
Fenster (3-fach Verglasung; Ug 0,6, Uf 1,3) - U-Wert 1,00
Dach (Außendämmung Pavatexplatten, Innendämmung Isover WLG 0,35) - U-Wert 0,19
Bodenplatte - U-Wert 0,14

Gesamt - U-Wert 0,26

Gruß,
Stefan


Gesamt U-Wert 0,26 ist gleich wie meiner. Wundert mich aber, da der U-Wert Wand nicht gerade berauschend ist. Da sollte man Werte unter 0,2 haben.

Dann wundert mich die hohe Heizlast aber noch mehr. Wie viele Angstzuschläge sind da dabei, vor allem, da Du in einer milden Region lebst.

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StefanP1971

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Hast Recht, der U-Wert für das Mauerwerk (inkl. Keller; vllt zieht das den Wert nach oben) ist 0,21 nicht 0,24. Aber unter 0,20 bin ich dann trotzdem nicht.

Wieviele Angstzuschläge da mit reinkalkuliert worden sind tu ich mir als Laie schwer zu beurteilen. Ich habe halt die Heizlastberechnung wo unterm Strich die 9,4 drin stehen. An was kann ich den evtl. die Sicherheiten erkennen?

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roro

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StefanP1971 hat Folgendes geschrieben:
Hast Recht, der U-Wert für das Mauerwerk (inkl. Keller; vllt zieht das den Wert nach oben) ist 0,21 nicht 0,24. Aber unter 0,20 bin ich dann trotzdem nicht.


Ok das kann dann hinkommen. Deine Wand ist etwas schlechter als meine, dafür hast Du etwas bessere Fenster.

Wie sieht Dein A/V-Verhältnis aus, vielleicht liegt darin das Problem. Wie sind die Fenster ausgerichtet?
All das kann die Heizlast beeinflussen.
Wie detailliert ist die Berechnung?

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StefanP1971

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Also, die Grundfläche vom Haus ist 8x12 + einen Anbau mit 5x5m.

Die Fensterflächen sind ca zu 75% nach Süd, Südwesten ausgerichtet...

Die Ausrichtung der Fenster und der Grundriss ist in der Berechnung berücksichtigt.

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roro

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StefanP1971 hat Folgendes geschrieben:

Die Ausrichtung der Fenster und der Grundriss ist in der Berechnung berücksichtigt.


Das ist klar!

Wie sieht Dein A/V-Verhältnis aus?

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StefanP1971

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Folgendes habe ich gefunden:

Gebäudevolumen: 958,8 m²
Gebäudehüllfläche: 622,2 m²
A/Ve: 0,649 1/m
Außenwandfläche: 344,36 m²
Fensterfläche 52,7 m²

Denke also 0,649 1/m ist das A/V-Verhältnis...

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bernhard geyer

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StefanP1971 hat Folgendes geschrieben:
Mauerwerk (Poroton-Ziegel WDz 0,11, 42,5 stark ohne Außenisolierung) - U-Wert 0,24

Gibt es einen Grund dafür das man eine Ziegel mit so schlechter Wärmeleitfähigkeit zu verwenden? Im Bereich Hochlochziegel gibt es diese schon in der Wärmeleitfähigkeit bis 0,07!

Also: Hast du entsprechend hohe Anforderung an Tragfähigkeit oder Schallschutz das du hier diesen in 2011 relativ schlechten U-Wert aktzeptierst?

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StefanP1971

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Eig. gab es keine speziellen Anforderungen an den Stein. Das hat unser Archi so festgelegt. Kann mir höchtens vorstellen dass der Statiker den haben wollte wegen Tragfähigkeit.

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