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jabba
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Beitragvon jabba » 18.11.2011 10:06 Uhr

Hallo zusammen,
wir überlegen, uns von unseren Nachtspeichöfen zu trennen und stattdessen eine Brennwerttherme mit komplett neuen Rohren/Heizkörpern anzuschaffen.
Neben der Erhöhung des Heizkomforts erhoffen wir uns natürlich auch eine Senkung der Heizkosten.
Mir wurde seitens des Versorgers mitgeteilt, dass man bei einer Umstellung von Strom auf Gas nicht 1:1 mit dem selben kwh-Verbrauch wie beim Strom rechnen kann. Man verbraucht dann mehr kwh Gas als Strom. Gründe hierfür sind zum einen Leitungsverluste (Rohre etc.)und zum anderen der Umstand dass Strom (=Primärenergie) direkt in Wärme umgewandelt wird und Gas erst durch die Verbrennung Wärme erzeugt (ich hoffe ich habe mich da halbwegs richtig ausgedrückt).

Frage: Mit was für einem Mehrverbrauch habe ich wohl ungefähr zu rechnen?

Derzeit verbrauchen wir 15000kwh Heizstrom.
Beim Nachttatrif schlägt 1 kwh mit ca. 15ct zu Buche. Das sind als ca. 2250€ im Jahr.
Angenommen ich hätte bei Gas durch o.g. Gründe ein Drittel Mehrverbrauch - also 15000kwh+5000kwhh=20000kwh. 1kwh Gas kostet ca. 5ct. Dann wären das also ca. 1000€ im Jahr.
Paßt das ungefähr - wie ist Eure Meinung?
Vielen Dank und beste Grüße
Jabba

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Beitragvon bernhard geyer » 18.11.2011 23:49 Uhr

Ob du mehr oder weniger verbrauchst hängt auch davon ab wie oft es bei dir vorkommt das du wärme unnötiger weise durchs Fenster "rauslüften" musst wenn es doch mal schöner/wärmer ist.

Überlege dir auch gleich das Warmwasser umzustellen. Bringt auch noch ein paar € wenn diese ebenfalls nicht mehr direkt mit Durchlauferhitzer laufen müssen.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 19.11.2011 09:10 Uhr

Ich weiß nicht, ob der Versorger der richtige Ansprechpartner ist. Wohl eher nicht.

Ein Nachspeicherofen ist ein träges System, es baut die Wärme mit Nachtstrom auf. Auch wenn am nächsten Tag kein Wärmebedarf ist, wird der Nachtspeicher aufgeladen. Die Wärmespeicherung im Nachtmodus ist auch mit Energieverlust verbunden. Das ist mehr als ineffizient.

Der Nachtstrom wird zur Zeit noch quersubventioniert, er ist in jedem Fall auch im Subventionsfall teurer als die Wärmeerzeugung über eine effiziente Gasbrennwerttherme (Nutzung des Brennwerteffekts vorausgesetzt). Gehe davon aus, dass der verbilligte Nachtstrom ein Auslaufmodell ist. In Zukunft wird der Strompreis für solche Systeme auf gleichen Niveau liegen, wie für normalen Haushaltsstrom.

Vorteil der Gasbrennwerttherme ist auch die direkte Steuerung. Wenn der Bedarf vorhanden ist, wird die Wärme zeitnah abgerufen.
Ökologisch ist eine Gastherme auch die bessere Lösung gegenüber Strom; keine Kraftwerk- und Netzwerkverluste.
Die Gasbrennwerttherme ist ein modulierendes System. Das heißt, dass nach zukünftigen Sanierungsmaßnahmen ein Austausch der Technik nicht erforderlich ist. Bei fallendem Energiebedarf kann die Gasbrennwerttherme die Leistungsabgabe auf bis zu 30 % absenken, und das bei gutem Wirkungsgrad.

Dein Rechenbeispiel ist realistisch, du wirst deinen Verbrauch absenken und der Energieverbrauch wird geringer ausfallen.

Gruß

Thomas Heufers


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