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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Hilfe, die Stromkosten unserer LW Wärmepumpe fressen uns auf

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hansfilz

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Seit Mai 2008 haben wir unsere Ölheizung auf eine LA 17 PS von DIMPLEX umgestellt. Wir hatten es immer warm und einen jährlichen Verbrauch von 4000l.
Mit der WP hatten wir im ersten Jahr einen Verbrauch von 17.010 kWh, im zweiten Jahr 16.729 kWh und im dritten Jahr 33.419 kWh !
Das bedeutet ab jetzt ein monatlicher Abschlag von 430,- €.
So jetzt zu unserer Anlage und unserem Haus:
Wir beheizen einen sanierten Altbau ca.200m². Davon sind ca. 60m² Fußbodenheizung.
Das Haus ist gut bis sehr gut isoliert. Wir haben eine zeituhrgesteuerte Zirkulationsleitung.
Die Betriebsdaten am 10.11.2011:
Außentemp. 6,1 °C
Rücklauf Solltemp. 40,1 °C
Rückl.temp. 41,2 °C
Vorlauftemp. 41,9 °C
Abtauendefühler 1,3 °C
WW Solltemp. 45 °C
WW Temp. 43,3 °C
WP GEO TD3 WFZ
NEZ AU 05Max63

Historie:
1. Verdichter 7919 h
2. Verdichter 7944 h
2. Wärmeerzeuger 276 h
Heizungspumpe 19001 h
WW Pumpe 3029 h
Flanschheizung 445 h

1. HK Heizkurve
Endpunkt -20 °C
55 °C
1. HK Rücklauf
Max.temp. 58 °C
1. HK Hysterese
Rücklaufsolltemp. 2,0 K

WP
Temp.einsatzg. -25 °C
Max. 63 °C

So, ich hoffe, ich habe alle Angaben gemacht, die ich machen konnte.
Kann mir bitte einer helfen und sagen, was bei uns falsch läuft.
Der Kundendienst war schon da und hat gesagt, alles in Ordnung.
Den Zähler haben wir auch schon wechseln lassen.

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bernhard geyer

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Der letzte Winter war schon um einiges Kälter sollte aber keinen doppelten Verbrauch verursachen. Außer natürlich die WP ist zu knapp bemessen und hat im letzten Jahr fleißig die Heizstäbe (2. Wärmeerzeuger + Flanschheizung) gelaufen sind dann könnte der Verbrauch schon ziemlich in die höhe gegangen sein.

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hansfilz

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2. Wärmeerzeuger 276 h
Flanschheizung 445 h
...das sind die Werte von insgesamt 3 Jahren...
wobei ich nach einem Jahr die Sicherungen schon raus genommen habe...

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Thomas Heufers

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Die Verdoppelung des Stromverbrauchs lässt nur darauf schließen, dass der Heizstab mehr als nötig in Betrieb gewesen ist. Bist Du dir ganz sicher, dass Du den Heizstab deaktiviert hast?

Was heißt denn, das Haus ist gut bis sehr gut isoliert?

Gruß

Thomas Heufers

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hansfilz

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Die Sicherungen sind raus für die Heizstäbe. Aber selbst wenn sie gelaufen sind laut Historie, ergibt dies nicht diesen Verbrauch. Ich denke, der Kundendienst, der die Anlage eingestellt hat, hat die Heizkurve viel zu steil gesetzt. Mal sehen, was Dimplex dazu sagt...
Die Außenwände sind:
innen 11cm Ytong, ca 4cm Luftspalt, 25 cm DDR Hohlblocksteine, außen 5cm Styropordämmung. Das Dach hat einen in der Mitte ca. 1m hohen Zwischenboden mit ca 15 cm Schüttungsdämmung aus Styropor. Die meisten Räume, die ich in den letzten Jahren renoviert habe (ca. 70 m²), haben eine abgehängte Decke mit zusätzlich 5 cm Rockwool.

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Thomas Heufers

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Eine Ölheizung mit 4.000 Liter Jahresverbrauch, das sind umgerechnet ca. 40.000 kWh Wärmeenergie.
Nach Einbau der Wärmepumpe liegt der Stromverbrauch in den ersten zwei Jahren bei ca. 17.000 kWh pro Jahr. Bei einer überschlägigen Jahresarbeitszahl von 2,4 kommt man auf die 40.000 kWh Wärmeenergie.
Da das Gebäude nur über schwachen Wärmeschutz verfügt und die Wärmeabgabe der Raumheizung (i.W. über Heizkörper) mit hohen Vorlauftemperaturen erfolgt, sind die Bedingungen für den Einsatz der Wärmepumpe nicht gut.

Der beschriebene Außenwandaufbau mit einem U-Wert von 0,38 W/m²K ist eher schlecht.
Siehe folgenden Link zum Bauteil "Außenwand". http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/?cid=VIkB7ija&d0=1...

Ich würde sagen, dass die Voraussetzungen für einen sparsamen Betrieb der Wärmepumpe in diesem Fall nicht gegeben sind. Auch die anderen Außenbauteile sind nicht besonders gut gedämmt.
Speziell für eine Wärmepumpe sollten jedoch gute bauliche Rahmenbedingungen vorhanden sein. Guter Dämmstandard des Gebäudes und durchgehende Wärmeübergabe über Fußbodenheizung (Flächenheizung) stellen sicher, dass der Temperaturhub gering ist.

Gruß

Thomas Heufers

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roro

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hansfilz hat Folgendes geschrieben:

Mit der WP hatten wir im ersten Jahr einen Verbrauch von 17.010 kWh, im zweiten Jahr 16.729 kWh und im dritten Jahr 33.419 kWh !

Historie:
1. Verdichter 7919 h
2. Verdichter 7944 h
2. Wärmeerzeuger 276 h


(7919+7944)*3+276*9 sind ca. 50000 kWh an Strom
Verbraucht hast Du aber 67000 kWh.
Bist Du Dir sicher, dass da nicht noch etwas anderes mitläuft.

BTW: bei 4000l Öl auf 200 qm von einem gut gedämmten Haus zu sprechen, ist etwas mutig. Du wirst selbst mit einer gut laufenden WP zwischen 15000-20000 kWh pro Jahr benötigen, vor allem bei diesen VL-Temperaturen.

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hansfilz

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...da läuft ganz sicher nichts anderes auf dem Wärmepumpenstromkreis mit.
Die Frage ist, wie kommst Du auf die Berechnung *3+276*9 ???
Die Verdichter verbrauchen doch unterschiedlich Strom, je nach Außentemperatur.
Okay, gut gedämmt ist vielleicht übertrieben. Habe gerade nachgerechnet. Außenwand: U=0,32 W/m²K
Dach: U=0,29 W/m²/K
Ja, die VL temp. kommt mir auch sehr hoch vor. Ich denke, der Installateur hat die Heizkurve zu steil eingestellt.
und: die Ölheizung war schon alt und hatte Macken - deshalb haben wir ja auch umgerüstet.
Aber selbst wenn ich das ganze für einen Altbau bei rauem Klima berechne (http://www.klima-innovativ.de/pages/betriebskosten.html), komme ich nie auf solche Summen...

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roro

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hansfilz hat Folgendes geschrieben:

Die Frage ist, wie kommst Du auf die Berechnung *3+276*9 ???
Die Verdichter verbrauchen doch unterschiedlich Strom, je nach Außentemperatur.


Sorry, mein Fehler, außerdem habe ich mir auch noch das falsche Datenblatt angesehen. Der Verbrauch kann mit den Zeiten übereinstimmen.

hansfilz hat Folgendes geschrieben:

Okay, gut gedämmt ist vielleicht übertrieben. Habe gerade nachgerechnet. Außenwand: U=0,32 W/m²K
Dach: U=0,29 W/m²/K

Gibt es eine Heizlastberechnung.

hansfilz hat Folgendes geschrieben:

Aber selbst wenn ich das ganze für einen Altbau bei rauem Klima berechne (http://www.klima-innovativ.de/pages/betriebskosten.html), komme ich nie auf solche Summen...


Wenn man noch die JAZ verringert, dann schon. Mehr als 2,2-2,5 werden bei der jetzigen Konstellation nicht möglich sein.

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hansfilz

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Ne Heizlastberechnung gibt es nicht.
Also, erst einmal vielen Dank für die schnellen Antworten.
Wie gesagt glaube ich, die Heizkurve ist nicht richtig eingestellt. Kann mir einer dafür Tipps geben?

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roro

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hansfilz hat Folgendes geschrieben:
Ne Heizlastberechnung gibt es nicht.
Also, erst einmal vielen Dank für die schnellen Antworten.
Wie gesagt glaube ich, die Heizkurve ist nicht richtig eingestellt. Kann mir einer dafür Tipps geben?


An sich "ganz" einfach.

Thermostate alle auf. Heizkurve so lang senken, solange es im wärmsten gewünschten Raum warm genug wird. Dann die anderen Räume mit den Thermostaten auf den gewünschten Wert herunterregulieren.
Bei den jetzigen Temperaturen verschiebt man eher den Fusspunkt, bei kalter der Witterung den Endpunkt.

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hansfilz

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Habe den Verbrauch seit Ende Sept. täglich aufgeschrieben.

https://docs.google.com/spreadsheet/ccc?key=0AvWxEyavK_3LdDFBRFVKWUpmN...

Ich weiß nicht ob der momentan okay ist.

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oakgast

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Bosch Thermotechnik GmbH, Junkers Deutschland
Kommentar von "WP-Typ" erstellt am 15.11.2011,21:06
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Gibt es keinen Wärmezähler in dem Heizkreis? Damit kann man ebenfalls die verbrachte elektr. Energie Rückrechnen.
Ist ein Abgleich des Verteilers erfolgt?

Zum Vergleich Daten meiner Anlage, ebenfalls Altbau 1977, renoviert komplett Fussbodenhzg:
Aussentemp: 0°C
Vorlauftemp: 31°C
SoleTemperatur: 1.5 ein, -1,5 aus
Wärmezähler Heizlesitungsanzeige: 13,9kWh
WP: Buderus 14,2kW Nennleistung 0/35
FBHzg Aufbau 10m Ltg/m²

Würde vorschlagen eine Holzheizung für Kalte Tage mit einzubauen, sonst wird das echt teuer.
Mail an WP-Typ


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