Kommentar von "Shockabuku" erstellt am 06.10.2011,15:14
Thema: Sonstiges(Erfahrung mit einem Produkt)
Hallo :)
ich will meine neu erworbene DHH BJ. 53 mit Anbau ca. BJ. 70 energieeffizient sanieren. Habe dazu auch einen Energieberater beauftragt. Der rechnet noch. Ich habe auch diverse Heizungsbauer schon im Haus gehabt. Bisher wird mit einer 20 J. alten Buderus Gasheuizung geheizt und das Brauchwasser läuft über Durchlauferhitzer. Ich will das Brauchwasser über eine Heizung laufen lassen. Dazu werden die Fenster komplett saniert und das Dach wird neu gemacht und gedämmt. Die Fassade bleibt erstmal wie sie ist (Klinker mit keiner Dämmung) wird aber in den kommenden Jahren auch gedämmt. DIe Frage wäre ob ich auf eine Pellet Heizung setzen soll oder doch lieber auf eine Erdwärmepumpe mit Flächenkollektoren. Dazu könnte man ja einen wasserführenden Kamin im Wohnzimmer einbauen oder aber einen normalen Kamin. Der ist aber Pflicht. Würden Solarpanele als Unterstützung Sinn machen? Der bisherige Verbrauch liegt bei 27.000 kw pro Jahr....
Solange der Verbrach nicht sehr stark sinkt ist eine WP hinausgeworfenes Geld.
Und bau das Heizungssystem nicht zu komplex auf. Eine WP mit einem wasserführenden Kamin zu kombinieren mag zwar schön ausschauen, aber wenn du nicht das Holz günstig bekommst/selbst macht wird das nicht unbedingt ein günstige Angelegenheit. Und für einen solchen Kamin wird ein Pufferspeicher nötig werden den man für eine WP vermeiden sollte.
Eine PV-Anlage musst du unabhängig von einer WP rechnen. Den Strom "verkaufst" du an den Energieversorger und gut ist.
Den PV-Strom mit dem WP-Strom "gegenrechnen" ist nur schönfärberei. Deine WP benötigt primär dann Strom wenn deine PV-Anlage keinen oder fast keinen Strom liefern kann.
also laut Energieberater würden wir den aktuellen Verbrauch von 27.000 kw mit der Dachsanierung, den neuen Fenstern und einer neuen Heizung auf ca. 13.000 kw senken können. Dann würde sich doch eine WP mit Flächenkollektoren lohnen oder nicht? Das Grundstück ist knappe 800m² groß, da kann man ordentlich Kollektoren reinlegen. Wenn man dann einen Holzkamin (Ohne Wassertasche, Wohnzimmer) aufstellt, könnte die Heizung zusätzlich entlastet werden. nebenbei ist der Kamin pflicht. Finde ich sehr gemütlich:) Die alternative wäre eine Pelletheizung.
@ Shockabuku - Haben dich die Heizungsbauer nicht daraufhingewiesen, dass für den energiesparenden Einsatz einer Wärmepumpe eine Fußbodenheizung oder andere Flächenheizung (Wand- oder Deckenheizung) unerlässlich ist?
Solarpaneele? Eine thermische Solaranlage rechnet sich in der Regel nicht. Sie liefert dann am meisten Wärme, wenn es draußen warm ist, im Sommer oder in der Übergangszeit. Im Winter ist die Wärmeausbeute für einer heizungsunterstützenden Solaranlage eher schlecht. Aus ökologischer Sicht ist Solarthermie in jedem Fall interessant, sie reduziert den CO2-Ausstoss.
Mit dem Pelletofen ist ein Pufferspeicher notwendig, auf diesen kannst du günstigerweise die Wärme aus der Brauchwasser-Solaranlage übergeben, dann wird der Pelletofen in der Übergangszeit und im Sommer für die Warmwasser-Bereitstellung nicht aktiviert. Dieses Konzept macht durchaus Sinn, da sich die Kosten der Solaranlage um den Preis des Solarpeichers reduzieren und sich die Betriebsbedingungen für den Pelletofen verbessern.
mein Fehler: eine Fussbodenheizung wird im gesamten Haus direkt mitverlegt. Es ist natürlich auch eine ökonomische Frage. Eine Pelletheizung wird mich ca. 13-15 T€ kosten. Zusätzlich zum Pelletbedarf kommen dann noch Kosten für den Kaminkehrer und ein Servicevertrag in Höhe von ca. 250€/Jahr. Dazu würden dann noch die Solarpanele kommen. Eine WP incl. verlegung kostet mich das selbe. D.h. wenn ich eine der 2 Möglichkeiten wähle, kann ich die Solargeschichte nicht realisieren. Das würde nur gehen, wenn ich mich für ein Gasbrennwertgerät entscheide, da hier die Investitionskosten geringer ausfallen. Allerdings bin ich dann wieder den Gasversorgern ausgeliefert.
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