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driver1707
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Beitragvon driver1707 » 03.10.2011 08:25 Uhr

Guten Morgen und freundliches Hallo ins Forum,

ich plane die Neuanschaffung einer Heizung. Luft/Wasserpumpe, Gastherme und ein BHKW stehen zur Auswahl.
Mein Jahresbedarf bei der Heizung incl. Warmwasser liegt bei ca. 29000 kWh und Strom bei 6500 kWh.
An der Technik von einem BHKW wäre ich sehr interessiert, weil ich da auch was am Jahresende zurück bekomme.
Da ja ein BHKW lange laufen soll wäre doch ein BHKW mit kleinerer thermischen Leistung besser als ein BHKW mit größerer Leistung oder?.
Ich hätte drei zur Auswahl:
Vaillant ecopower 1.0 mit 2,5 KWth thermiser Leistung
Viessmann Vititwin 300-W mit 6 KWth und
WhisperGen mit 10 KWth
Dividiert man nun die 29000kWh durch die thermische Leistung der einzelnen Geräte kommen folgende Betriebsstunden raus:
ecopower: 11600 h/a Vitotwin: 4833 h/a WhisperGen: 2900 h/a
Jetzt stellen sich für mich ein paar Fragen die sich auch wiedersprechen:
Ist es sinnvoll ein Gerät z. Bsp. 11600 h/a (das Jahr hat nur 8760 Std.) laufen zu lassen.
1)Vor allen Dingen gibt ja der Hersteller eine Lebensdauer in Stunden an und je länger das Gerät läuft des eher ist ereicht es seinen Lebensabend.
2)Je länger die Laufzeit desto mehr Gas wird verbraucht
Ich lasse hier mal die Rückzahlungen durch Stromeinspeisung erst einmal außer Betracht, obwohl ich weiß das da auch eine schöne Summe übers Jahr zusammen kommt.

Gruß
Driver1707

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Beitragvon bernhard geyer » 03.10.2011 09:59 Uhr

Überleg mal selbst: Wenn eine Heizung ca. 1,3 Jahr laufen müsste um den Wärmebedarf eines einzelnen Jahres zu decken. Glaubst du das du damit im Winter deine Haus warm bekommst?

Aber ich sehe gerade: Die Vaillant kann auf ca. 26 kW Heizleistung "aufdrehen" und die Vissmann auf 18 kW.
D.h. im Winterbetrieb wird noch ein herkömliche Verbrennung dazugeschaltet um die nötige Wärme für das Haus zu bekommen. Bei der Wispergen würde ich vorsichtig sein. Hier scheint auch eine art Strukturvertrieb im Spiel zu sein. Auf jedenfalls solltest du darauf achten eine Heizungsmonteur vor Ort zu haben der das auch im Problemfall kostengünstig betreuen kann.

Um den wirtschaftlichen/ökolischen Optimalen Falls zu finden kommt es auf den nötigen WW-Anteil deines Verbrauches an so das in den Sommer/Übergangsmonaten die BHK auch hier die Verlustwärme der Stromproduktion für das WW verwendet werden kann. Hier dürfte selbst die kleine Vaillant mehr als genug Abwärme produzieren.
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Beitragvon energieprojekt » 07.05.2014 18:31 Uhr

Zwar mal ein altes Thema aber es zeigt wie schnelllebig unsere Zeit ist und das oft mit falschen Voraussetzungen gerechnet wird.
Ich versuche mal etwas Licht ins Dunkel zu bringen :
Also das Thema Wispergen hat sich ja erledigt ich hoffe du hast dich nicht dafür entschieden![color=#000000][/color]
Viessmann hat einen "Nachbrenner" zur therm. Spitzenlastabdeckung und macht als BHKW 1 KWelek
bei Vaillant benötigst du einen externen Spitzenlastkessel (oder aber deinen vorhandenen)
Nun aber zu den Zahlen.....
wie schon bemerkt hat das Jahr "nur" 8760 Std, also kann dies nicht die Berechnungsgrundlage für das BHKW sein.....
Viel wichtiger ist der jährliche Lastverlauf, die ständige Mindestabnahme und das Nutzerverhalten.
Mal grob überschlagen werden bei deinen 29000 KWh ca 5-10% auf die Warmwasserbereitung fallen 2900/12 gleich ~8,5 KWh/Tag
Die restlichen 26000 KWh verteilen sich auf vielleicht 7 Monate fürs heizen.
Wenn du nun dies als Basis nimmst könntest du in den Sommermonaten bei einem Eco1.0 ca 3 Std am Tag erreichen also 3 KWh elek. wären bei 150 Tagen ca 1095 KWh Strom
In den 7 Heizmonaten sieht es natürlich anders aus da läuft das BHKW und du könntest 5000 KWh Strom produzieren....
Alles leider nur Theorie denn dein Stromverbrauch ist wahrscheinlich nicht gleichmäßig auf 24 Std verteilt und die Spitzenlast wohl auch über 1 KW du wirst dafür Strom zukaufen.

Was wir noch nicht berücksichtigt haben ist das durch die Erneuerung der Heiztechnik sich der Verbrauch reduzieren wird (ich schätze mal so um die 25-30 %), also ein Energieeinsatz von ~20000 Kwh.
Dadurch wird dann die Laufzeit der Neuanlage noch geringer.
Mein Vorschlag sie dich nach einer Alternative um Pelletheizung oder Gasbrennwert das BHKW wird eine schöne aber eben nicht sichselbstrechnendeundbezahlende Heizung werden
Gruß Udo vom Energieprojekt
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Beitragvon driver1707 » 07.05.2014 20:41 Uhr

Hallo Udo,
danke für die Antwort. Ich habe seit Juli 2013 eine Gasbrennwertheizung in Betrieb. Habe es bis jetzt nicht bereut.
Ich habe nach 9 Monaten mit Gaslieferkosten und Gasverbrauch exakt 1002€ gebraucht. Klar, war ein milder Winter, ist aber trotzdem günstig. Die Heizung ist ein Viessmann Vitodens 300 W und hat 9000€ gekostet. Ich denke es war die beste Lösung für mich.

mfg
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Beitragvon energieprojekt » 09.05.2014 08:13 Uhr

driver1707 hat geschrieben:Hallo Udo,
danke für die Antwort. Ich habe seit Juli 2013 eine Gasbrennwertheizung in Betrieb. Habe es bis jetzt nicht bereut.
Ich habe nach 9 Monaten mit Gaslieferkosten und Gasverbrauch exakt 1002€ gebraucht. Klar, war ein milder Winter, ist aber trotzdem günstig. Die Heizung ist ein Viessmann Vitodens 300 W und hat 9000€ gekostet. Ich denke es war die beste Lösung für mich.

mfg
driver1707


Hallo Driver, Glückwunsch auch ich denke das die Entscheidung die richtige war. Man muss immer das Kosten-Nutzen-Verhältnis betrachten.
Mit deinen Verbrauchskosten wirst du ungefähr da liegen was ich auch gerechnet habe. Viel Spaß mit deiner Anlage, Udo

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