Naja wenn man pauschal gegen eine Erdwärmebohrung ist dann kann man glaube ich so gut man möchte argumentieren, es nützt rein gar nichts.
Für den Treadstarter mein Erfahrungsbericht: für mein (großes) EFH mit Büro habe ich eine (zu große) 13kW-Wärmepumpe, eine 190m Bohrung, 9m² heizungsunterstützende Solaranlage und ein KWL. Die KWL-Zuluft wird über auch über die Bohrung erwärmt/gekühlt. Im März hole ich noch 10°C aus der Bohrung. Neulich musste wegen einer Schlechtwetterphase die WP mal für WW eingesetzt werden, da kamen 15°C aus der Tiefe. Die Zuluftkühlung (auf die ich nicht mehr verzichten möchte) bringt doch mächtig Wärme in die Tiefe. Hier besteht der Untergrund aus Sandstein und führt ab 30m Wasser. Vor der Bohraktion habe ich natürlich mit Leuten im Ort gesprochen, die schon gebohrt haben, außerdem habe ich mir ein Unternehmen gesucht, das die 190m auch am Stück bohren kann (ich hatte auch jemanden der mir für einen höheren Preis 3 Stück 65m-Bohrungen setzen wollte...). Die 190m waren an einem langen Nachmittag gebohrt (das wäre bei Granit wohl nicht so schnell gegangen).
Wenn sich die Bohrungen von Nachbarn beeinflussen würden, dann würden so genannte Wärmepfähle, wie man sie manchmal bei Industriebauten einsetzt, überhaupt keinen Sinn machen. Das man seine Bohrung möglichst weit weg von denen der Nachbarn platziert sollte aber logisch sein.
Ich würde jederzeit wieder eine Erdwärmebohrung machen, das nächste Mal aber eine kleinere Wärmepumpe wählen (hab mich da vom "Fachmann" belatschern lassen).
Klaus