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oakgast
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Beitragvon oakgast » 01.08.2011 10:39 Uhr

Kommentar von "BauNeuling" erstellt am 01.08.2011,11:13
Thema: Erdwärme & Wärmepumpen(Sonstige Frage)

Hallo,
ich möchte bauen und interessiere mich für Erdwärme, unsere Achitektin meinte jetzt, dass sie ein Baugebiet betruet wo fast jeder Erdkollektoren hat und die in der Mitte jetzt ein Problem haben weil es einfach zu viele sind und der Wirkungsgrad sehr schlecht ist (Wird zu viel Energie entzogen). Ist das so, dass Erwärmekollektoren nicht funktionfähig wenn viele Nachbarn es bereits haben? Muss man immer nachfragen wie viele auf dem Baugebiet es bereits haben?

Danke

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Beitragvon schimmelgutachter » 01.08.2011 19:49 Uhr

Nimm einen Brunnen, der 1000 Liter Zulauf am Tag hat. Wenn nun 10 Leute 100 Liter entnehmen, ist der Brunnen abends leer. Die nächsten gehen dann leer aus.
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Beitragvon roro » 02.08.2011 12:12 Uhr

schimmelgutachter hat geschrieben:Nimm einen Brunnen, der 1000 Liter Zulauf am Tag hat. Wenn nun 10 Leute 100 Liter entnehmen, ist der Brunnen abends leer. Die nächsten gehen dann leer aus.


So einfach ist das "leider" nicht.

1.) Fläche oder Tiefenbohrung.

2.) Welche Flächen stehen überhaupt zur verfügung

3.) Wie sehen die Grundwasserströmungen aus.

u.v.m.
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Beitragvon schimmelgutachter » 02.08.2011 20:12 Uhr

Ich stehe dieser Art der Wärmegewinnung sehr skeptisch gegenüber. Meine Cousine hat sich für 30 000 € einen Tiefenbrunnen bohren lassen, in dem die gesamte Technik im Grundwasser abgesoffen ist. Die ausführende Firma hat Insolvenz angemeldet und jetzt sitzt sie auf einer nicht funktionierenden Heizung, deren Reparatur mit weiteren 25 000 € veranschlagt wurde.
Wie sollen diese Kosten jemals amortisiert werden ? Da wäre eine teure Ölheizung billiger gewesen.
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Beitragvon Thomas Heufers » 03.08.2011 10:29 Uhr

Kommentar von "BauNeuling" erstellt am 01.08.2011,11:13
Ist das so, dass Erwärmekollektoren nicht funktionfähig wenn viele Nachbarn es bereits haben? Muss man immer nachfragen wie viele auf dem Baugebiet es bereits haben?
Man kann bei einer Tiefensonde davon ausgehen, dass bis zu einem Radius von 2 - 3 Meter um die Sonde Energie entzogen wird. Die Annahme, dass bei vielen Erdsonden im Baugebiet der Energieentzug schlechter sein kann, ist unrichtig. Der Anlagerbauer prüft auch die Umgebungsbedingungen. Sollte in unmittelbarer Nähe eine Erdsonde eingebracht sein, wird er die Bohrung in ausreichender Entfernung einbringen, um den geforderten Energieentzug sicher zu stellen.

Interessant ist der Hinweis auf die Regeneration des Entzugbereichs. Man muss sich den Bereich um die Sonde wie einen Zylinder vorstellen, beispielsweise 60 Meter tief und mit 5 Meter Durchmesser, das entspricht ca. 1.200 Kubikmeter (m³) Speichermasse. Wenn man Solarüberschüsse oder Kühlungsabwärme in diesen Erdspeicher übergibt, erhöht sich die Energiekapazität des sondenumfassenden Erdreichs. Vorteil, es verbessert sich u.a. die Brückung in einem extrem kalten oder langen Winter und die Effizienz der Wärmepumpe aufgrund des niedrigeren Temperaturhubs. Die Umwälzung für die Regeneration kann idealerweise über eine Photovoltaikstrom erfolgen, da solare PV-Einspeisung und solarthermische Einspeisung bzw. Einspeisung der Kühlungsabwärme i.d.R. zur gleichen Zeit erfolgen.

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 04.08.2011 09:44, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon bernhard geyer » 03.08.2011 12:03 Uhr

schimmelgutachter hat geschrieben:Meine Cousine hat sich für 30 000 € einen Tiefenbrunnen bohren lassen,

Hat dein Cousine wohl eine Mehrfamilienhaus? Wer sich für 30 k€ die Wärmequelle erschließen lässt hat entweder unpassendes Haus (Altbau) oder Mehrfamilienhaus das entsprechende Tiefenbohrung nötig wäre. Für einen Neubau sollte Erschließung der Wärmequelle auf jedenfall < 10 k€ sein, selbst bei Tiefenbohrung.

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Beitragvon schimmelgutachter » 03.08.2011 19:58 Uhr

Sie hat ein Zweifamilienhaus mit Räumen bis 4 m Höhe und einen angeschlossenen Bürotrakt mit ca. 100 m²
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Beitragvon bernhard geyer » 03.08.2011 20:12 Uhr

schimmelgutachter hat geschrieben:Sie hat ein Zweifamilienhaus mit Räumen bis 4 m Höhe und einen angeschlossenen Bürotrakt mit ca. 100 m²

Und was waren die weiteren Daten (Heizlast, bisheriger (?) Energieverbrauch?)
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Beitragvon oakgast » 04.08.2011 09:54 Uhr

Kommentar von "BauNeuling" erstellt am 03.08.2011,09:23
Thema: Sonstiges(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Wegen der nicht zu groß geratenen Grundstücke, ist eigentlich nur eine Tiefenbohrung möglich. Wirkt sich das hier genau so aus?
Dieses Beispiel ist auch ein Grund dafür, dass ich da einen gewissen Respekt habe. Ich habe gehört dass fast keine Bohrfirma mehr Festpreisbohrungen durchführt. Wenn da was schiefgeht wird es richtig teuer.
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Beitragvon schimmelgutachter » 04.08.2011 17:16 Uhr

Ich weiß nichts über den Verbrauch oder sonstwas, außer dass meine Cousine einen dicken Hals hat, weils halt eben nicht funktioniert.

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