Wassergeführter Kamin
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Hallo,
wir sind gerade mitten in der Bauphase und stellen uns nun folgende Frage:
Wir bauen ein Haus (ca. 150qm) mit einer Luft/Wärmepumpe und einer kontrollierten Be- und Entlüftung. Soweit ist das alles im Bauvertrag mit drin, da wird auch nix dran gerüttelt.
Nun hätten wir gerne noch einen wassergeführten Kaminofen (Olsberg Tolima Aqua Compact) den wir an die Heizungsanlage anschliessen wollen. Bei der Heizung selber ist nur ein 200 Liter Brauchwasserspeicher dabei und unserer Heizungsbauer meinte wir bräuchten extra noch einen ca. 800 Liter Speicher für den Kamin. Soweit so gut, ich glaub ihm das, irgendwo muss die warme Brühe ja gespeichert werden wenn die später durch die Fussbodenheizung gepumpt wird.
Meine Frage ist nun: Lohnt sich der Kamin bei dem Haus? Oder reicht die vorhandene Leistung (Wärmepumpe / Be-entlüftung) aus? Ich fände es halt praktisch wenn man mit dem Kamin die Wärmepumpe entlasten könnte und da das Ding im Winter sowieso fast jeden Tag an ist (der Kamin, ist halt gemütlich
) würde es doch einiges
an Energie einsparen (vom Holzverbrauch mal abgesehen)?
Der Klempner will zusätzlich zu der vorhandenen Anlage wie gesagt den 800 Liter Speicher installieren (ca. kosten 3500 Eur). Kann man da keinen Kombispeicher nehmen? Also der Brauch- und Heizwasser gleichzeitig hält? Ich habe da so einiges im Internet gefunden was das kann und in der Preisklasse des sowieso vorhandenen Speichers liegt der dann ja "gespart" werden kann.
Irgendwie fühle ich mich nicht besonders gut beraten von dem Kerl, eher das Gefühl der will nen unwissenden "Trottel" abziehen. Was sagt Ihr dazu?
Danke schonmal für die Antworten.
Grüße,
Oli
wir sind gerade mitten in der Bauphase und stellen uns nun folgende Frage:
Wir bauen ein Haus (ca. 150qm) mit einer Luft/Wärmepumpe und einer kontrollierten Be- und Entlüftung. Soweit ist das alles im Bauvertrag mit drin, da wird auch nix dran gerüttelt.
Nun hätten wir gerne noch einen wassergeführten Kaminofen (Olsberg Tolima Aqua Compact) den wir an die Heizungsanlage anschliessen wollen. Bei der Heizung selber ist nur ein 200 Liter Brauchwasserspeicher dabei und unserer Heizungsbauer meinte wir bräuchten extra noch einen ca. 800 Liter Speicher für den Kamin. Soweit so gut, ich glaub ihm das, irgendwo muss die warme Brühe ja gespeichert werden wenn die später durch die Fussbodenheizung gepumpt wird.
Meine Frage ist nun: Lohnt sich der Kamin bei dem Haus? Oder reicht die vorhandene Leistung (Wärmepumpe / Be-entlüftung) aus? Ich fände es halt praktisch wenn man mit dem Kamin die Wärmepumpe entlasten könnte und da das Ding im Winter sowieso fast jeden Tag an ist (der Kamin, ist halt gemütlich
Der Klempner will zusätzlich zu der vorhandenen Anlage wie gesagt den 800 Liter Speicher installieren (ca. kosten 3500 Eur). Kann man da keinen Kombispeicher nehmen? Also der Brauch- und Heizwasser gleichzeitig hält? Ich habe da so einiges im Internet gefunden was das kann und in der Preisklasse des sowieso vorhandenen Speichers liegt der dann ja "gespart" werden kann.
Irgendwie fühle ich mich nicht besonders gut beraten von dem Kerl, eher das Gefühl der will nen unwissenden "Trottel" abziehen. Was sagt Ihr dazu?
Danke schonmal für die Antworten.
Grüße,
Oli
- Thomas Heufers

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Soll denn auf jeden Fall ein Kamin eingebaut werden?
Bei entsprechend guter Wärmedämmung wirst Du in Deinem Neubau keinen Kamin benötigen. Siehe die Verbrauchsstatistiken unter folgendem Link.
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/en ... istik.html
Zu den Kosten. Ein 1-zügiger Schornstein mit wassergeführtem Ofen inkl. Einbindung in die Heizungstechnik mit Pufferspeicher wird überschlägig zwischen 8.000 - 12.000 € kosten, je nach Qualität und Ausstattung.
Unser Bauherr aus Bonn hatte sich in 2007 auch einen Gerco GD 8 mit Speichertechnik etc. einbauen lassen. Technisch ist das alles top und abgesehen vom Ascheentleerung und Kehrung fallen keine Wartungen an. Aber aus seiner Sicht ist dies ein Investment, was sich nicht lohnt. Bis der Holzofen die volle Wärmeabgabe liefert, vergeht eine relativ lange Anlaufphase (1 - 2 Stunden). Er sagt auch, dass er den Ofen viel zu selten benutzt, aus Gründen der Bequemlichkeit.
Ich persönlich würde eher zu einem reinen Holzofen (raumluftunabhängig) tendieren. Der technische Aufwand und die Investitionskosten sind geringer. Ein solcher Ofen kann auch dann noch als autarke Heizung betrieben werden, wenn alle anderen Systeme beispielsweise bei Stromausfall nicht mehr funktionieren.
Gruß
Thomas Heufers
Bei entsprechend guter Wärmedämmung wirst Du in Deinem Neubau keinen Kamin benötigen. Siehe die Verbrauchsstatistiken unter folgendem Link.
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Zu den Kosten. Ein 1-zügiger Schornstein mit wassergeführtem Ofen inkl. Einbindung in die Heizungstechnik mit Pufferspeicher wird überschlägig zwischen 8.000 - 12.000 € kosten, je nach Qualität und Ausstattung.
Unser Bauherr aus Bonn hatte sich in 2007 auch einen Gerco GD 8 mit Speichertechnik etc. einbauen lassen. Technisch ist das alles top und abgesehen vom Ascheentleerung und Kehrung fallen keine Wartungen an. Aber aus seiner Sicht ist dies ein Investment, was sich nicht lohnt. Bis der Holzofen die volle Wärmeabgabe liefert, vergeht eine relativ lange Anlaufphase (1 - 2 Stunden). Er sagt auch, dass er den Ofen viel zu selten benutzt, aus Gründen der Bequemlichkeit.
Ich persönlich würde eher zu einem reinen Holzofen (raumluftunabhängig) tendieren. Der technische Aufwand und die Investitionskosten sind geringer. Ein solcher Ofen kann auch dann noch als autarke Heizung betrieben werden, wenn alle anderen Systeme beispielsweise bei Stromausfall nicht mehr funktionieren.
Gruß
Thomas Heufers
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Danke für die Antwort und den Link.
Ein Kamin soll auf jeden Fall eingebaut werden, schon alleine der Gemütlichkeit wegen. Ich fand das halt praktisch wegen der Erwärmung des Wassers für die Heizung und für die Dusche, da wir auch keine Solaranlage haben und demnach die Wärmepumpe ständig laufen würde damit der Fussboden warm ist. Eingebaut werden soll eine Wolf BWL-1-10A.
Die einzigen Kosten die jetzt halt noch ins Haus stehen würden wären halt der extragroße Tank und die Leitungen davon zum Kamin. Kaminzug (mit Ab- und Zuluft) ist schon eingebaut.
Aber wie Sie sagen, wenn sich das wirklich nicht lohnt dann würden wir auch auf den wassergeführten Kamin verzichten, die Dinger kosten ja doch ein paar Euro mehr als ein nicht wassergeführter.
Wenn der Mehrpreis für den Spass mehr als 5000 Eur (Speicher, Leitungen) beträgt ist das Projekt gestorben.
Ich fand die Idee sehr faszinierend eine zusätzliche, Stromunabhängige Heizquelle zu haben die mein ganzen Haus warm macht.
Grüße,
Oli
Ein Kamin soll auf jeden Fall eingebaut werden, schon alleine der Gemütlichkeit wegen. Ich fand das halt praktisch wegen der Erwärmung des Wassers für die Heizung und für die Dusche, da wir auch keine Solaranlage haben und demnach die Wärmepumpe ständig laufen würde damit der Fussboden warm ist. Eingebaut werden soll eine Wolf BWL-1-10A.
Die einzigen Kosten die jetzt halt noch ins Haus stehen würden wären halt der extragroße Tank und die Leitungen davon zum Kamin. Kaminzug (mit Ab- und Zuluft) ist schon eingebaut.
Aber wie Sie sagen, wenn sich das wirklich nicht lohnt dann würden wir auch auf den wassergeführten Kamin verzichten, die Dinger kosten ja doch ein paar Euro mehr als ein nicht wassergeführter.
Wenn der Mehrpreis für den Spass mehr als 5000 Eur (Speicher, Leitungen) beträgt ist das Projekt gestorben.
Ich fand die Idee sehr faszinierend eine zusätzliche, Stromunabhängige Heizquelle zu haben die mein ganzen Haus warm macht.
Grüße,
Oli
- Thomas Heufers

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Gegenüber der elektrisch betriebenen Wärmepumpe ist der wassergeführte Ofen eine Wärmetechnik, die i.W. ohne Strom betrieben werden kann. Jedoch ist der Einsatz dieses Ofens bei Stromausfall nicht möglich. Im Betrieb muss zumindest die elektronische Steuerung und die elektrische Umwälzung für die Wasserführung funktionieren, sonst fliegt Dir das Ding um die Ohren. Also ganz ohne Strom kommt ein moderner Holzofen mit wasserseitiger Einbindung nicht aus.oliverb hat geschrieben:Ich fand die Idee sehr faszinierend eine zusätzliche, Stromunabhängige Heizquelle zu haben die mein ganzen Haus warm macht.
Gruß
Thomas Heufers
Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 29.09.2011 06:48, insgesamt 4-mal geändert.
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stimmt da war ja was, wenn Strom weg ist dann ist das natürlich relativ sinnlos
würde denn der kaminofen ohne irgendwelche Wassergeschichten ausreichen das Haus einigermaßen auf Temperatur zu halten wenn der ordentlich aufgeheizt wird und der Strom mal ein paar Stunden länger weg ist?
Ich will den Teufel ja nicht an die Wand malen, aber wenn wir die nächsten Jahre weiterhin relativ harte (für norddeutsche Verhältnisse) Winter haben und dann doch mal der Strom wegen irgendwas (nicht wegen fehlender Atomkraftwerke) weg sein sollte das mir die Füsse nicht abfrieren (http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnst ... chneechaos). Dort war der Strom mehrere Tage weg und die Geburtenrate 9 Monate später stieg, und mir reichen meine zwei Kinder bereits
würde denn der kaminofen ohne irgendwelche Wassergeschichten ausreichen das Haus einigermaßen auf Temperatur zu halten wenn der ordentlich aufgeheizt wird und der Strom mal ein paar Stunden länger weg ist?
Ich will den Teufel ja nicht an die Wand malen, aber wenn wir die nächsten Jahre weiterhin relativ harte (für norddeutsche Verhältnisse) Winter haben und dann doch mal der Strom wegen irgendwas (nicht wegen fehlender Atomkraftwerke) weg sein sollte das mir die Füsse nicht abfrieren (http://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BCnst ... chneechaos). Dort war der Strom mehrere Tage weg und die Geburtenrate 9 Monate später stieg, und mir reichen meine zwei Kinder bereits
Wenn der Kamin schon „sowieso“ befeuert wird ist die Anschaffung eines wasserführenden Kaminofens bestimmt
wirtschaftlich. Der benötigt zwar einen Stromanschluss für die Umwälzpumpe. Für den Fall eines Stromausfalls kann
man aber mit einer Campingbatterie die Wärme im Haus herumpumpen und so dafür sorgen dass nicht kaputtfriert. Bei mir
habe einen wasserführenden Kaminofen von normatherm, der auch noch ein Kochfeld zum Kochen besitzt. Dieses System nennt
sich Heizungsherd und hat 19 kW Heizleistung. Im vorangegangenen Winter sparte 2100 l an Heizöl ein. Eine gute
„Holzquelle“ hilft natürlich beim sparen und so habe ich mit diesem wasserführenden Heizungsherd ein weiteres
Stück energetisch Unabhängigkeit bekommen. Wer sich näher über den wasserführenden Heizungsherd informieren
möchte, hier der die Interanschrift der normatherm Energiespartechnik, dem Hersteller meines wasserführenden
Kaminofens
[url={http://www.normatherm.com}]{wasserführenden Kaminofen}[/url]
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- bernhard geyer

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Quizfrage: Wieso würde die o.g. Aufstellung des Ofens von keinem abnehmenden Kaminkehrer abgenommen (abgesehen das der
Kamin nicht angeschlossen ist?
- Thomas Heufers

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Teppich!bernhard geyer hat geschrieben:Quizfrage: Wieso würde die o.g. Aufstellung des Ofens von keinem abnehmenden Kaminkehrer abgenommen (abgesehen das der Kamin nicht angeschlossen ist?
@ Lui57 - Camping-Batterie für die Umwälzung, Heizungssteuerung, Regelung etc..
Mir ist kein Beispiel bekannt, wo so etwas je umgesetzt worden ist. Ein Umwandler von 12 Volt Gleichstrom auf 230 Volt Wechselstrom, separate Verkabelung, Batteriepflege etc. ist erforderlich. Klingt ziemlich komplex, oder?
Den Aufwand würde ich nicht betreiben. Dann sollte man eher damit leben, dass man den wassergeführten Ofen beim Stromausfall nicht nutzt.
Gruß
Thomas Heufers
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