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BadBird
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Beitragvon BadBird » 28.06.2011 11:39 Uhr

Hallo zusammen.

Mein Arbeitskollege ist auf der Suche nach einer passenden Wärmepumpe, hat sich einige Angebote geben lassen.
Dabei hat ihm ein Lieferant gesteckt, daß die EU prüft, den verbilligten Wärmepumpenstrom abzuschaffen.
Hat jemand hierzu eine konkrete Aussage oder Hinweise oder ähnliches gehört?

Gruß
BadBird

bernhard geyer
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Beitragvon bernhard geyer » 28.06.2011 14:06 Uhr

Wärem mir neu das sich hier in die Vertragshoheit und freiheit von Stromlieferanten einmischt.

Der WP-Strom ist kein staatlich subventionierter Strom. Er hat für den Netzbetreiber den Vorteil zu Spitzenzeiten sehr einfach Verbraucher abzuschalten (Sperrzeiten). Deshalb bekommt man hier günstigere Konditionen.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 28.06.2011 16:45 Uhr

Solche Diskusssion zum Wärmepumpenstrom sind nicht neu. Es wird letzlich darauf hinauslaufen, dass Wärmepumpenstrom in Zukunft keinen Einkaufsbonus hat, ob von europäischen Energiekommisariaten oder von den Energiekonzernen ausgehend. Strom ist eine hochwertige/-preisige Energieform, egal ob aus regenerativen oder fossilen Energiequellen hergestellt.

Als Verkaufsargument wird gerne auf die Möglichkeit zum Bezug von quersubventionierten und billigeren Wärmepumpenstrom hingewiesen.
Dies wird dann gern in eine Amortisationsberechnung übernommen und schönt die Anlagedaten.

Dieser Ansatz dient aber nur als Verkaufsargument für den Anbieter. Der Nutzer bzw. Anwender sollte davon ausgehen, dass der Wärmepumpenstrom mindestens genau so teuer ist wie der normale Haushaltsstrom. Dann liegt man bei der Annahme der Betriebskosten und der Wirtschaftlichkeitsberechnung im grünen Bereich.

Mit zertifiziertem Ökostrom kann man seine Wärmepumpe CO2-frei betreiben.
http://ecotec-energiesparhaus.de/filead ... r-2011.pdf
Wir zahlen für unseren grünen Strom (http://naturstrom.de/) 22 Cent pro kWh, eingesetzt für Haushaltsverbrauch (Kochen, Waschen, Spülen, Licht, Multimedia, Fernsehen etc.) und Wärmepumpenbetrieb. Übrigens liegt dieser Öko-Tarif unter dem Preisniveau unseres lokalen Anbieters für üblichen Strommix.

Damit die Wärmepumpe effizient und wirtschaftlich betrieben werden kann, sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:
- optimal gedämmt, kein schlecht gedämmter Baukörper
- niedriger Heizlasten pro m² Wohnfläche - bspw. kleiner 60 Watt/m²
- Wärmeübergabe über Flächenheizungen - bspw. Fußbodenheizung
- ausreichender Pufferspeicher zur Brückung der Abschaltzeiten
- optimale, individuelle Einstellung der Anlageparameter

Linkliste

Optimales Einstellen der Heizung - Fusspunkt und Heizkurve
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... eizung.pdf

Leitfaden für Fachhandwerker - Grundlagen des hydraulischen Abgleichs
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... leichs.pdf

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 29.06.2011 19:19, insgesamt 1-mal geändert.
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http://ecotec-energiesparhaus.de/
http://ecotec-energiespartechnik.de/
http://energiesparprojekte.info/
roro
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Beitragvon roro » 29.06.2011 06:33 Uhr

Ich kann mich nur Thomas anschließen. Eine WP muss sich mit "normalen" Stromtarifen rechnen, und der Verbrauch sollte nicht subventioniert werden. (Eine Vergünstigung abhängig von Hochlast und Niederlastzeiten ist in Ordnung, aber das gibt es ja nicht nur bei WP).

Ich selbst verwende Strom von der Ökostrom AG (einer der wenig zertifizierten Ökostromanbieter, die nicht nur den Strom schön rechnen), mit einem Tarif von 21 ct/17 ct (Hoch-/Niederlast) und bin sehr zufrieden.
Einen "Kritikpunkt" habe ich an Thomas Aussage. Niedrige Heizlasten beginnen bei kleiner 30W/qm, mehr sollte ein Neubau nicht mehr benötigen.

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