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racingsven
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Beitragvon racingsven » 14.05.2011 09:31 Uhr

Hallo Energiefreunde :D

Ich bin seit kurzen Mitglied dieser Komunity, da ich mich seit ca. 3-4 Monaten damit beschäftige was ich mit meiner Heizungsanlage machen soll.
Wir ( 3 Personen ) haben uns vor zwei Jahren ein 121qm großes voll unterkellerte, Doppel - Haushälfte in der Nähe von Gifhorn (Niedersachsen) gekauft.
Bei dem Objekt handelt es sich um eine Ehemalige Liegenschaft der Bundeswehr, es wurde 1956 gebaut und über die Jahre immer wieder mal Modernisiert.
2000 wurde das Haus gedämmt mit 8cm Wärmedämputz außen und die Boden und Kellerdecke mit 10cm.
Wir haben letztes Jahr alle Fenster und Außentüren erneuert und eine neue Buderus Niedrigtemperatur Ölheizung einbauen lassen.

Die Heizungsanlage, muss ich dazu sagen, war mal eine Schwerkraftanlage mit Zentraler Entlüftung auf dem Dachboden, an den Verrohrungen und Heizkörpern wurde nichts geändert.

Nun aber kam nach ca. 9 Monaten die Ernüchterung das unser liebes Haus ziemlich viel Öl zu sich nimmt.
Wir haben im August 2010 2000L Öl getankt die nun im Mai 2011 nicht mehr da wahren. (mussten jetzt noch mal 500L nachbestellen)
Da wir das Haus aber in den letzten Monaten auch nur zur Hälfte bewohnt haben also ca. 60qm (wegen Umbau EG) schien mir der Verbrauch recht hoch.
Bei den Umbauarbeiten im EG habe ich dann auch noch die Entdeckung gemacht das es in der Schwerkraftanlage eine Zirkulation zur Entlüftung auf dem Dachboden gibt, die man wie einen Heizkörper ohne Thermostat betrachten muss.
Was bedeutet Die Leitung ist permanent Warm und die Heizung Läuft und Läuft.
Dieser Fehler wird nun behoben in den nächsten Tagen.

Aber nun zu meiner eigentlichen Frage.
Meine Idee war zuerst das Haus mit einer Solarthermie Anlage auszustatten, die zur Brauchwasser und Heizungsunterstützung dient.
Im Zuge dessen wollte ich gleich einen Pellet - Kaminofen Wasserführend von Wodke oder Buderus Installieren lassen.
Und zu guter Letzt habe ich gehört das es möglich ist den Niedrigtemperatur Öl Kessel, mit einem im Abgasstrang nachgeschalteten Wärmetauscher, annähernd auf das Verbrauchsverhalten eines Brennwertkessels zu bringen.
Hydraulischer abgleich und tausch der Heizkörper - Ventile ist ja klar.

Kann mir hier jemand sagen was ich dadurch im Jahr an Öl einspare?
Gibt es hier jemanden der das gleiche System bei sich eingebaut hat und mir genau sagen kann was er verbraucht bzw. einspart zu früher. Bei Investitionskosten von ca. 19000 Euro ( Förderungen schon abgezogen) wird eine Wirtschaftlichkeitsrechnung in meinen Augen recht schwer.

Nach meinen Informationen kann ich mit der Solaranlage im Jahr max. 300-350L Öl sparen was aktuell ca. 240 - 280 Euro im Jahr ausmachen würde. Diese Zahlen stammen von Stiftung Wahrentest und Ökotest.
Damit rechnet sich in meinen Augen die Investition in die Solaranlage nicht, weil die alleine schon 10000 - 12000 Euro kostet.

Der Abgaswärmetauscher wurde mir Angeboten für 2500Euro inkl. Einzug eines Kunststoffrohres in den Schornstein.
Der Hersteller verspricht 10 - 12% Ersparnis im Jahr an Öl.
Also min. 250L was Aktuell 200Euro im Jahr ausmachen würde.

Bleibt noch der Pelletkamin mit einer Leistung von 2,9 - 8,8 bzw. 10KW.
Diese Öfen lassen sich in der Leistung elektronisch steuern und sogar mit bis zu drei Programmen betreiben.
Was ich sehr praktisch finde, so ist es möglich den Kamin nicht den ganzen Tag laufen zu lassen wenn keiner da ist.
Die Einsparung durch so einen Kamin können mir nicht mal die Hersteller selber sagen, da es darauf ankommt wie oft der Kamin genutzt wird.
Sparpotential im Geldlichen sehe ich dabei nur, dass man Öl durch Pellets ersetzt, die ja etwas billiger sind ( 1500L Öl = 3T Pellets ) 1125 Euro für ÖL zu 882 Euro für Pellets ( Pellets auf Palette in Säcken).
Der Invest des Ofens inkl. Speicher und Montage beläuft sich auf ca. 8500 Euro.

Also unterm Strich bleibt die Frage was soll man Machen?????

Gruß

Sven

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Beitragvon klausamsee » 14.05.2011 19:40 Uhr

Kannst du uns was dazu sagen, mit welcher Vorlauftemperatur die Heizung fährt? Wieviel °C Heizwassertemperatur brauchst du, wenn es draußen z.B. 0°C hat, damit es warm wird?
Hannst du die Heizkörper austauschen?
Umbau EG: besteht die Chance, eine Warmwasser-Fußbodenheizung einzubauen?

Klaus
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Beitragvon racingsven » 14.05.2011 21:38 Uhr

Hallo Klaus,

natürlich kann ich deine Fragen gerne beantworten.
So weit ich das sagen kann ist die Vorlauftemperatur auf 55 Grad eingestellt.
In wie weit der Aussentemperaturfühler noch einfluss nimt kann ich echt nicht beantworten.
Was das Heizkörper tauschen angeht wollte ich das eigentlich nicht machen da der Kosten nutzen Aufwand nicht sehr groß ist habe ich mir sagen lassen.
Darum wollte ich mir das Geld eigentlich sparen.
Leider ist der Einbau einer Fußbodenheizung nicht mehr möglich neuer Estrich ist schon drin.

Gruß

Sven
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Beitragvon Thomas Heufers » 16.05.2011 08:13 Uhr

racingsven hat geschrieben:Nach meinen Informationen kann ich mit der Solaranlage im Jahr max. 300-350L Öl sparen was aktuell ca. 240 - 280 Euro im Jahr ausmachen würde. Diese Zahlen stammen von Stiftung Wahrentest und Ökotest.
Damit rechnet sich in meinen Augen die Investition in die Solaranlage nicht, weil die alleine schon 10000 - 12000 Euro kostet.
Deine Invetitionskosten für die Solaranlage finde ich recht hoch gegriffen. Für einen Pelletofen mit solarfähigem Pufferspeicher, Pelletspeicher und heizungsunterstützender Solaranlage sind im günstigen Fall ca. 18.000 € inkl. Montage und inkl. Mwst. anzusetzen, hiervon kann man dann noch mindestens 2.000 € an Förderungen in Abzug bringen.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon racingsven » 16.05.2011 19:45 Uhr

Hallo Thomas,

diese Zahlen sind aus 6 Angeboten ermittelt die ich von Ortsansässigen Firmen eingeholt habe.
Also nichts geschätztes oder aus den Fingern gezogene Zahlen!!!
Angeboten wurden Systeme von Buderus, Wolf, Junkers und Solvis.
Wobei Solvis der teuerste war mit 26000 Euro.
Leider warte ich schon seit Wochen auf ein Angebot von der Firma Wagner Solar, die im Test sehr gut abgeschnitten haben und mit die günstigsten waren.
Hat den jemand von euch andere Firmen an der Hand die mir ein günstigeres Angebot machen können? Und die auch zu mir nach Niedersachsen kommen :wink:

Gruß

Sven
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Beitragvon klausamsee » 17.05.2011 16:16 Uhr

Hallo Sven,

also ich weiß nicht, ob du mit der Solaranlage glücklich werden wirst, sie wird nicht die Menge an Ersparnis bringen, die du wahrscheinlich erhoffst.
Du schreibtst, das du 55°C Vorlauftemperatur benötigst. Weil du weder die Heizkörper tauschen, noch eine FBH installieren kannst, wird sich daran nichts ändern. Wenn eine Solaranlage aber heizungsunterstützend sein soll, tut sie dieses nur bei einer niedrigen Vorlauftemperatur (bzw. Rücklauftemperatur, denn hier geht die solare Wärme rein). Du wirst im Winter aber nicht mehr als 30°C vom Dach bekommen, und das wird für die Heizung nicht reichen. Auch zum Duschen reicht das nicht.
Im Sommer ist das ein anderes Thema, nur da brauchst du die Heizung eh nicht.
Einen zusätzlichen Wärmetauscher im Rauchrohr halte ich für bedenklich, weil dieser leicht versotten kann und das Abgas ggf. durch die geringere Temperatur nicht mehr genug Zug auslöst. Ganz abgesehen davon: was willst du in deinem Heizungssystem mit 30°C warmem Wasser anfangen? (PS: ich habe im Winter bei Frost grad mal 30°C Vorlauftemperatur)
Bei dem hohen Temperaturniveau sehe ich nur die Chance, auf Holz zu gehen. Ansonsten mußt du die Vorlauftemperatur irgendwie runterbekommen, dann sieht die Welt wieder ganz anders aus.

Gruß

Klaus

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Beitragvon racingsven » 17.05.2011 18:28 Uhr

Hallo Klaus,

zu der gleichen Erkenntnis bin ich auch gekommen mit der Solaranlage.
Die Investitionskosten sind einfach zu hoch um die Anlage über die Einsparung an Öl wirtschaftlich zu rechnen.

Also mit dem Abgaswärmetauscher haben wir uns wohl etwas missverstanden.
Es gibt so ein System von der Firma ATEC.(www.atec-abgas.de)
Bei der Montage des Wärmetauschers wird auch ein 80mm Abgasrohr aus Kunststoff oder Edelstahl in den bestehenden Rauchzug eingezogen.
Also wie bei einer Brennwertheizung da muss das ja auch gemacht werden.

Meine Kombination wird nun wie folgt aussehen:

Pellet - Kaminofen mit Wassertasche zur Unterstützung der Heizung und Warmwasseraufbereitung.

Kombispeicher 750L mit der Option in der Zukunft eine Solartermie-Anlage zur Warmwasseraufbereitung nachzurüsten.

ATEC Abgaswärmetauscher für Niedrigtemperaturkessel zur Aufrüstung.

Tausch aller Thermostate und ein Hydraulischer Abgleich.

Nachrüsten der Heizkörper mit Entlüftungen.
Gutes Entlüften der Anlage und einstellen der Komponenten.

Tausch der Zirkulationspumpe in eine viel bessere :D

Kappen der Zirkulationsleitung zur Automatischen Entlüftung der Schwerkraftanlage auf den Dachboden. :evil:

Ich hoffe damit meinen hohen Verbrauch in den Griff zu bekommen.
Kann mir denn jemand sagen was ich für das Maßnahmenpacket, was ich oben aufgeführt habe, wahrscheinlich bezahlen muss???

Gruß

Sven
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Beitragvon mathiashinrichs » 20.06.2011 10:58 Uhr

Hallo Sven,

wir haben uns auch im letzten Jahr eine Solarwärmeanlage (sowas) aufs Dach gesetzt. Wir (Familie mit 3 Kindern) haben ausgiebig Angebote eingeholt und alles durchgerechnet. Am Schluss haben wir uns dafür entschieden, weil es finanziell, auf lange Sicht, Sinn machte und ökologisch verantwortlich ist.
Dir jetzt genaue Zahlen zu nennen macht keinen Sinn, da jeder Fall anders aussieht, aber ich kann dir sonst noch empfehlen, einen externen Gutachter hinzuzunehmen.

Viel Erfolg,
Mathias

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