Hallo Energiefreunde
Ich bin seit kurzen Mitglied dieser Komunity, da ich mich seit ca. 3-4 Monaten damit beschäftige was ich mit meiner Heizungsanlage machen soll.
Wir ( 3 Personen ) haben uns vor zwei Jahren ein 121qm großes voll unterkellerte, Doppel - Haushälfte in der Nähe von Gifhorn (Niedersachsen) gekauft.
Bei dem Objekt handelt es sich um eine Ehemalige Liegenschaft der Bundeswehr, es wurde 1956 gebaut und über die Jahre immer wieder mal Modernisiert.
2000 wurde das Haus gedämmt mit 8cm Wärmedämputz außen und die Boden und Kellerdecke mit 10cm.
Wir haben letztes Jahr alle Fenster und Außentüren erneuert und eine neue Buderus Niedrigtemperatur Ölheizung einbauen lassen.
Die Heizungsanlage, muss ich dazu sagen, war mal eine Schwerkraftanlage mit Zentraler Entlüftung auf dem Dachboden, an den Verrohrungen und Heizkörpern wurde nichts geändert.
Nun aber kam nach ca. 9 Monaten die Ernüchterung das unser liebes Haus ziemlich viel Öl zu sich nimmt.
Wir haben im August 2010 2000L Öl getankt die nun im Mai 2011 nicht mehr da wahren. (mussten jetzt noch mal 500L nachbestellen)
Da wir das Haus aber in den letzten Monaten auch nur zur Hälfte bewohnt haben also ca. 60qm (wegen Umbau EG) schien mir der Verbrauch recht hoch.
Bei den Umbauarbeiten im EG habe ich dann auch noch die Entdeckung gemacht das es in der Schwerkraftanlage eine Zirkulation zur Entlüftung auf dem Dachboden gibt, die man wie einen Heizkörper ohne Thermostat betrachten muss.
Was bedeutet Die Leitung ist permanent Warm und die Heizung Läuft und Läuft.
Dieser Fehler wird nun behoben in den nächsten Tagen.
Aber nun zu meiner eigentlichen Frage.
Meine Idee war zuerst das Haus mit einer Solarthermie Anlage auszustatten, die zur Brauchwasser und Heizungsunterstützung dient.
Im Zuge dessen wollte ich gleich einen Pellet - Kaminofen Wasserführend von Wodke oder Buderus Installieren lassen.
Und zu guter Letzt habe ich gehört das es möglich ist den Niedrigtemperatur Öl Kessel, mit einem im Abgasstrang nachgeschalteten Wärmetauscher, annähernd auf das Verbrauchsverhalten eines Brennwertkessels zu bringen.
Hydraulischer abgleich und tausch der Heizkörper - Ventile ist ja klar.
Kann mir hier jemand sagen was ich dadurch im Jahr an Öl einspare?
Gibt es hier jemanden der das gleiche System bei sich eingebaut hat und mir genau sagen kann was er verbraucht bzw. einspart zu früher. Bei Investitionskosten von ca. 19000 Euro ( Förderungen schon abgezogen) wird eine Wirtschaftlichkeitsrechnung in meinen Augen recht schwer.
Nach meinen Informationen kann ich mit der Solaranlage im Jahr max. 300-350L Öl sparen was aktuell ca. 240 - 280 Euro im Jahr ausmachen würde. Diese Zahlen stammen von Stiftung Wahrentest und Ökotest.
Damit rechnet sich in meinen Augen die Investition in die Solaranlage nicht, weil die alleine schon 10000 - 12000 Euro kostet.
Der Abgaswärmetauscher wurde mir Angeboten für 2500Euro inkl. Einzug eines Kunststoffrohres in den Schornstein.
Der Hersteller verspricht 10 - 12% Ersparnis im Jahr an Öl.
Also min. 250L was Aktuell 200Euro im Jahr ausmachen würde.
Bleibt noch der Pelletkamin mit einer Leistung von 2,9 - 8,8 bzw. 10KW.
Diese Öfen lassen sich in der Leistung elektronisch steuern und sogar mit bis zu drei Programmen betreiben.
Was ich sehr praktisch finde, so ist es möglich den Kamin nicht den ganzen Tag laufen zu lassen wenn keiner da ist.
Die Einsparung durch so einen Kamin können mir nicht mal die Hersteller selber sagen, da es darauf ankommt wie oft der Kamin genutzt wird.
Sparpotential im Geldlichen sehe ich dabei nur, dass man Öl durch Pellets ersetzt, die ja etwas billiger sind ( 1500L Öl = 3T Pellets ) 1125 Euro für ÖL zu 882 Euro für Pellets ( Pellets auf Palette in Säcken).
Der Invest des Ofens inkl. Speicher und Montage beläuft sich auf ca. 8500 Euro.
Also unterm Strich bleibt die Frage was soll man Machen?????
Gruß
Sven