Hallo,
bin zufällig über dieses Forum gestolpert...
Vorab:
Salatöl, Rapsöl, Pflanzenöl, auch Poel oder Pöl genannt kann definitiv als KraftStoff in Dieselfahrzeugen oder als Brennstoff verwendet werden.
Es gibt zwei Möglichkeiten Pflanzenöl, welches ähnliche energetische Eigenschaften wie Dieselöl besitzt als Kraftstoff zu verwenden.
Entweder verändert man das Pflanzenöl, so dass es dem Dieselkraftstoff ähnlicher wird, oder man verändert die Motorumgebung (Umrüstung) damit das Pflanzenöl betriebssicher verwendet werden kann.
Bei Rapsmethylester kurz RME, im Volksmund Biodiesel genannt, ist man den ersten Weg gegangen und hat mittels chemischer Prozesse das viskosere (zähflüssige) Rapsöl "verflüssigt". Nachteiliger Nebeneffekt, RME /Biodiesel ist sehr agressiv und greift im Fahrzeug Kraftstoffleitungen Dichtungen der Einspritzpumpet etc. an. Daher ist dieser Kraftstoff nur zu verwenden, wenn der Fahrzeughersteller eine uneingeschränkte Freigabe für Biodiesel erteilt hat !!!
Generell kann man sein Fahrzeug auch "Biodieseltauglich" machen - wenn man alle Kunstoffleitungen und Dichtungen welche mit dem Kraftstoff in Berührung kommen durch resistente Varianten ersetzt.
Die größte Herausforderung beim Einsatz von Pflanzenöl als Kraftstoff ist die, gegenüber dem Dieselkraftstoff höhere Viskosität. Bildhaft dargestellt, Rapsöl hat bei einer Temperatur von ca. +120 Grad annähernd die gleichen Fließeigenschaften wie Dieselkraftstoff bei -4 Grad.
Je nach Fahrzeug-, Motor- und Einspritzpumpentyp in Relation mit der Aussentemperatur werden Sie unterschiedlich große Schwierigkeiten haben, wenn Sie den Motor mit 100% Rapsöl als Kraftstoff starten wollen.
Es gibt komplette Umrüstungen im Preisbereich von ca. 1.500 - 3.000 Euro.
Wenn man technisch interessiert und praktisch veranlagt ist, wissensdurstig und nicht lesefaul (Internet), kann man aber auch für deutlich weniger Geld seine erFAHRungen sammeln.
Vereinfacht dargestell muss man sich folgenden Herausforderungen stellen:
1.) Ausreichende Förderung zur Einspritzpumpe auch bei niedrigen Temperaturen
2.) Anpassung der Einspritzanlage bezüglich Fördermenge und Förderbeginn
3.) Abhängig vom Fahrzeug den Einspitzdruck für eine optimalere Zersteubung = optimalere Verbrennung erhöhen
4.) Für Kaltstart und Normalbetrieb das Rapsöl "Vorwärmen"
5.) Filterung des Kraftstoffs
6.) Eintrag von unverbrannten Pflanzenöl ins Motoröl
Ich selbst fahre derzeit einen Golf II Diesel mit 100Prozent Raps.
Dieses habe ich zu Beginn (vor wenigen Wochen) noch beim Aldi für 75 Cent je Liter gekauft und zum normalen Dieselkraftstoff gemischt. (ohne Umbau).
Nun habe ich knapp 200 Euro in andere Einspritzdüsen investiert und tanke an einer Tankstelle in Hildesheim für 65Cent je Liter.
Neben den deutlich

geringeren Kraftstoffkosten fahre ich Co2 neutral und unterstütze die regionale Wirtschaft, da das verarbeitete Raps von einer Rapsmühle in der "Nachbarschaft" bei Landwirten im Umkreis von 75Km eingekauft wird.
Weil ich in dieses Thema gerade schwer verliebt bin, baue ich zZt. ein kleines Internetprojekt auf, in dem ich moderiert Informationen anbieten möchte.
Hierzu suche ich noch Kandidaten, welche über Ihre erFAHRungen berichten wollen.
Schaut mal rein unter
http://www.RapsFahrer.de...http://www.RapsFahrer.de
VG
Bernd Krystofiak