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Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 15.04.2011 10:11 Uhr

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme hat eine messtechnische Untersuchung von Wärmepumpen zur Anlayse und Bewertung der Effizienz im realen Betrieb ausgeführt.

Kurzfassung des Endberichts
http://ecotec-energiesparhaus.de/filead ... assung.pdf

Langfassung des Endberichts
http://ecotec-energiesparhaus.de/filead ... assung.pdf

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme kommt zu einem anderen Ergebnis als die Lokale Agenda-Gruppe 21 Energie in Lahr in der FELDTEST PHASE 1 von 2006 - 2008.
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/Da ... 006-07.pdf
Der Einsatz der Wärmepumpe ist laut der Studie des Fraunhofer ISE in den untersuchten Fällen häufig ökonomisch und ökologisch empfehlenswert. Ganz anders hatte dies die Lokale Agenda-Gruppe 21 beurteilt, man will seitens der Lokalen Agenda in einer zweiten Testphase von 2009 - 2012 neue Erkenntnisse hinzugewinnen.

Die Auswertungen des Fraunhofer ISE sind sehr fundiert, man hat bessere Auswertemechanismen angewandt und beispielsweise eine Gliederung nach Gebäudetypen (Altbau, Neubau, freistehend, gruppiert etc.) angesetzt. Auch hat das Fraunhofer ISE umfangreiche messtechnischen Einrichtungen genutzt und alle technische Details in die Analyse einbezogen.


Fazit zu der Auswertung des Fraunhofer ISE in Stichpunkten:
* Gewährleistung für einen effizienten Betrieb ist eine geringe Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Wärmesenke (Heizkreisseite)
* Vor dem Einbau der Wärmepumpe sollten Einsparpotentiale bei der Gebäudehülle umgesetzt werden.
- Die Wärmequellentemperatur sollt möglichst hoch sein, die Sole-Wärmepumpe ist hier im Vorteil.
* Direkte Wärmepumpen sind im Schnitt effizienter als Pufferspeicher-geführte Systeme, dem steht aber eine erforderliche Brückung von Sperrzeiten gegenüber.
* Die Umwälzung der Sole mit leistungshungrigen Primärpumpen kann wesentlich die Arbeitszahl verschlechtern, die Lösung sind Hocheffizienzpumpen.
* Wärmepumpeninstallationen erfordern für den effizienten Betrieb eine ausführliche Gebäude- und Nutzer-spezifische Planung und Abstimmung des Gesamtsystems.
* Regelung und Kreisläufe sind auf Ihre Funktionsfestigkeit zu prüfen, ungenügend schließende Ventile können bsplw. Speicherentladungen verursachen.
* Richtig ausgelegte Erdreich-Wärmepumpen brauchen für den nutzergerechten Einsatz keinen Elektroheizstab.
* Hydraulischer Abgleich und lückenlos gedämmte Rohrleitungen sind heizungstechnischer Standard.
* Der Nutzer ist mit dem Wärmepumpensystem vertraut zu machen, er sollte sich mit der Steuerung auseinandersetzen und die optimale Einstellung der Heizkurve durchführen.


Gruß

Thomas Heufers


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