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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 18.07.2011 18:22 Uhr

Die deutschen Wärmepumpen-Hersteller sind durchaus an der Technik interessiert und hätten es auch schon in Ihr Produkt-Portfolio aufgenommen, aber .....

- Kann man ungenutzte Räume bei diesem System bedarfsweise abschalten? Oder kommt es evtl. bei Schließen der Heizkreise zu Hochdruckstörungen?

- Wie verhält es sich in der Übergangszeit oder bei solarer Einstrahlung, reagiert das System auf die eingestrahlte Sonnenwärme und passt es die Wärmeabgabe direkt an?

- Kann die Wärmedirektheizung Ihre Leistung modulieren oder wird die Leistungsanpassung durch Taktung umgesetzt?

- Was kostet ein Wärmemengenzähler für das System?

- Was kostet das System? Meines Wissens ist ein speziell ummanteltes Kupferrohr für diese Technik erforderlich, dieses Material ist recht teuer.

- Gibt es das bezeichnete System der Wärmedirektheizung mit Direktverdampfer-Technik?

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon schimmelgutachter » 18.07.2011 21:22 Uhr

Heute war er wieder da.
Der Mann von der Energiesparzentrale.
Er behauptete, dass jeder 20 Jahre lang umsonst heizen könne, wenn er bereit sei, sich ein Blockheizkraftwerk in den Keller stellen ließe.
Die Energiesparzentrale würde sämtliche Kosten für den Generator, dessen Treibmittel, sowie für die Marmorheizkörper übernehmen.

Es klingt so unwahrscheinlich, fast wie im Märchen.
Aber er bleibt bei seiner Behauptung.

Hat schon mal jemand davon gehört ?
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Beitragvon bernhard geyer » 19.07.2011 17:12 Uhr

schimmelgutachter hat geschrieben:Heute war er wieder da.
Der Mann von der Energiesparzentrale.
Er behauptete, dass jeder 20 Jahre lang umsonst heizen könne, wenn er bereit sei, sich ein Blockheizkraftwerk in den Keller stellen ließe.
Die Energiesparzentrale würde sämtliche Kosten für den Generator, dessen Treibmittel, sowie für die Marmorheizkörper übernehmen.

Es klingt so unwahrscheinlich, fast wie im Märchen.
Aber er bleibt bei seiner Behauptung.

Bei solchen Wunterversprechungen würde ich vorsichtig sein. In unserer Gegend läuft gerade ein Strafverfahren gegen einen "Hersteller" von "unschlagbare effektiven" BHKW's. Gebaut wurde fast nix, BHWK waren nicht besser als andere und die nötigen Vorschusszahlungen wurden in Porsche und Co. investiert.
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Beitragvon schimmelgutachter » 19.07.2011 21:29 Uhr

Zitat: Kann man ungenutzte Räume bei diesem System bedarfsweise abschalten? Oder kommt es evtl. bei Schließen der Heizkreise zu Hochdruckstörungen?

Das ist übrigens wieder so ein Klischee, das noch in vielen Köpfen herumspukt, nämlich die irrige Annahme, man könne Heizkosten einsparen, wenn man Räume unbeheizt lässt. Durch die Auskühlung der Wände dieses Raumes werden Innenwände zu kühlen Außenwänden. Der Einspareffekt ist gleich null, bzw. erhöht sich das Risiko einer Verschimmelung der Kalträume.
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Beitragvon Thomas Heufers » 20.07.2011 09:26 Uhr

@ schimmelgutachter - Was sind das für Statements?
- Das Gästezimmer soll nach Deiner Logik das ganze Jahr über beheizt werden, auch wenn es nur zwei Wochen im Jahr genutzt wird. 360 Tage im Dauerbetrieb ohne den Raum zu nutzen.
- Wenn die Kinder flügge werden, dann sollen nach Deiner Logik die ungenutzten Räume auf ewige Zeiten mitgeheizt werden.
- Das Homeoffice wird in der Woche beispielsweise für 2 - 4 Stunden genutzt, auch hier soll nach Deiner Logik die restlichen 165 Wochenstunden die Heizung im Dauerbetrieb laufen.

Bei dem System von Acalor, Libind o.a. ist meines Wissens kein Absenkbetrieb für einzelne Räume möglich, es kann nur das ganze Haus auf Absenkbetrieb gestellt werden.
Dem gegenüber soll das System von Beglau über eine Direktverdampfung und Direktkondensation verfügen und auch Einzelraumsteuerung unterstützen. Auch soll das Beglau-System eine Leistungsanpassung (Modulationbetrieb) über Drehzahlregelung des Scroll-Verdichters verfügen.
Daraus ergeben sich zwei Vorteile:
- Höherer Wirkungsgrad und bessere Arbeitszahl aufgrund des niedrigen Temperaturhubs (Wärmequelle nicht Luft, sondern Erdreich)
- Effizienterer Heizbetrieb durch bedarfsabhängige Beheizung der einzelnen Räume und durch modulierende Betriebsweise der Wärmepumpe.

Gruß

Thomas Heufers

Zuletzt geändert von Thomas Heufers am 25.07.2011 08:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon schimmelgutachter » 20.07.2011 17:32 Uhr

Zitat Heufers: 360 Tage im Dauerbetrieb ohne den Raum zu nutzen. :roll:

Also den möchte ich sehen, der 360 Tage im Jahr seine Heizung betreibt.
Insofern ist dieser Spruch natürlich Käse.

Ansonsten ist es tatsächlich so, dass die Nichtbeheizung einzelner Räume für die Schaffung eines gesunden Wohnklimas kontraproduktiv ist. Wer ein bisschen was von Bauphysik versteht, dem wird das sicher einleuchten, denke ich.

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Beitragvon Roggenbuck » 21.07.2011 19:23 Uhr

Thomas Heufers hat gefragt:
Thomas Heufers hat geschrieben:[color=green]Die deutschen Wärmepumpen-Hersteller sind durchaus an der Technik interessiert und hätten es auch schon in Ihr Produkt-Portfolio aufgenommen, aber .....

- Kann man ungenutzte Räume bei diesem System bedarfsweise abschalten? Oder kommt es evtl. bei Schließen der Heizkreise zu Hochdruckstörungen?

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- Was kostet ein Wärmemengenzähler für das System?

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- Gibt es das bezeichnete System der Wärmedirektheizung mit Direktverdampfer-Technik?



Das sind alles technische Fragen, die ich als Laie nicht beantworten kann. Wenn Sie das wirklich alles interessiert, dann setzen Sie sich doch einfach direkt mit einem Mitarbeiter der Firma ACALOR in Verbindung. Die können Ihnen all diese Fragen bestimmt beantworten.


Gruß
Daniela Roggenbuck
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Beitragvon TobiasL » 25.07.2011 08:12 Uhr

Wie verhält es sich in der Übergangszeit oder bei solarer Einstrahlung, reagiert das System auf die eingestrahlte Sonnenwärme und passt es die Wärmeabgabe direkt an :?:
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Beitragvon Thomas Heufers » 25.07.2011 09:26 Uhr

EVU-Sperrzeiten - Was ist mit der Pufferung, um Abschaltungen der Energieversorger bei Lastspitzen ohne Komforteinbußen zu überbrücken? Bei der Direktkondensation kann man keinen Puffer zum Zwischenspeichern einsetzen, zumindest ist mir eine solche Lösung nicht bekannt.

Abtauung - Ein effektiver und energiesparender Enteisungsbetrieb der Außeneinheit bei Luft-/Wasser-Wärmepumpen wird beispielsweise bei Mitsubishi durch einen innen aufgestellten 70 Liter fassenden Pufferspeicher umgesetzt, hierbei wird im Umkehrbetrieb der Heizungswärmepumpe Wärme über den Verdichter geführt, siehe folgenden Videolink unter http://www.youtube.com/watch?v=pMH3Prl0c1s

Gruß

Thomas Heufers


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