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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
Schmiddi828
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Beitragvon Schmiddi828 » 12.04.2011 09:13 Uhr

Moin,

Ich möchte in kürze einen Bungalow ( ca. 100-110qm) Neubauen.
Ich bin mir zu 90% sicher das ich in Holzfertigbauweise bauen möchte. Für 1-2 Personen

Ich tue mich nur etwas schwer mit der Art der Heizung, da ich mich vorher nie wirklich damit beschäftigt habe.
Es gibt so unglaubliche viele verschiedene Pumpen und Öfen und was sonst noch alles.....

Ich denke mal das eine Fußbodenheizung bei einem Neubau heutzutage schon gemacht werden sollte und an Solar zur Brauch- bzw. Heizungwassererwärmung bin ich auch interessiert, da ich Dachfläche in richtung Süden haben werde.

Also was für eine Heizung sollte es sein? Erdwärme? Gas? Pellets? .....

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 12.04.2011 11:01 Uhr

Folgende Anforderungen sollten beim Neubau aus energetischer Sicht idealerweise erfüllt sein:
- U-Wert von Dach, Wand und gegen Erdreich von 0,13 - 15 W/m²K
- Fenster mit 3-fach Verglasung mit einem Uw-Wert kleiner 1,0 W/m²K

Mit diesen Gebäudedetails und einer energiesparenden Bauplanung liegt Dein Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser überschlägig bei weniger als 5 kW. Es gibt entsprechend kleine und modulierende Luft-/Wasser-Wärmepumpen als Splitgerät, die diesen Wärmebedarf optimal abdecken. Ein solches Wärmesystem würde unter den Voraussetzungen Sinn machen. Neben den geringen Investitionskosten garantiert dieses System einen sehr sparsamen Betrieb.

Zum Vergleich die Betriebskosten einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe in einem Energiesparhaus KfW 40 vglb. Effizienzhaus 55,
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/en ... istik.html

PDF - Niedrigenergiehäuser
Bei Planung und Bau wird auch über die Energiekosten des Hauses in den kommenden Jahrzehnte entschieden.
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/en ... istik.html

PDF - Energieeffiziente Einfamilienhäuser mit Komfort
Hochwärmegedämmte Gebäudehülle, innovative Glas- und Fenstertechnik, Gebäudetechnik die ausschließlich zur Restwärmebereitstellung dient.
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... omfort.pdf

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon bernhard geyer » 13.04.2011 16:23 Uhr

Wie Thomas schon angemerkt hat ist das A&O eine energetisch optimierte Planung des Neubaus.

Dein Neubau sollte mindestens den Standard Effizienzhaus 55 in der 2009er Fassung der EnEv erreichen. Besser wäre natürlich gleich in Richtung Passivhaus zu gehen. Auf keinen Fall solltest du dich von einem 1/2/3-Liter Haus nach "Herstellernorm" blenden lassen.

Bei entsprechend niedrigen Energiebedarf ist dann auch eine (verglichen mit Sole/Wasser / Wasser-Wassser) etwas im jahresmittel schlechter Arbeitende Luft-Wasser-WP sehr geeignet da hier die Investitionskosten günstiger sind.
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Beitragvon Solarmensch » 14.04.2011 09:46 Uhr

Ich gebe den Vorrednern/-schreibern recht und mit der Annahme FB-Heizung liegst du auch richtig
Bei der Wahl der Solaranlage rate ich klar zu einer heizungsunterstützenden
Was die Wahl der Primärenergiequelle betrifft (falls die nicht Solar ist) habe ich folgenden Rat:
Einbau eines Schichtspeichers mit integriertem Wärmeerzeuger (zb. SolvisMax), hier kannst du dann wählen welchen Heizeinsatz ( Öl, Gas, WP, Pellet) du favorisierst.
Mit diesem System kannst du auch nachträglich den Heizeinsatz tauschen und bist so für die Zukunft gerüstet, falls zb eine bezahlbare Brennstoffzelle verfügbar ist
Beim Einsatz von Solar kommst du eh nicht um einen Schichtspeicher herum,darüber hinaus kanst du an dem Speicher einen wassergeführten Kachelofen anschließen
Bei den ersten dreien bist du weitestgehend abhängig von den Multis und der "politischen Großwetterlage" bei Pellet hast du einen regionalen Anbieter.
Unsere Erfahrung zeigt das bei solchen Systemen die Solaranlage einen extrem großen Anteil der Wärmeversorgung gewährleistet .

Mit sonnigem Gruß Udo
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Beitragvon Schmiddi828 » 14.04.2011 10:54 Uhr

Erstmal danke für eure Antworten die helfen mir schon mal eine richtung zu haben.
Heute Abend habe ich mehr zeit da werde ich mal ein bisschen was über die von mir bevorzugten Haus-Anbieter schreiben.

Bis denn,
Schmiddi
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Beitragvon Schmiddi828 » 14.04.2011 21:44 Uhr

Also da bin ich wieder.

Die U-Werte hatte ich mir auchschon so herausgesucht. Trotzdem danke.

Ich habe heute einen Interesanten Katalog von Suckfüll-Energiehaus bekommen, da werde ich mich mal einlesen.

Im Moment weit oben (trotz Putz Fassade) ist EBH Haus aus Senzig.
Bodenplatte 0,17 ; Wand 0,12 ; Dach 0,16 und 3-Scheibenfenster mit U-Wert 0,5. Das ganze ohne aufpreis.
Als Standart gibts bei denen ein Junkers Gas-Brennwertgerät CerapurModul Solar, Heizleistung 3-14kw mit stufenloser Leistungsanpassung, inkl. 4,7m2 Solar-Kollektoren.
Bivalenter Schichtladespeicher 210l
Geregelte Pumpen
Witterungsgeführte Regelung
Doppelrohrabgasführung

Ich denke mal das ist für meine 110qm etwas zu groß gedacht oder?

Es gibt auch ein KFW 55 Paket:
Luft/Wasserwärmepumpe, elektronisch geregelte Niedertemperaturfußbodenheizung, solare Warmwasseraufbereitung kontrollierte Be-und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung ( Pluggit-System)
Sowas würde ja eher auf meine Anforderungen passen.

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Beitragvon bob » 18.04.2011 07:53 Uhr

weil die Preise für Öl und Gas in Zukunft immer spekulativer werden. Bundesweit gilt die erhöhte Förderung aus dem Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien: Man muss einen Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einreichen.
http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erne ... index.html

Die Fördermittel gleichen einen Teil der noch hohen Anschaffungskosten eines Pellet-Kessels aus. Informationen und Produkte (Pelletspeicher) findet man hier: http://www.mall.info/produkte/pelletspeicher.html
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Beitragvon Thomas Heufers » 18.04.2011 09:01 Uhr

Die Förderungen sind kein Allheilmittel. Man muss zur Erreichung der Förderkriterien i.d.R. zusätzliche Ausgaben tätigen. Auch das sollte man bei der Kosten-/Nutzen-Analyse hinterfragen. In den meisten Fällen kommt man sicherlich damit hin. Ich halte nichts davon, wenn man ein KfW Effizienzhaus 55 plant und an der Gebäudehülle spart und die Förderkriterien mit einem sehr CO2-neutralen Pelletofen erreicht. Weil man dann nicht wirklich auf einen energiearme Bauweise festgelegt ist.
Ganz aktuell hat heute unser Kunde eine Vollfinanzierung bei einer Direktbank für ein Neubau-Darlehen abgeschlossen. Mit der Begründung, dass die teilweise KfW-Finanzierung ihm finanziell ohnedies keine Vorteile gebracht hätte. Die Konditionen für das Gesamtpaket waren bei seiner Direktbank einfach besser. Voraussetzung für solche Offerten ist i.d.R. ein relativ hoher Eigenanteil.

Bei einem Gebäude mit 110 m² Wohn-/Nutzfläche gibt es auch eher ein Raumproblem für die Pelletlagerung. Hier kann ein kleines schlankes System beispielsweise eine kleine modulierende Wärmepumpe oder eine kleine modulierende Brennwert-Gastherme die optimale Lösung sein.

Wie immer gilt folgender Grundsatz:
Je besser man dämmt, desto geringer sind die Kosten für die Investition der Wärmetechnik und folglich auch die Betriebskosten (Verbrauchskosten).

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Solarmensch » 22.04.2011 10:00 Uhr

bob hat geschrieben:weil die Preise für Öl und Gas in Zukunft immer spekulativer werden. Bundesweit gilt die erhöhte Förderung aus dem Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien: Man muss einen Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einreichen.
http://www.bafa.de/bafa/de/energie/erne ... index.html

Hallo Bob ich habe hier noch einen weiteren Gedankenansatz mir (und auch den meisten meiner Kunden) geht es nicht nur um die Preisentwicklung (Öl zb 70% in den letzten 12 Jahren , Pellets 10%) sondern um die politische Handhabung. Ich möchte keinen amerikanischen Präsidenten aufrufen müßen im nahen Osten "die Demokratie zu sichernund Terroristen auszurotten" um hier die Energieversorgung sicher zu stellen.
Mit heimischen Mitteln ist es auch so möglich

Die Fördermittel gleichen einen Teil der noch hohen Anschaffungskosten eines Pellet-Kessels aus. Informationen und Produkte (Pelletspeicher) findet man hier: http://www.mall.info/produkte/pelletspeicher.html


Wenn man eine Heizungsanlage als ganzes betrachtet und erkennt das ein Schichtenspeicher in jede Anlage gehört ist die Pelletanlage nicht mehr teurer.
Einen vernüntigen Kessel bekomme ich für unter 6000€ das ist nicht mehr wie ein gutes Ölbrennwertgerät, Förderung hin oder her.

Solarmensch
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Beitragvon Thomas Heufers » 22.04.2011 10:30 Uhr

Es gibt Angebote zu Pelletkesseln, die den Preis eines Mittelklasse-PKWs übersteigen. :shock:
Bei aller Liebe zu Pellet-Heiztechnik, das ist für mich nicht nachvollziehbar.

Wir bieten beispielsweise den Austausch von Öl zu Pellet inkl. Pufferspeicher, Abgasführung im vorhandenen Kamin, hydraulische Einbindung, Pelletspeicher etc. und Montage für unter 10.000 € inkl. Mwst. an, vorausgesetzt die Rahmenbedingungen sind passabel.
@ Solarmensch - In sofern bin ich mit Dir einig, dass ein Pelletsystem nicht teurer sein muss, als der Ersatz mit einem Ölbrenner.

Der Bezug von Pellets ist im Gegensatz zu Heizöl wesentlich günstiger. Der Ersatz des Ölkessels durch einen Pelletkessel ist auf jeden Fall empfehlenswert.

Gruß

Thomas Heufers


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