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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Stromverbauch Ecodan-WP und Heizkreispuffer?

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eM

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Hallo,

ich habe eine der neuen Ecodan-WP mit 8,1 kw Leistung und Zubadan Außengerät und ausschließlich Fußbodenheizung verlegt.

Der Fußbodenheizungshersteller riet mir, dass möglichst immer die berechnete Vorlauftemperatur gleichmäßig zugeführt werden sollte (natürlich in Abhängigkeit von der jeweiligen Außentemperatur und Heizkurve). Bei mir ist das nach Heizlastberechnung und einer Auslegungstemperatur von -12°C systembedingt 40/50 Grad mit 10K Spreizung. Als Raumtemperatur peile ich 20°C an.

Nach einem Jahr Betrieb zeigt sich nun leider ein utopisch deutlich zu hoher Stromverbrauch, welcher auf eine Fehleinstellung hindeutet. Ich vermute das Problem bei der WP.

Von Beginn an zeigten sich bspw. auch Fließgeräusche. Dies obwohl die Fußbodenheizung genau nach Vorgabe verlegt wurde und in den Kurven sogar extra die Kupferrohre mit nicht ganz so eng gefasste 90°Verbindungsstücken gepresst wurden. Auch sind die Durchflussmengenbegrenzer exakt wie berechnet eingestellt worden. Erhöht man die Durchflussmenge für den größten Heizkreis, verschwindet ds Fließgeräusch. Alternative kann man die in der WP eingebaute Umwälzpumpe auf Stufe II oder I stellen. Dann verschwinden die Geräusche auch (allerdings müsste ich dann die VL noch weiter erhöhen, was ja nicht unbedingt sinnvoll sein kann).

Ich bin im Moment etwas ratlos, wo ich die Ursache für den Stromverbrauch suchen muss.

Mich würde einmal interessieren, warum vom Hersteller dazu angeraten wird einen zweiten, recht kleinen Pufferspeicher und Mischer für das Heizwasser zusätzlich zu installieren? Ich hatte das System eigentlich so verstanden, dass es alles was erforderlich ist bereits beinhaltet.

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Thomas Heufers

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Die Fließgeräusche sind ein Zeichen für einen reduzierten Durchfluss. Es sollte idealerweise so sein, dass der Durchfluss im Heizsystem möglichst widerstandsfrei ist. Ein Zeichen für einen reduzierten Durchfluss ist auch, dass an bestimmten Stellen im Zufluss zum Heizestrich höhere Temperaturen bemerkbar sind oder störende Fließgeräusche hörbar sind.

In folgendem Dokument ist beschrieben, wie man optimal die Heizung einstellen kann, hier wird auch die Einstellung am Verteiler beschrieben. Evtl. ist über diesen Weg, das beschriebene Problem zu lösen.
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fileadmin/pdf/Optimales-Einstelle...
Weitere Informationen zu diesem Thema kannst unter folgendem Link nachschlagen.
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/energiestatistik.html...

Gruß

Thomas Heufers

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eM

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Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ja, genau so bin ich auch bei der Einstellung der Heizkurve vorgegangen.

Darf ich denn von den kalkulierten Durchflussmengen so einfach abweichen? Bringe ich damit nicht einen hypdraulischen Abgleich durcheinander? Der Mensch wo das mal ausgerechnet hatte, wird sich dabei ja vermutlich was gedacht haben.

Noch eine weitere Frage: Nur die WP hat in einem Jahr fast 10.000 kwh an Strom verbraucht. Dabei war der Elektrostab noch nicht ein einziges Mal an. Warmwasser wird mit dem Ecodan Pufferspeicher erzeugt und ist auf 45°C eingestellt. Ja, die Fußbodenheizung braucht systembedingt ca. 10°C höhere Vorlauftemperaturen, aber kann das gleich für viermal so hohe Stromkosten ursächlich sein?

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Thomas Heufers

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Heizungsanlagen mit Wärmepumpen werden gewöhnlich für 35/28 °C. ausgelegt.
Wenn das angewendete Fußbodenheizungssystem nur mit 50/40 °C. funktioniert, dann liegt hier eine fehlerhafte Planung vor.
Die hohe Vorlauftemperatur (VL-Temp.) ist erster Linie der Grund für den ungewöhnlich hohen Stromverbrauch der Wärmepumpe.

Fließgeräusche müssten normalerweise durch den hydraulischen Abgleich der Gesamtanlage beseitigt sein. Bleibt die Frage, ob der Abgleich wirklich einwandfrei durchgeführt worden ist.
Die Einstellungen der Stellantriebe - beispielsweise über die Raumthermostate - haben keinen Einfluss auf den hydraulischen Abgleich. Die Einstellungen der Heizkurve und des Fußpunktes entsprechend dem PDF-Dokument können ohne weiteres durchgeführt werden.

Der Heizungspuffer soll dafür sorgen, dass die Wärmepumpe nicht taktet und die Anlage auch eine gewisse Zeit durchläuft.
Einige Wärmepumpenfabrikate sind so ausgelegt, dass diese den Puffer zur Aufnahme von Leistungsspitzen benötigen, auf diese Weise wird u.a. die Vorlauftemperatur über den Puffer angepasst.
Auch kann der Puffer zur Überbrückung der EVU-seitigen Sperrzeiten genutzt werden.
Auch wird bei der Ecodan die Wärmekapazität des Pufferspeichers zur schnellen, energieeffizienten Abtauung der Außeneinheit genutzt. Die Kombination mit einem Pufferspeicher gewährleistet bei der Mitsubishi Ecodan einen energiesparenden Abtaubetrieb.

Gruß

Thomas Heufers

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Zuletzt bearbeitet von Thomas Heufers am 04.04.2011 14:54, insgesamt 3-mal bearbeitet

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eM

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Hallo,

vielen Dank für Deine Antwort.

Ok. Dann ist der Heizungspuffer im Grunde wie eine Art "Cache"?

Ich hätte eigentlich erwartet, dass so etwas in der Anlage gleich vom Hersteller verbaut ist, so fern dies denn für den Betrieb sinnvoll erscheint bzw. zwingend erforderlich ist.

Wegen hydraulischem Abgleich: Alle Durchflussmengenbegrenzer stehen exakt so wie berechnet. Die Raumthermostate habe ich ferner zunächst erst einmal nur auf Bypass gestellt, damit diese nicht die Grundeinstellung stören.

Wenn es dabei dann bereits zu den Fließgeräuschen kommt, dann ist das doch im Grunde gleichbedeutend mit einer falschen Fließmengenberechnung. Ich gehe dabei jetzt mal davon aus, dass es ökonomisch sinnvoller ist lieber etwas kälteres Heizwasser (und ohne Fließgeräusche) schneller durch die Rohre zu pumpen, als wärmeres langsamer (und mit Fließgeräuschen)? Denn dann wäre die Übung ja einfacher: Dann müsste ich ja den größten Heizkreis einfach maximal aufdrehen, den Rest ebenfalls noch leichter aufdrehen und dafür die Fußpunkt/Heizkurve etwas flacher stellen.

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roro

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Welche Heizlast wurde berechnet, und welche Temperatur ist im Pufferspeicher?
Wenn der Pufferspeicher permanent auf 50 Grad gehalten wird (oder sogar noch höher), dann geht die JAZ in den Keller, und dann sind 10000 kWh gar nicht einmal so abwegig.

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eM

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Heizlast wurde mit 8,1 kW berechnet.

Pufferspeicher der Ecodan (WW) steht auf 45 grad C.

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roro

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Wird die FBH direkt von den WP gespeist oder ist da auch ein Pufferspeicher dazwischen. Gibt es eine Berechnung des Gesamtwärmebedarfs und/oder hast Du einen WMZ.

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eM

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Hallo,

die WP speist direkt den Heizkreisverteiler. Dazwischen sitzt lediglich der intern in der Ecodan eingebaute WW-Pufferspeicher (es gibt also keine Entkopplung bzw. zwei Mischer).

Heizlastberechnung wurde durchgeführt. Werte kann ich gerne nachher hier posten. Die Ecodan hat auch einen WMZ (müsste ich ebenfalls nachher ablesen). Das Gerät hängt aber an einem eigenen Stromzähler, so dass sich die Stromverbräuche exakt auf der gesamte Heizung zuordnen lassen.

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eM

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Heizlast QH: 8,16 kw
WMZ: 10.13 kWh (= Gesamtverbrauch 365 Tage)

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roro

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Zitat:
Nur die WP hat in einem Jahr fast 10.000 kwh an Strom
WMZ: 10.13 kWh (= Gesamtverbrauch 365 Tage)


Du hast keine WP Du hast eine Stromheizung. Bist Du sicher, dass die Ecodan-WP wirklich die Wärme anzeigt, und das Dein Kompressor wirklich funktioniert?
Eine JAZ von 1 habe ich eigentlich noch nie erlebt.

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eM

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Hi, im Moment leider ja! Sad

Ich vermute deshalb ja auch ein "Technikproblem". Einstellungen wurden bereits mehrfach geprüft. Ok, das Thema hydraulische Entkopplung wurde ja bereits genannt, aber kann das für derartig krasse Werte alleinverantwortlich sein?

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