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Fragen zur Tiefenbohrung

Erdwärme, Wärmepumpe, Bohrungen, Sonden...
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Beitragvon Sharky » 24.02.2011 22:10 Uhr

Ich möchte mich etwas über (Tiefen)Erdwärme informieren ,da ich dies wohl als beste Alternative halte (wenn auch teuer) , hätte ich einige fragen an euch ...
1.Woher weiß ich wie tief man bohren lassen muß ?
2.Was kostet so eine Bohrung (grob) + Wieviel Bohrungen müssen gemacht werden ?
3.Wie lange hält so eine Pumpe?... (die man benötigt) bzw was geht dabei als Verschleißteil kaputt ?
4. Muß man sich Genehmigungen einholen für die Bohrung ?
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Beitragvon Thomas Heufers » 25.02.2011 07:35 Uhr

Zu Deinen Fragestellungen kannst in den folgenden PDF-Dokumenten ausführliche Informationen nachschlagen.

Planungshilfe - Wärmepumpen-Checkliste
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... epumpe.pdf

SBZ - TWK-Wärmepumpensymposium - Guter Geräte-COP kein Erfolgsgarant - Planung und Ausführung sind entscheidend für die Effizienz der Anlage
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... posium.pdf

SBZ - TWK-Wärmepumpensymposium - Je einfacher die Anlage, desto höher die Arbeitszahl
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... posium.pdf

Verbraucherzentrale - Checkliste Wärmepumpen 2010 - Verbraucherinformation
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... 10.pdf.pdf

FWS - Checkliste 2 für monovalente Sole-/Wasser-Wärmpumpen
http://www.ecotec-energiesparhaus.de/fi ... iste-2.pdf

Zu Punkt 3.: Grundsätzlich kann man sagen, dass Wärmepumpen sehr wartungsarm sind. Wärmepumpen haben keine kritischen thermischen Prozesse und es fällt keine Oxidation wie bei Verbrennungssystemen an.

Gruß

Thomas Heufers


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Beitragvon klausamsee » 25.02.2011 07:54 Uhr

Hallo Sharky,

die Tiefe (bergmännisch Teufe) der Bohrung hängt von der benötigten Entzugsleistung, der benötigten Gesamtwärmemenge im Jahr und von der Bodenbeschaffenheit ab. Dazu benötigt man die Wärmebedarfsberechnung des Hauses, die Kälteleistung der ausgewählten Wärmepumpe und Informationen zum Untergrund (die gibts beim Landratsamt bzw. Bergamt).
Für die Kosten gibt es eine grobe Formel die schon ein paar Jahre alt ist: Bruttokosten = (58[€/m] x Bohrlänge[m]) + 900[€]. Kam bei mir in etwa hin. Wie viele Bohrungen hängt vom Bergamt, der Bodenbeschaffenheit und der Bohrfirma ab. "Meine" Bohrfirma hat eine Bohrung mit 190m gemacht. Grundsätzlich ist es in der Tiefe wärmer, aber man hat auch etwas mehr Strömungswiderstand, was eine kräftigere Solepumpe mit etwas mehr Verbrauch vorausetzt. Wichtig ist bei langen Sonden, das die Schläuche nicht zu dünn dimensioniert sind.
Bezüglich Lebensdauer hat man mir gesagt, das es sich ja im Prinzip um einen Kühlschrank handelt. Meine WP ist jetzt seit 4 Jahren in Betrieb, wobei sie 2 Jahre an einem Flachkollektor mit zu wenig Entzugsleistung gequält wurde. Sie läuft aber bisher ohne jedes Problem, echte Langzeiterfahrung habe ich noch nicht.
Genehmigungen benötigt man vom Landratsamt und wenn die Sonde länger als 99m sein soll vom zuständigen Bergamt. Kostet zusammen etwa 250€, soll aber regional unterschiedlich sein. Der Antrag wird üblicherweise von der Bohrfirma oder einem angeschlossenen Ing-Büro erstellt.

Grüße

Klaus

Nachtrag: Frag mal bei der Gemeinde nach wer in deinem Ort schon Erdwärmebohrungen hat. Es macht Sinn, die Leute zu kontaktieren und nach ihren Erfarungen bezüglich Untergrund und Bohrfirma zu fragen.
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Beitragvon Sharky » 26.02.2011 08:46 Uhr

Ich bedanke mich für die guten Antworten . Wie ermittle ich Tiefe der Bohrung weil ich nur ein Haus umbaue , was früher als Lebensmittelladen lief ......da wurde ja nicht viel geheizt nehme ich an wegen Kühltruhen usw
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Beitragvon bernhard geyer » 26.02.2011 11:05 Uhr

Ungedämmten Altbau mittels Wärmepumpe zu betreiben ist kostentechnisch problematisch. Die nötigen Vorlauftemperaturen evtl. noch in Kombination mit Heizkörpern können dazu führen das die erwarteten Kosteneinsparungen nicht eintreten. Am besten mit einem Energieberater der Verbraucherzentrale einen Check über den Ist-Zustand machen und dann alternative energetische Modernisierungsmaßnahmen sich berechnen lassen. Kostenpunkt: kleinerer 3stelliger Betrag der sich auf jedenfall Lohnt.
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Beitragvon Thomas Heufers » 26.02.2011 11:48 Uhr

Ich habe immer wieder Gespräche mit Betroffenen, die sich mit Ihrem Problem bei mir melden. Hier wurde dann unter suboptimalen Bedingungen eine Wärmepumpe aufgeschwätzt. Die Versprechungen zu möglichen Energieeinsparungen sind nicht aufgegangen.

Die Werbeaussagen "2/3 kostenlose Umweltenergie" sind halt nur vollmundige Verkaufsargumente.

Eine Wärmepumpe kann nur dann energiesparend und effizient Wärmeenergie liefern, wenn der Temperturhub gering ist. Der Temperaturhub ist immer dann günstig, wenn das Gebäude gedämmt ist und wenn konsequent über Flächenheizungen mit niedrigen Vorlauftemperaturen die Wärmeübergabe erfolgt.

Temperaturhub: Differenz zur Temperatur der Energiequelle und Abgabetemperatur im Heizkreis

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Sharky » 26.02.2011 19:04 Uhr

Ich hatte schon eine Energieberatung machen lassen ! Darauf hin hatte ich schon neue Fenster eingebaut mit Wärmedämmglas Ug:1,1 mit Wärmeverbund Uf:1,2 Uw:1,2

Das Haus wurde 92 gebaut und ist ein Fertigteilhaus mit 9cm Glaswolle und außen Styropur..... nur bin ich der Meinung das mein Energieberater auch nich so richtig wußte welche Art von Wärmepumpe man am besten nehmen soll...Deswegen versuche ich jetzt das beste für mich selbst zu finden...

Edit: Fußboden wird nochmals gedämmt dann Fußbodenheizung verlegt und Estrich drüber (also der Boden ist dann doppelt gedämmt)
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Beitragvon klausamsee » 26.02.2011 19:49 Uhr

Fußbodenheizung ist schon mal eine gute Voraussetzung für eine Wärmepumpe. Trotzdem muß die WP richtig dimensioniert sein, eine zu groß dimensionierte WP ist nämlich auch nicht gut. Dazu musst du unbedingt eine Wärmebedarfsrechnung machen lassen. Dabei geht es nicht nur um den Jahresenergieverbrauch, sondern vor allem um die benötigte Wärmeleistung.
Wenn die feststeht, kann man sich Gedanken machen, ob eine Bohrung Sinn macht (ich bin eher "Bohrfan"), oder ob ein Flachkollektor oder gar eine Luft-Wasser-Wärmepumpe in Frage kommt, das hängt auch vom lokalen Klima ab (eher mild/feucht oder im Wnter knackig kalt) und vom Untergrund (ggf. noch Wasserschutzgebiet usw.).
Wichtig ist, das das Gesamtkonzept stimmt, denn man kann recht viel Geld vergraben, ohne das man viel Nutzen hat, andersherum kann man mit einer falschen Entscheidung heute in der Zukunft unnötige Kosten haben.

Gruß

Klaus
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Beitragvon Sharky » 26.02.2011 20:42 Uhr

Wie soll man eine relativ genaue Energieberechnung machen wenn es vorher kein Wohnhaus war ? :-)

Flachkollektor würde vom Platz er gehen(wenn das die Fußbodenheizung im Garten ist) aber ich finde es nicht gut das man dann die Fläche nicht mehr nutzen kann wie man will (man weiß ja schließlich nie was ein noch so in Sinn kommt)

Luft finde ich auch nicht gut weil wenn ich viel Wärme brauche ist es draußen kalt und dann sehe ich das als nicht effizient an

Wasser Wasser also Brunnen und Sickerbrunnen (Vorschlag vom Energieberater) sehe ich auch nicht als angemessen weil unser Wasser sehr stark kalkhaltig ist (Vorschlag kam weil wir ein alten Brunnen auf Grundstück haben )

Blockheizkraftwerk ... auch negativ weil Öl und Gas immer teurer werden und man im Sommer ja Ausfälle hätte wenn man keine Wärme braucht

So dachte ich mir Tiefenbohrung ist teuer aber gut ... und ein Kamin wollte ich mir auch rein bauen , so dass ich auch an ganz kalten Wintertagen fix zuheizen kann...
Ich habe jetzt schon mitbekommen, dass es nicht gut ist einfach tiefer zu Bohren weil dann die Pumpen größer dimensioniert werden müssen und mehr Strom brauchen.

mal so am rande die tiefe richtet sich nach der gebrauchten Wärme ja ?
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Beitragvon Bulli80 » 28.02.2011 11:30 Uhr

Sharky hat geschrieben:W

Luft finde ich auch nicht gut weil wenn ich viel Wärme brauche ist es draußen kalt und dann sehe ich das als nicht effizient an
?


Hast du dir schon mal die Mitsubishi Zubadan angeschaut? Diese Luft Wasser Wärmepumpe bringt selbst bei -15°C noch 100% Heizleistung.

Infos gibts bei der Firma http://www.Zubatec.de.

Wir haben die Mitsubishi Zubadan mit der Zubatherm Inneneinheit verbaut in unserem Haus Baujahr 1820 mit Fußbodenheizung und Heizkörpern.

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