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Probleme mit der Pelletsheizung Pro Solar

Heizungstechnik, Klimatechnik, Lüftungstechnik,...
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Beitragvon Laga » 27.01.2011 21:04 Uhr

Hallo Zusammen,

Wir haben seit Jahren Probleme mit unserer Pelletsheizung und sind
mittlerweile mit unserem „Latein“ am Ende. Vielleicht hat jemand eine
Idee, wo das Problem liegen könnte.

Hier die Fakten:

- Wir wohnen mit zwei Erwachsene und einem Kleinkind seit März 2007 in einem Neubau mit insgesamt 160 qm Fußbodenheizung (effektiv werde aber nur 120 qm beheizt). Der berechnete Wärmebedarf für das Haus liegt bei 16000 kWh. In diesem Wert wurden jedoch die Solaranlage und unser Kaminofen noch nicht mit eingerechnet. Unser Energieberater hat errechnet, dass wir aktuell einen Wärmebedarf von 32000 kWH haben!!! Also viel zu viel!

- Wir haben eine Pro Solar Pelletsheizung (Power Line) kombiniert mit
einer 9 qm großen heizungsunterstützenden Solaranlage (Pro Solar
S600) mit einem 1000 l Bufferspeicher

- Von Mai bis Oktober ist die Pelletsanlage komplett abgeschaltet.
Trotzdem haben wir einen Verbrauch von ca. 5 t Pellets
(Westerwälder), 3 Raummeter Brennholz und insgesamt (komplette
Hausabnahme) eine Stromabnahme von 5200 kWh.

- Wir hatten erst Probleme mit der automatischen „Aschesäuberung“ im
Brenner. Dieser Fehler ist jedoch behoben, der Brenner gewartet und
unsere Verbrauch immer noch zu hoch.

- Uns ist aufgefallen, dass unsere Heizung lediglich den mittleren Teil
des Pufferspeichers erhitzt. Bei einer Außentemperatur von +1 °C
hatte der Brenner innerhalb 1,5 h die Temperatur im mittleren
Pufferspeicher (ca. 330 l) von 32 °C auf 54°C erhöht. Wir hatten die
Stellantriebe für den Wohnbereich zu diesem Zeitpunkt geschlossen.
Demnach beschränkte sich die Abnahme auf 90 qm.
Nach 40 Minuten war die Temperatur bereits auf 31 °C abgefallen und
der Brenner ist erneut angesprungen. Dieses wiederholt sich
regelmäßig. Demnach ist unser Brenner fast dauernd an (seit März
2007 eine Brennerzeit von 6600 h!!!).

- Der Pufferspeicher hatte innerhalb dieses Vorgangs oben kontinuierlich
eine Temperatur von 62 °C und unten durchgehend 31°C.

- Was uns auch wundert ist, dass bei diesen Witterungsverhältnissen
(bewölkt/Schnee/0°C) die Kollektortemperatur auf 14,7 °C und die
Kollektorvorlauftemperatur auf 25,9°C steht.
Abends steht die Kollektortemperatur. Auf 5,2 °C und die
Vorlauftemperatur auf 26,6 °C!
Was bedeutet denn Kollektorvorlauftemperatur und ist das normal?
Soweit wir das beurteilen können ist die Pumpe der Solaranlage nicht
aktiv.

Wir haben keine Ahnung, wo der Fehler liegt. Es waren bereits zwei Energieberater da, die die „Außenhülle“ und die Fenster begutachtet haben. Dort kommt es zu keinem Wärmeverlust. Unser Heizungsbauer ist mit der Problematik überfordert und unser Architekt kann uns auch nicht mehr weiter helfen.

Vielleicht hatte jemand ähnliche Probleme und kann uns einen Tipp geben. Es ist ziemlich ärgerlich eine so gute Anlage zu betreiben, die jedoch nicht effektiv läuft.

Vielen Dank schon mal vorab!
Zuletzt geändert von Laga am 28.01.2011 08:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Thomas Heufers » 27.01.2011 21:47 Uhr

Vermutlich läuft die Solaranlage selbstständig auf Schwerkraft.
Das kann daher kommen, dass der Speicher vom Kessel komplett durchgewärmt ist und die Wärme an den Solarkreislauf im Speicher abgibt. Dieses Prinzip ist technisch in Ordnung. Es muss dann aber gesichert sein, dass der Solarkreislauf dann nicht auf Schwerkraft zirkuliert.
Üblicherweise sind in den Pumpengruppen Schwerkraftklappen verbaut, die sollen die Schwerkraftfunktion im Solarkreis verhindern.
Wenn diese Klappen auf sind oder nicht richtig schliessen, kommt es dann zu dieser unerwünschten Zirkulation.
Schliess mal die Kugelhähne der Solaranlage, wenn die Kollektortemperatur auf Außentemperaturniveau fällt, dann ist so wie beschrieben.

Gruß

Thomas Heufers


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Beitragvon Laga » 27.01.2011 23:26 Uhr

Hallo Thomas,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
Ich werde das morgen direkt ausprobieren. Würde das bedeuten, die Wärme des Pufferspeichers wird über die Solaranlage "abgebaut"? Kann das System nur durch Schwerkraft zirkulieren? Wird da keine Pumpe benötigt?

Vielen Dank schonmal, Gruß Laga
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Beitragvon Thomas Heufers » 28.01.2011 09:01 Uhr

Das ist so, wenn die Schwerkraftbremse geöffnet ist bzw. nicht schließt, steigt die warme Flüssigkeit noch oben und es baut sich eine eigenständige Zirkulation aus. Eine solche Zirkulation funktioniert auch ohne Pumpe. Früher hat man beispielsweise mit dem Schwerkraftprinzip Heizungen betrieben.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Laga » 28.01.2011 11:02 Uhr

Hallo Thomas,

wenn die Röhrenkollektoren die Wärme abgeben würden, dann dürfte eigendlich kein Schnee darauf liegen bleiben?
Oder sind die Kollektoren so gut isoliert, dass die Wärmeabgabe nicht so hoch ist und der Schnee nicht schmilzt?

Gruß und danke , Laga
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Beitragvon Thomas Heufers » 28.01.2011 11:42 Uhr

Bei direkt durchströmten Röhren müsste der Schnee abtauen. Bei Heat Pipe-Kollektoren geht die Wärme nur im oberen Verteilerrohr verloren, die Heat Pipe-Röhren bleiben kalt.

Gruß

Thomas Heufers


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