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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
meiser
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Beitragvon meiser » 26.01.2011 19:01 Uhr

Hallo,

wir haben uns ein freistehendes 30 Jahre altes Haus gekauft und meine Gattin möchte ins EG ihre Krankengymnastische Praxis machern und in den 1.Stock zieht der Schwiegerdrache ein ( kleiner Schewrz, gutes Verhältnis). Nun ist dort eine Nachspeicherheizung eingebaut und von allen Seiten rät man mir, eine neue Heizung einzubauen, da wir im Haus sowieso einiges umbauen und dementsprechend Dreck anfällt. Ich habe vom Vorbesitzer eine Abrechnung bekommen und der Stromverbrauch im gesamten Haus ist schon enorm.
Wärempumpe denke ich fällt aus, da das Haus nur im Dach isoliert und an den Innenwänden überall 2-3 cm Styropor als Dämmung angebracht ist. Die Fenster sind aus Alu und sollen zuerst einmal drinbleiben.

Was würdet ihr mir als neue Heizung raten, eine Gasleitung wurde aktuell bis ins Haus gelegt.
Öl fällt ggfs. weg, da in diesem Falls Tanks usw. aufgebaut werden müssten. Wärmepumpe weiß ich nicht, aber in einem eher schlecht gedämmten Haus ist die " Ausbeute" bestimmt schlecht.

Wenn man zu Gas tendieren würde, auch wegen des geringen Platzverbrauches, was gibt es dann bei dieser Variante zu beachten.
Warmwasser über eine Boiler oder was gibt es alles in Zusammenhang mit Gas. Momenatn steht ein großer Boiler im Keller, der das warem Wasser macht.

Ich werde natürlich auch eine Heizungsfirma kommen lassen, aber dort wird man ja oft daraufhin beraten, was die gerne tun oder was viel Geld bringt.

Grüße aus dem Saarland :!:

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 26.01.2011 21:12 Uhr

Als Übergangsinvestition ist eine Gas-Brennwerttherme sicherlich empfehlenswert. Die Investitionskosten sind sehr gering. Da ja kein wassergeführtes Heizsystem vorhanden ist, sollte sich ein Fachhandwerker vor Ort ein Bild machen, und danach eine plausiblen Vorschlag unterbreiten. Lass dich von mehreren Fachhandwerkern in der Sache beraten und filter für dich das Für und Wider heraus.

Eine kostenpflichtige Energieberatung unter Betrachtung der Gesamtsituation durch einen Sachverständigen der Verbraucherzentralen ist auch eine gute Option.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon alexis2008 » 27.01.2011 16:21 Uhr

Da kein wassergeführtes Heizsystem vorhanden ist würde mir eine Lösung mit Luft-Luft-Wärmepumpen (=moderne Inverter Klimaanlagen) am sinnvollsten erscheinen.
Gegenüber deiner reinen Stromheizung würde sich der Heizstromverbrauch auf ca. ein Viertel reduzieren.
Gegenüber Gas sind diese Klimageräte ebenfalls im Verbrauch günstiger und von den Ölpreisschwankungen wärst du damit unabhängiger...
Näheres dazu findest du hier: www.ktt-heizungen.at/kostenvergleich.html
Eine Heizleistung (bis -15°C) von 6,2 kW (von zwei Geräten) kommt samt Montage auf unter 3 t€.
Die Montage ist im Normalfall in einem Tag erledigt.
Moderne Geräte sind mittlerweile so leise, dass man daneben auch schlafen kann.

Grüße A.
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 27.01.2011 21:09 Uhr

Eine Luft-/Luft-Wärmepumpe oder ein Klimagerät wird in einem Altbau von 1980 ganz sicher nicht die Lösung sein. Die scheinbar günstige technische Lösung ist nur ein Intermezzo. Die langen Gesichter möchte ich sehen, wenn die ersten kalten Tage kommen.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon meiser » 27.01.2011 22:14 Uhr

Hallo,

denke auch das eine Wärmepumpe mit der schlechten Isolierung usw. problematisch wäre. Auch dort müssten ja Leitungen verlegt und Radiatoren installiert werden.
Eine Frage wäre noch, ob es sinnvoll wäre, neue Nachtspeicheröfen zu installieren, da diese doch bestimmt kleiner ,effektiver und somit auch sparsamer sind als die alten Geräte.
Man würde sich so weiterhin Schornsteinfger, Wartung der Heizung usw. sparen.
Oder bin ich da auf dem Holzweg, was die Kosten betrifft?

Wenn man natürlich späte rdarin wohnt, möchte/kann man ja keine großen Umbauarbeite mehr tätigen. Nun wäre dies eher das kleinere Problem.
Oder was meint ir, gibt es eigentlich "sparsame" Nachtspeichersysteme?

Grüße aus dem kalten Saarland
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Beitragvon alexis2008 » 27.01.2011 22:56 Uhr

@Thomas
Was soll das Problem sein? Hab eine solche Klimaanlage sogar in einem Haus von Anfang 1970 laufen.
Der Luftzug dürfte mit dem von Nachtspeicheröfen vergleichbar sein, da auch diese im wesentlichen Konvektoren mit einem nur gering Strahlungsanteil sind.

@Meiser
Luft-Luft-Wärmepumpen sind Klimaanlagen, die aus einem Außengerät und einem oder mehreren Innengeräten bestehen. Radiatoren oder Wasserrohre müssen nicht montiert bzw. verlegt werden. Ein Installateur ist nicht nötig. Das Außengerät und das Innengerät müssen jedoch mit Kabel und Kältemittelleitungen von einem Kältetechniker verbunden werden.

Dein Haus hat einen durch den Isolationsstandard, das lokale Klima und deine Gebrauchsgewohnheiten vorgegebenen Wärmebedarf. Diesen Wärmebedarf kannst du durch unterschiedl. Energieträger abdecken.
siehe http://www.energiesparhaus.at/energie/e ... raeger.htm

Eletrische Energie als die hochwertigste und damit teuerste Energieform wird zu fast 100% in Nutzwärme umgewandelt. Große Effizenzunterschiede zwischen Nachtspeicherheizungen bestehen daher nicht. Hier existiert kein nennenswertes Einsparungspotential.

Bei der Gastherme betragen die Heizkosten derzeit weniger als die Hälfte von reinen Elektroheizungen. Dafür müssen jedoch Rohre verlegt und Heizkörper montiert werden sowie Gasanschluss und Schornstein vorhanden sein.
siehe http://www.energiesparhaus.at/energie/erdgas.htm

Holz wäre der von den Heizkosten billigste Energieträger, jedoch ist das Handling, die Lagerung, etc. recht aufwendig und moderne Anlagen entsprechend teuer. siehe
http://www.energiesparhaus.at/energie/pellets.htm

Nun bleibt dir die Qual der Wahl.

Grüße A.

Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 02.02.2011 17:54 Uhr

Luft-/Luft-Wärmepumpe oder Klimageräte sind in Altbauten nicht praktikabel und funktionieren allenfalls als Geldvernichtungsanlagen.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon meiser » 02.02.2011 22:57 Uhr

Hallo,

wir haben nun eine Abrechnung vom momentanen Hausbesitzer bekommen.

EG hier wohnen 2 Personen:
EG nur Heizungsstrom: 10.000 KW 1370€
EG normaler Strom: 7.000 KW 1481€

OG wohnt eine Person:
OG nur Heizung: 14500KW 1918€
OG norm. Strom: 2660KW 526€

d.h. die Heizung hat incl. Mwst ca. 4000€ gekostet, was an ÖL ca. 5700 Liter ( bei 0,70€) bedeutet.

Dies ist aber nur für 11 Monate, wie wird denn der 12.Monat berechnet??

Wenn ich bedenke, das ein "normales" Haus ca 4000-4500Liter für 2 Wohnungen verbrauchen würde, ist da ja doch noch eine Differenz, wenn auch nicht so groß wie ich angenommen habe.

Habt ihr ein Verhältnis zu Gas, wenn man bisher an Verbrauch ca. 4000€ hatte.
Meine Gattin hat gesagt, am besten lassen wir die Nachtspeicherheizung drin und sparen uns die Kosten für eine neue Gasheizung.

Ich warte noch auf Angebote für eine Gasheizung, bin aber nun hin und hergerissen.

Habt ihr noch einige "entscheidende Tipps??

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Beitragvon Thomas Heufers » 03.02.2011 14:13 Uhr

meiser hat geschrieben:Dies ist aber nur für 11 Monate, wie wird denn der 12.Monat berechnet?
Wenn der fehlende Monat der Dezember ist, dann kann man überschlägig 15 % aufschlagen.
meiser hat geschrieben:Habt ihr ein Verhältnis zu Gas, wenn man bisher an Verbrauch ca. 4000€ hatte.
- Gegenüber den Nachtspeicheröfen kann man eine Gasheizung gezielter einsetzen.
- Nachtspeicheröfen nehmen auch dann Energie auf, wenn Sie diese am Folgetag nicht benötigen. Bei Gasheizungen wird nur bedarfsorientiert Energie verbraucht.
- Nachtspeicheröfen haben durch die thermische Speicherung (Wandlung von Strom zu Wärme) wesentliche Verluste, diese fallen bei einer Gasbrennwerttherme nicht an.
- Wenn man den Brennwerteffekt voll ausschöpft, hat ein Gasheizung einen hohen Wirkungsgrad.
meiser hat geschrieben:Habt ihr noch einige "entscheidende Tipps?
Alle Daten und Fakten zum Objekt sammeln, Fotos von der Anlagetechnik (Typenschilder der Heizung, Anlageschema, Grundrisse ect.) machen. Mit den Unterlagen solltest Du zu einer Energieberatung in der Verbraucherzentrale gehen. Dort gibt es Experten, die Dich unabhängig beraten können. die Kosten für ein solches Beratungsgespräch im Hause der Verbraucherzentrale liegen bei 5 €. Es gibt auch die Möglichkeit vor Ort zuhause im Objekt eine Besichtigung und Energieberatung durchführen zu lassen, hier sind die Kosten bei der VZ anzufragen.

Seriös lässt sich hier im Forum, ohne die genaue Situation zu kennen, keine Empfehlung aussprechen.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon bob » 03.02.2011 16:32 Uhr

meiser hat geschrieben:Hallo,

wir haben uns ein freistehendes 30 Jahre altes Haus gekauft und meine Gattin möchte ins EG ihre Krankengymnastische Praxis machern und in den 1.Stock zieht der Schwiegerdrache ein ( kleiner Schewrz, gutes Verhältnis). Nun ist dort eine Nachspeicherheizung eingebaut und von allen Seiten rät man mir, eine neue Heizung einzubauen, da wir im Haus sowieso einiges umbauen und dementsprechend Dreck anfällt. Ich habe vom Vorbesitzer eine Abrechnung bekommen und der Stromverbrauch im gesamten Haus ist schon enorm.
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