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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: Negativer Artikel über Wärmepumpen

|

Juli

Erfahrung: **
Anmeldedatum: 17.05.2010,
Beiträge: 20
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Heizen und Kühlen
mit Wärmepumpen


ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Hallo,

ich habe gerade einen Artikel über Wärmepumpen gelesen und kann mir nicht vorstellen, dass die Angaben die in diesem Artikel stehen wirklich stimmen.

z. B. "Am Ende ist der Garten ein Permafrostboden, weil dem Erdreich Winter für Winter mehr Wärme entzogen wird als die Sonne in den Sommermonaten nachheizen kann"

Den Artikel findet ihr hier:

http://www.welt.de/print/wams/wirtschaft/article11574091/Waermepumpen-...

Was sagt Ihr zu diesen Aussagen in dem Artikel?

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machtnix

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 29.06.2006,
Beiträge: 1587
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Selten so einen Schwachsinn gelesen.Der Ölindustrie schwimmen die Felle davon,denn Öl-und Gaskessel lassen sich immer schwerer verkaufen.

Gegenüber einer Ölheizung erhöhen sich damit die Anschaffungskosten allerdings um bis zu 20 000 Euro - und die jährlich anfallenden Stromkosten übersteigen bei den gegenwärtigen Preisen die Ausgaben für den Kauf des fossilen Brennstoffs.

Wer so einen Schwachsinn von sich gibt,den sollte man eigentlich verhaften.

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bernhard geyer

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 22.06.2006,
Beiträge: 1153
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Schauen wir mal nach was drin steht:

"Für viele Häuser sind die Anlagen nicht geeignet.". Hier hat oft der Heizungsbauer bzw. Fertighausanbieter gepfuscht/betrogen. Wenn in ein Haus ein 4 kW-Anlage steht obwohl das Haus ein 6 KW Anlage laut Heizlast benötigt kann wohl nicht die WP schult sein.

"Dabei könne bereits bei den heutigen Strompreisen eine Wärmepumpe nicht billiger betrieben werden als eine moderne Ölheizung":

Preissteigerung Heizöl in 2009: ca 15%
Strom: Hier haben nur einzelne Anbieter 15% erreicht.

"Um eine Ölheizung mit einem Jahresverbrauch von 3000 Liter Brennstoff: ..."

Ich denke hierfür würde keiner der Anwesenden eine WP empfehlen. Das Haus wäre erstmal eine Energetische Sanierung nötig.

"Ebenso teuer ist beim derzeitigen Durchschnittspreis von 0,20 Euro pro..."

Bei einem so hohen Verbrauch würde mann wohl auf einen WP-Tarif nehmen. E.ON z.B. hat hier 16,5/13,3 Cent/kWh für 2011 im Angebot.

"der nicht genug Grundwasser nahe den Leitungen oder Sonden durch die Bodenschichten strömt. "Ohne die Wasseradern wird keine Wärme aus der Umgebung in das Erdreich transportiert","

Autsch. Eine Sole-WP ist absolut nicht auf Grundwasser angewiesen. Auch das normaler Erdreich transportiert. Ansonsten hätte ich schon längen 2*60m Eiszapfe (Praktisch kein Grundwasser).

"Trotz allem könne eine Wärmepumpe durchaus ein geeignetes Heizsystem sein, wenn eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt ist..."

Was sagen wir immer? Die vorrausetzungen müssen erfüllt sein und er Handwerker nicht gerade 2 Linke Hände haben - Dann ist eine WP sehr gut.

Schulnote 5 oder "Der Autor hat sich bemüht"

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Thomas Heufers

Erfahrung: *****
Anmeldedatum: 21.07.2006, Wohnort: Detmold/Nordrhein-Westfalen
Beiträge: 1982
Benutzer-Profile anzeigen E-Mail senden http://www.energie-effizientes-haus.de Antworten mit Zitat

Man kann aus dem Artikel das Fazit mitnehmen, dass eine Wärmepumpe ansich erstmal nicht die Problemlösung für viele energiehungrige Gebäude ist. Worauf der Bericht u.A. abzielt, sind die falschen Versprechungen und die überzogenen Prognosen, die von einigen schwarzen Schafen in der Branche verbreitet werden.

Eine Wärmepumpe ist aus energetischer Sicht keine eierlegende Wollmichsau.

Bezüglich der idealen Einsatzbedingungen für Wärmepumpen weist der Bericht auf die offensichtlichen Fehlerquellen hin. Die Hinweise sind sachlich richtig und werden von mir auch immer so benannt. Jedoch, Heizkörper mit hohen Vorlauftemperaturen gehören definitiv nicht hinter eine Wärmepumpe.

Wer auf die mangelnde Hygiene wegen zu niedriger Speichertemperturen anspricht, will Angst machen. Ich nutze seit Jahren eine Warmwasserspeicher mit 45°Celsius und mache mir keine unnötigen Gedanken über Legionellen. Legionellen entstehen nämlich nur bei langandauernd stehendem Wasser, das ist bei einem 200 Liter Warmwasserspeicher in einem dauerhaft genutzten Wohngebäude nicht das Problem. Wer dennoch Angst vor Legionellen hat, kann ja eine Frischwasserstation dazwischen schalten.

Journalistisch ist bei dem Bericht aus der WELT nicht gut recherchiert worden. Die WELT gehört zum Axel Springer Verlag.
Ein weiteres Beispiel für mangelnde Recherche. Eine Photovoltaikanlage als Stromgeber für eine Wärmepumpe ist wirklich kompletter Nonsens. Ich prognostiziere einen möglichen Deckungsgrad in unseren Breiten von weit unter 10 % bei gleichzeitigem Solarstromgewinn und direkter Einspeisung in die Wärmepumpe. Von Energieautarkie ist man da sehr weit entfernt.


Fazit - Wer nicht will, dass einem die Energiekosten das Haushaltsbudget zu sehr belasten, der muss den Energiebedarf des Gebäudes absenken. Energieverluste sind in erster Linie durch Dämmung zu eleminieren. Da hilft keine noch so gute Heiztechnik.

Gruß

Thomas Heufers

_________________
KfW Effizienzhaus | Passiv- & Plusenergiehaus
Bauausführung | Projektierung | Energieberatung
05231-569596 + 0177-1648721
http://ecotec-energiesparhaus.de/...
http://ecotec-energiespartechnik.de/...
http://energiesparprojekte.info/...

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gergenerdwaerme

Erfahrung: ****
Anmeldedatum: 14.08.2006, Wohnort: voelklingen
Beiträge: 166
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Heizen und Kühlen
mit Wärmepumpen


ZWS Zukunftsorientierte Wärme Systeme GmbH
Ich habe einen Leserbrief an die Werlt geschickt. Tenor: WER hat denn den Redakteur mit Infos versorgt? Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer (das ist ein Titel - he) der SHK-Innung, also derjenige, dessen Verbandsmitglieder vorrangig für die geschilderten Probleme zuständig sind.
Die wollen eben am althergebrachten festhalten und deshalb sind ihnen alle unsinnigen Argumente hilfreich.
So ist das auf dem Markt - leider.
Gruß Kurt

_________________
Gergen-Erdwärme

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