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Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 26.11.2010 21:59 Uhr

Volkswagen und der Energieversorger Lichtblick setzen ihr vor einem Jahr angekündigtes Joint Venture in die Tat um. Nachdem die Entwicklung der Kleinstblockheizkraftwerke mit Verbrennungsmotoren aus dem Hause VW abgeschlossen ist, können bald die dezentralen Wärme- und Stromlieferanten ans Netz gehen.

Letzte Woche startete im Motorenwerk Salzgitter die Fertigung in Serie. Die Zuhause-Kraftwerke basieren auf einem Erdgas-Automotor und sollen neben der Deckung des Wärmebedarfs Strom ins Netz einspeisen. Geplant ist die ersten 3 Dutzend Anlagen der sogenannten EcoBlue-Systeme in der Heimatregion des Energieversorgers Lichtblick im Raum Hamburg zu installieren.
Die Lichtblick-Mini-KWKs kommen primär dort zum Einsatz, wo ganzjährig weitgehend Wärme abgerufen werden kann. Beispielsweise bei Reinigungsbetrieben, Hotellerie, Krankenhäusern, industriellen Anwendungen, großen Wohnanlagen etc..
Das System steht in Konkurrenz zu dem marktbekannten Dachs von SenerTec, wobei der Dachs mit Öl betrieben wird und häufig als Ersatz oder Nebenbetrieb zu einem Ölheizkessel Anwendung findet.
Der Vertrieb von Kraft-Wärme-Kopplung-Systmen über Lichtblick gibt dem Energieversorger die Möglichkeit Lastspitzen zu günstigen Konditionen aus dem eigenen Netz abzudecken. Das kann in Zukunft ein einkaufsstrategischer Vorteil für den Konzern sein und im besten Fall auch eine Preissenkung für den Strom-abnehmenden Kunden von Lichtblick. Der Strompreis ist in der Regel sehr stark abhängig von der Nachfrage. Lichtblick wird dann bei starker Nachfrage einfach aus seinem Netz durch Zuschalten von Mini-Kraft-Wärme-Anlagen den günstigen Eigenstrom abrufen.
Lichtblick prüft die Randbedingungen für die Effizienz der Anlage, führt die Installation auf eigene Kosten aus und bleibt weiterhin Eigentümer. Der Kunde mit einer installierten KWK-Anlage muss den Wärmeverbrauch zum Marktpreis bei Lichtblick kaufen und erhält eine monatliche Betriebskostenpauschale, der ins Netz eingespeiste Strom wird dann beispielsweise mit 2,5 Cent pro Kilowattstunde von Lichtblick vergütet.
Der Wirkungsgrad des Mini-Kraftwerks liegt laut Angaben bei über 90 Prozent. Um bis zu 35 % wird der Energieverbrauch dieses Systems gegenüber der herkömmlichen Wärme- und Stromerzeugung sinken, der Kohlendioxid-Ausstoß um bis zu 55 %.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon oakgast » 09.11.2011 09:56 Uhr

Kommentar von "Uwe Wannags" erstellt am 08.11.2011,21:01
Thema: Haustechnik (Elektrik & Energiespargeräte)(Sonstiger Kommentar/ Tipp)

Nachteilig ist allerdings, dass der Netzwerkbetreiber die Anlage als industrielle Stromerzeugung mit einem überhöhten Baukostenzuschuß einstuft. Dies ist z.B. in 25451 Quickborn einschl. Netzanschluß über € 5.000,- brutto.
Hat jemand andere Erfahrung oder preiswertere Baukostenzuschüsse anderer Netzwerkanbieter gefunden? Bitte beantworten oder Email: uwannags@swd.de
<a href='http://www.energieportal24.de/b2b/rating/mail_extern_2.php?id=1613' target='_blank'>Mail an Uwe Wannags</a>
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Beitragvon bernhard geyer » 09.11.2011 13:47 Uhr

oakgast hat geschrieben:Nachteilig ist allerdings, dass der Netzwerkbetreiber die Anlage als industrielle Stromerzeugung mit einem überhöhten Baukostenzuschuß einstuft.

Ist es ja auch. Die Anlage soll strombedarfsgeführt ausgelegt werden und damit ist ein wichtige Aspekt der industriellen Stromerzeugung gegenüber den "normalen" förderfähigen BHKW gegeben.
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Beitragvon Gerdaus » 21.11.2011 09:06 Uhr

ich denke viel preiswerteres wird es da nicht geben...
Denke auch das es die Industrie nach vorne bringt.
MfG

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