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Kris
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Beitragvon Kris » 01.09.2010 20:48 Uhr

Ich habe mir so meine Gedanken gemacht. Also, Gas kommt nicht in Frage, denn Gas wird es nach neuer Info in dem Gebiet nicht geben. Bleibt die Wärmepumpe (Luft), die bei einer EnEV 2009 absolut nicht effizient genug ist und zu fast 100% mit Strom heizt, an kalten Tagen. Soviel habe ich herausgefunden.

Also bleibt mir folgende Strategie: Ich nehme nur das reine Ausbauhaus, verzichte auf die günstigere Finanzierung, die mit einem sogenannten Technik Paket verknüpft wäre und besorge mir eine bessere Dämmung über den Baustoffhandel. Dann sollte ich auf bessere Dämmwerte als EnEV 2009 kommen (3-Fachverglasung ist bereits drin) Dann fällt der Fernwärmeanschluss mit rund 5000€ weg und ich besorge mir eine effiziente Luft Wärmepunpe. Dann sollte ich KfW 70 bekommen und damit wieder einen besseren Zinssatz, richtig?

Dann wären nun die Fragen:
Wer errechnet eigentlich die Heizlast und sagt mir fachgerecht, wie groß die Heizanlage ausgelegt sein muss, wie eng die Fußbodenheizrohre aneinander liegen müssen, etc.??? Kommt das vom Heizungsinstallateur? Oder wann plane ich bei einem Fertighaus die Heizungsanlage?

Kann ich bei einem Fertighaus in Holzständerbauweise einfach eine bessere Dämmung nehmen und nutzen, mit passender Dampfsperre oder greife ich dann in den gut durchdachten Wandaufbau ein und bekomme Probleme mit Feuchtigkeit und so???

Vielleicht habt ihr auf diese Fragen auch Antworten?

Herzlichen Dank im Voraus und liebe Grüße!
Zuletzt geändert von Kris am 01.09.2010 21:01, insgesamt 1-mal geändert.

machtnix
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Beitragvon machtnix » 01.09.2010 20:58 Uhr

Warum eine schlechte Luft-WP und keine sehr gute Direktverdampfer-WP?
Grundwasser-WP wäre auch okay.
http://www.sofath.com/francais/gamme_ca ... ol-eau.htm

http://www.sofath.com/francais/gamme_te ... au-eau.htm
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Beitragvon machtnix » 01.09.2010 21:02 Uhr

Die Heizlast kannst du hier berechnen lassen:
http://www.heizlast.de/
Verlegeabstand ist immer 10cm,im Bad wenn's geht kann man sogar 5cm machen.
Kein Heizkreis mehr als 100m.
10m² ein Heizkreis.
Hast du also 150m² Wohnfläche so würde man 15 Heizkreise benötigen und 1500m Fußodenheizungsrohr.
Kris
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Beitragvon Kris » 01.09.2010 21:03 Uhr

Beim Direktverdampfer lege ich massig Scheine drauf, oder?
Ich bin jetzt schon an der Grenze des Machbaren. Also Luftwärmepumpe wäre noch zu verkraften, hoffe ich... habe sie mit ca. 15000€ inkl. Brauchwassernutzung kalkuliert.

Gibt es eigentlich irgendwo einen Vergleich der JAZ Werte der Luft Wärmepumpen am Markt? Ich kann nichts finden :-(...
Thomas Heufers
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Beitragvon Thomas Heufers » 02.09.2010 07:01 Uhr

Unsere Kunden, die sich für die Direktverdampfertechnik interessiert zeigten, haben immer aufgrund des relativ hohen Mehrpreises von dieser Technik Abstand genommen.
Unsere Servicepartner für Kälteanlagenbau setzen diese Technik grundsätzlich nicht ein, da die Bedenken zu groß sind.
Grundsätzlich bin ich für diese Direktverdampfertechnik offen, hohe Arbeitszahlen sind ein schlagkräftiges Argument. Jedoch sollte man den Energieentzug auf die Fläche nicht zu hoch ansetzen, sicherer ist eine realistische Annahme wie dies allgemein bei flächenkollektorgeführten Anlagen angenommen wird.
Als bekanntes Unternehmen für Wärmepumpentechnik bietet auch Ochsner (http://ochsner.de) die Direktverdampfertechnik an. Das Angebotsportofolio ist entsprechend gut, Ochsner verfügt über ein gutes Fachhandwerkernetz.

Unter folgendem Link sind die Energieverbräuche von Wärmepumpensystemen in einer Tabelle hinterlegt.
http://wp-verbrauch.in-tostedt.de/
Hier sind Verbrauchsdaten von mehr als 250 Wärmepumpen verschiedener Bauarten aufgeführt.

Wir selbst pflegen unsere Verbrauchsdaten via Webserver direkt in unserer Online-Statistik unter folgendem Link ein.
http://ecotec-energiesparhaus.de/energieverbrauch.php
Hier wird täglich der Stromverbrauch der Wärmepumpe in eine Online-Tabelle übernommen und angezeigt. Die Annahme, dass mit Strom direkt nachgeheizt werden muss, können wir bei unserem Energiesparhaus KfW 40 nicht bestätigen. Unsere Anlage läuft ganzjährig ohne Heizstab.

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon bernhard geyer » 02.09.2010 07:36 Uhr

Bleibt die Wärmepumpe (Luft), die bei einer EnEV 2009 absolut nicht effizient genug ist und zu fast 100% mit Strom heizt, an kalten Tagen. Soviel habe ich herausgefunden.

Wenn du in den Alpen wohnst ist dieser Einwand gerechtfertigt. In 80-90% der Bundesdeutschen Siedlungsfläche ist die Anzahl der sehr kalten Tage beschränkt so das bei gut isolierten Haus die Stromkosten an diesen Tagen zwar erhöht sind, aber vernachlässigbar sind wenn man die Stromkosten im Jahr zu den Investitionskosten setzt.

Also bleibt mir folgende Strategie: Ich nehme nur das reine Ausbauhaus, ... Kann ich bei einem Fertighaus in Holzständerbauweise einfach eine bessere Dämmung nehmen und nutzen, mit passender Dampfsperre oder greife ich dann in den gut durchdachten Wandaufbau ein und bekomme Probleme mit Feuchtigkeit und so???

Bei Holzständerhäusern solltest du keine zusätzlich selbst angebrachte Dämmung einplanen. Allein schon das du damit vermutlich jedliche Garantieansprüche verlierst lohnt sich das nicht. Holzständer-Häuser-Anbieter (jedenfalls vernünftige) können eigentlich fast immer sehr gute Dämmwerte (zu akzeptablen Preisen) erreichen um die Kfw-Förderprogramme nutzen zu können. Wenn dein Favorit das nicht kann (bzw. sehr hohen Aufpreis fordert) solltet du dir einen andern Anbieter suchen.

Kris
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Beitragvon Kris » 02.09.2010 07:58 Uhr

Das ist genau mein Problem. Ich möchte keine zusätzliche Dämmung anbringen, nur statt der 040 Steinwolle die 035 Steinwolle nutzen, die aber auch (wie Originalwandaufbau) 160mm dick sein soll. Darauf käme dann vermutlich eine andere Dampfsperre und darauf die Beplankung, wie vorgesehen. 12,5 cm Holzspanplatte und 12,5cm Gipskarton.
Also es geht nicht um eine zusätzliche Dämmung, nur um die bessere Steinwolle. Ist das ein Problem?

Und Danke für die Links!
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Beitragvon Thomas Heufers » 02.09.2010 08:39 Uhr

Wenn die Wärmeleitgruppe bei gleicher Dämmstärke verbessert wird, beispielsweise von WLG 040 auf WLG 035, dann hat dies grundsätzlich nur Vorteile. Durch die bessere Wärmedämmung wird u.a. auch der Taupunkt nach außen verschoben, das Taupunktverhalten der Konstruktion wird verbessert.
Die Lage und die Eigenschaften der Dampfsperre sind vom Wandaufbau und vom Materialeinsatz abhängig.
Damit die Eigenleistungen nicht in einem Desaster enden, ist eine Fachberatung mit dem Hersteller/Lieferanten der Dämmung und der Dampfsperre empfehlenswert!

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon Kris » 02.09.2010 08:46 Uhr

Okay, danke sehr. Das heißt für mich aber auch, dass ein "upgrade" von 040er Steinwolle bei gleicher Stärke (160mm) auf 035 möglich ist. Wenn ich dem Hersteller die in der Außenwand verwendete Dämmung nenne, sollte der mir das richtige Material (z.B. Dampfsperre) liefern können.
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Beitragvon bernhard geyer » 06.09.2010 08:00 Uhr

Du willst bei einem Holzständerhaus die Dämmung komplett selbst anbringen. Der Hersteller des Grundhauses freut sich da er sich bei jedlichen Problem erstmal die Garantie verweigert da ja beim Dämmen was falsch gelaufen sein muss. Ich würde das nicht machen! Wieviel € denkst du dir das du dir damit sparst? Und wieviel 100 Stunden Eigentleistung siehst du da vor? Das kann schnell in einer Lebensaufgabe Enden Dämmung/Dampfsperre/sonstige Verschalung gut anzubringen. Du solltest sozusagend schon Renter/mehrer Monate Resturlaub haben um genügend Zeit dafür zu haben das alles in endlicher Zeit fertig zu stellen.

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