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Forum Geothermie & Wärmepumpen

Thema: R407c brodelt im Schauglas

f102
*
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Hallo,
wer kann mir helfen, die Beobachtung einzuschätzen ?

Nach 20 Monaten und mehrfachem Nachfüllen von Kältemittel R 407c habe ich im Schauglas gesehen: Das Kältemittel sprudelt munter in der Strömung, wen die WP läuft. Trotz frischer Auffüllung scheint mir der Leistungsbedarf pro Betriebsstunde erhöht. Vor dem Nachfüllen war der kW-Bedarf noch höher.
Wäre es ratsam, frisches Vakuum für eine Neubefüllung zu erzeugen ?
Ist das "kochen" gar normal ?

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2 Fam. Haus Bj. 1970, 220 qm, Radiatoren
4 x 100m Tiefbohrung
Waterkotte 5023, 18 kW
750 l Puffer, WW Wärmetauscher innen
600 m ü. NN

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Hallo,
das hört sich so an, als ob das System einmal komplett entleert, neues Vakuum erzeugt und frisches Kältemittel eingefüllt werden muss (Menge muss im Handbuch des Herstellers angegeben sein). Dabei aber unbedingt prüfen, ob das System auch wirklich dicht ist, wenn du bereits mehrfach Kältemittel nachgefüllt hast. Falls der Heizungsbauer an deiner Anlage nicht sorgfältig gearbeitet hat, sollte eventuell auch noch den hydraulische Abgleich durchgeführt werden, sonst kommst du nie auf ordentliche Werte, auch wenn die Füllmenge nachher in Ordnung ist.
Gruß Martin

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f102
*
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Hallo Martin,
Dank Dir für die schnelle Antwort.
Tatsächlich hatte der Heizi jetzt nicht zum dritten mal nachgefüllt. Da R407c ein Stoffgemisch ist, verändert sich bei schleichenden Verlusten und Nachfüllungen die Zusammensetzung ( unterschiedliche Flüchtigkeit der Komponenten). Ein weiteres Nachfüllen hätte, denke ich, der Mischung nicht geschadet; der Restinhalt R407c dürfte ohne Auffrischung noch mehr vom Soll abweichen. Aber bald soll nun eine Kältemittelleitung ersetzt werden und damit die Undichtigkeit ein Ende haben. Leider konnte das Leck bisher unerklärlicherweise nicht definitiv gefunden werden; vielleicht gelingt das nach der Garantiefrist leichter.
Genau diesen Schaden hätte ich mir nicht gewünscht.

Gruß
Hann

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Hallo Herr Hann,

so wie es scheint hat sich bei Ihnen eine Undichtigkeit eingeschlichen.
Diese ist schnellstmöglich durch eine Fachfirma zu beseitigen. Wenn die Heizungsfirma nicht in der Lage ist, dann würde ich es mal mit einer Kältefachfirma probieren. Ist auch eine Empfehlung für den Heizungsbauer. Wink

Durch Kältemittelmangel kann es passieren, dass die Schmierung (Ölfilm) vom Kompressor abreißt und dadurch der Kompressor irgendwann überhitzt und sich festsetzt. Ist wie mit einem Auto ohne Öl….Funktion ist FAST gleichzusetzen.

Es können auch manchmal kleine Haarrisse in den Wärmetauschern sein. Hier kann ein kleiner Ölfilm entstehen. Vielleicht mal schauen, ob es an den Verschraubungen, Wärmetauscher oder ähnliches solche Ölspuren sind. Dann sollte mit einem professionellen Lecksuchgerät die Anlage abgesucht werden…Naja, eigentlich schon gleich am Anfang!

Das Kältemittel R-407c ist eine Kältemittelgemisch aus R 125 (CHF2CF3) 25%, R 32 (CH2F2) 23%, R 134a (CH2FCF3) 52%.
Diese einzelnen Kältemittel haben alle eine andere Verdampfungs- (Siede-) Temperatur. Als Beispiel Wasser bei normalem Umgebungsdruck 100 °C…..R-134a bei -26,5 °C und die anderen haben eine andere Verdampfungstemperatur. Das heißt, dass das Kältemittel mit der niedrigsten Verdampfungstemperatur bei Kältemittelmangel als erstes aus dem System verschwindet.
Somit findet eine Entmischung des Kältemittels statt, die (Wärme-) Leistung der Anlage fällt in den Keller und Sie haben einen höheren Stromverbrauch.

Also Kältemittel fachgerecht absaugen lassen, Anlage mit trockenem Stickstoff abdrücken, Undichtigkeiten suchen und beheben, Anlage evakuieren, NEUES Kältemittel gemäß Herstellerangaben auffüllen und hoffentlich mit einer guten Anlage möglichst lange zufrieden sein.

P.S. Wenn der Lieferant (Heizungsbauer) es nicht in den Griff bekommt, dann würde ich eine Garantieverlängerung verlangen. Oder er soll die ausbauen und eine neue liefern. Hört sich einfach an, aber sollte sich nicht alles gefallen lassen.

Viel Erfolg und Schöne Grüße

Marcel Riethmüller

www.EffizienzPlanung.info...

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