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Heizungstechnik (allgemein), Installationstechnik, kombinierte Heizsysteme, Heizung im Neubau, Klimatechnik, Umstieg auf neue Heizungsanlage (Heizungssanierung)
altbausanierer
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Beitragvon altbausanierer » 18.06.2010 18:12 Uhr

Hallo,
will mir ein altes Reihenhaus kaufen, welches derzeit nur auf einer Seite mit einem Kachelofen der auf Gas umgerüstet wurde, beheizt werden kann.

Habe mich nun schonmal informiert und würde nun zu folgender Lösung tendieren, wozu ich gern mal eure Vorschläge und eventuelle Alternativen wissen würde.

Da ein Gasanschluss vorhanden ist, würde ich im Dachgeschoß eine Brennwert-Gas-Heizung einbauen. Das Dachgeschoss ist noch nicht ausgebaut, es wäre also genug Platz für Heizung und Leitungen. Man könnte bequem von oben jeden Raum mit den Leitungen erreichen. Dann würde ich in alle Räume Fußbodenheizung installieren. Den Kachelofen würde ich wieder auf Holz betrieb umrüsten lassen.

Was haltet ihr von der Idee? Ist es sinnvoll und energiesparend. Hab gehört das Brennwerttechnik und Fußbodenheizung gut harmonieren, außerdem ist der Komfort meiner Meinung nach besser als bei Heizkörpern.
Ein weiterer Grund für Fußbodenheizung ist, dass die Böden sowieso erneuert werden müssen (derzeit alte Holzbretter mit Sand/Dreck darunter).

Ebanfalls würden mich mal noch die ungefähren Kosten für Heizung und Kachelofenumrüstung interessieren.

Bin gespannt auf eure Antworten und Ratschläge.
Danke schonmal im Vorraus.

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Beitragvon machtnix » 18.06.2010 18:34 Uhr

Fußbodenheizung ist schon mal gut.
Dann würde ich keine Gasheizung nehmen sondern eine Wärmepumpe.
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Beitragvon altbausanierer » 18.06.2010 19:06 Uhr

Wärmepumpe lässt sich, denke ich, schwer realisieren. Ist ein altes Reihenhaus im Stadtzentrum. Investitionskosten würden erheblich hoch ausfallen, wäre nicht wirtschaftlich.
Das neue Heizsystem soll zwar energiesparend sein, aber ich würde bei einer Lösung für Erdgas festhalten. Die Kosten sollen noch im Rahmen bleiben und nicht so hoch ausfallen.
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Beitragvon machtnix » 18.06.2010 20:01 Uhr

Okay,für einen Erdkollektor fehlt wahrscheinlich der Platz,Tiefenbohrung zu teuer und bei einer Luft-WP wird's wohl Ärger mit dem Nachbar geben.

Dann ist Erdgas wohl das richtige.
Als Therme würde ich die Remeha Quinta empfehlen.Habe einige von denen am laufen und bisher Null Probleme.
Einen 160 Liter oder 200 Liter Wasserspeicher daneben und gut is.
Kostenpunkt wenn der Heizi alles macht,Sanitär und Heizung,würde ich mal grob bei 20000€ schätzen.
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Beitragvon altbausanierer » 18.06.2010 20:56 Uhr

Ist so ein Wasserspeicher wirklich notwendig? Verbraucht der Speicher bzw. die Pumpe nicht auch wieder Energie. Bedeutet kein Speicher gleichzeitig hohen Komfortverlust? Bin eh tagsüber arbeiten, da wäre es doch Verschwendung wenn man dauernd das Wasser warm hält?
Würde vieles in Eigenleistung machen, wie hoch wären denn Materialkosten (Wohnfläche ca. 90m²)?
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Beitragvon machtnix » 19.06.2010 08:22 Uhr

Ein klein wenig Komfort für wenig Geld.Der Speicher kostet nicht die Welt und du hast Komfort und kannst zumindest mal eine Badewanne voll machen.
Du kannst natürlich auch zwei oder drei Elektronsich geregelte Durchlauferhitzer nehmen und diese mit jeweils einem 400 Volt Anschluß ausrüsten.Doch das wäre erheblich teurer als ein Speicher.
Die Therme macht dir das Wasser für ca.120-150€ im Jahr warm.Jetzt komm mir bloß nicht mit diesen bescheuerten Abstrahlverlusten für 5€ im Jahr wie es in manchen Klodeckelforen propagiert wird.

Wenn du gerne alles selbst machen willst,dann solltest du mal hier vorbeischauen: http://www.hornbach.com/forum/showthread.php?t=473

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Beitragvon Thomas Heufers » 19.06.2010 09:44 Uhr

Der Warmwasserspeicher bietet den gewünschten Komfort. Beim Einsatz eines Warmwasserspeicher wird nicht bei jedem Warmwasserbedarf die Therme gestartet, unnötige Taktungen erhöhen den Energieverbrauch und verkürzen die Lebensdauer der Therme.

Brennwert-Effekte bei Gasthermen werden häufig nicht optimal genutzt. Die Lösung ist ein einwandfreier hydraulischer Abgleich und eine witterungsgeführte Regelung, siehe folgenden Beitrag.
http://energie-effizientes-haus.de/pdf/ ... nutzen.pdf

Gruß

Thomas Heufers

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Beitragvon altbausanierer » 19.06.2010 10:41 Uhr

Danke für eure Antworten.
Hab jetzt mal noch einen anderen Lösungsansatz.
In der einen Hausseite steht ein großer Kachelofen der mit Gas betrieben wird. Er hat Lüftungsschächte in alle Räume der einen Hausseite.
Lässt sich dieser Ofen nicht irgendwie als Heizzentrale nutzen oder optimieren? Gibt es dafür Möglichkeiten?
Falls nicht, was wüde mich denn eine Umrüstung auf Holz kosten?
Macht es Sinn den Ofen umzurüsten oder wäre Gas die bessere Alternative?
Holzbeschaffung und Lagerung würdn mir keine Probleme machen.
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Beitragvon machtnix » 19.06.2010 11:04 Uhr

Auch als Feinstaubproduzent kann es Ärger mit dem Nachbarn geben.
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Beitragvon Thomas Heufers » 19.06.2010 13:32 Uhr

Wir reden von 90 m² Wohnfläche. Da dürfte eine Gastherme die wirtschaftlich interessante Alternative im Verhältnis von Investitions- zu Betriebskosten darstellen.
Letzlich kann man das nur durch einen Termin vor Ort klären, dazu müssen die Details in Augenschein genommen werden. Auf der Basis einer Besichtigung vor Ort kann man dann auch ein seriöses Angebot abgeben. Dann kann man die Frage der Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Investition grob einschätzen.

Bleibt die Frage, ob Dämmmaßnahmen möglich sind. Vorteil, bei einem Reihenhaus beschränkt sich die energetische Sanierung der Gebäudehülle nur auf die Wandflächen zu Außenluft, für die gemeinsamen Wandseiten zu den benachbarten Reihenhausscheiben fällt keine Sanierung an.

Gruß

THomas Heufers


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